Landespokal 2. Runde: FC Union – SV Schott Jenaer Glas 1:3 (0:1)

Betrachtung von Wolfgang Marr Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Gut bedient mit dem 1:3 – und trotzdem gut gekämpft. Das muss kein Widerspruch sein. Zum Amtsantritt des neuen Trainers des FC Union Mühlhausen, Bodo Liebetrau, unterlag dessen Elf gestern in der 2. Runde des Landespokals dem Thüringenligisten Jenaer Glaswerk und ist damit ausgeschieden. Mit der Gästeelf stellte sich zugleich die spielerisch stärkste Vertretung sei dem Anblick der Zweiten des FC Rot-Weiß Erfurt vor elf Monaten ebenfalls in der 2. Pokalrunde bei deren 2:1-Sieg an der Aue vor. Insofern bildete ein Niederlage gegen Jena keine Schande. Doch wie die Tore durch die Gäste markiert wurden, ärgerte schon ein wenig. Am meisten galt das beim Führungstreffer durch Ronny Eckardt (23.). Als Union die erste Druckperiode so gut wie überstanden hatte, donnerte eine Eingabe von rechts flach auf das kurze Eck. Dort verließen sich zwei aufeinander. Torsteher Marko Behn und Danny Herpe. Es reagierte nämlich keiner von beiden. Behn machte seinen Fehler wieder gut, er parierte in der ersten wie in der zweiten Hälfte mehrere Male glänzend, einmal sogar bei einem Konter mit Fuß und Faust.

So sehr sich auch Union mühte, die Jenaer Deckung war nicht auseinanderzureißen. Die meiste Gefahr verbreitete Dominique Sellmann von der rechten Seite, der sich tolle Laufduelle lieferte, so beim Alleingang (7.). Als Union nach der Pause mehr Spielanteile buchte, erzielte trotzdem Jena den nächsten Treffer. Nach einer Freistoßablage auf der linken Seite donnerte Martin Schneider das Leder volley in das Eck – unhaltbar für Behn – 0:2 (58.). In den folgenden zwei Minuten legte Sellmann zwei Mal auf Zahn in der Mitte ab, der aber spätestens nach zwei Kopfbällen zu Beginn eng bewacht wurde. Jena gelangte immer stärker unter Druck, weil in dieser Zeit das Union-Mittelfeld mit dem fleißigen Kagramanjan und durch Iffarth lange Pässe spielte. Dann donnerte Jena den Ball an die eigene Latte und er senkte sich dahinter zur Ecke. Nach einem Foul an Sellmann rechts Gelb für Henning. Den Freistoß brachte Herpe auf Beilfuß auf der linken Seite, der in die Mitte passte, wo sich Kapitän Jens Kaiser beim 1:2 (79.) aus fünf Metern die Ecke aussuchen konnte. Union stürmte weiter, doch Jena erhöhte den Stand seinerseits auf 3:1 (83.) durch Steffen Richter – wieder nach Volleyschuss von halblinks. Um der Wahrheit Genüge zu tun, zuvor hatte Jena sieben Mal Chancen zu Treffern vergeben.

Der FC Union Mühlhausen spielte mit: Behn, Kaiser, Schlunk (46. Olschewski), Beilfuß, Schönheit, Kagramanjan, Iffarth, Herpe, Zahn, Rackwitz (75. Mai), Sellmann.

Der SV Schott Jenaer Glas spielte mit: Just, Sobek, Freybott (73. Kittner), Schakau, Förtsch, Urbansky, Henning, Behling, Eckardt, Schneider, Hausmann (61. Richter)