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LK-West 2004/2005: FC Union – EFC Ruhla 0:1 (0:1)

Betrachtung von Wolfgang MARR Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Statt Licht nur Dunkel / Fußball-Landesklasse West: Union Mühlhausen – EFC Ruhla 0:1

Wohin führt die Talfahrt des FC Union Mühlhausen – doch nicht etwa in die Bezirksliga ? Jedenfalls hat die Mannschaft durch die nächste Niederlage mit dem 0:1 gegen Ruhla nicht den erwarteten Sprung nach oben geschafft. Aber zugleich hat man durch die Resultate der anderen davon profitiert, dass die Elf von Trainer Bodo Liebetrau weiter vor der Abstiegszone platziert ist. Orakelt man, könnte es der Ausfall der von Dominique Sellmann gewesen sein, der wegen Rückenschmerzen passte, dessen Antritte aber keiner gleichwertig ersetzen konnte. Sieht man es positiv, so hat Mühlhausen gegen Ruhla in der zweiten Dreiviertelstunde bis auf zwei Szene ständig in der Hälfte der Gäste gekickt, aber trotzdem keinen Treffer erzielt. Fährt man fort in diesem positiven Blickwinkel, so hat Union nach der gelb-roten Karte für Jens Beilfuß (66.) eher mehr Kampfgeist gezeigt. Sieht man es negativ, dann stellt sich eine Vielzahl von Fragen. Die erste, wie konnte die gesamte Abwehr so verharren nach der ersten Ecke für Ruhla, von der linken Angreiferseite von Christian Narr hoch an den Fünf-Meter-Raum gebracht, wo nach einer Zwischenberührung am langen Pfosten David Fischer höchstens durch den vergeblichen Hechtflug von Rink beeinflusst den Ball zum 1:0 (27.) in die Maschen köpfte. Apropos Fischer. Dieser Abwehrakteur spielte den Widerpart von Frank Reinecke und obwohl er keinesfalls besser war als der Heiligenstädter Bewacher des Mühlhäuser Torjägers, hatte er wenig Mühe, die Übersicht zu behalten. Denn in der Ruhlaer Viererkette klappte die Übergabe. Reinecke, dieses Mal eher in hängender Position, halblinks den Vorwärtsgang suchend, weil Sven Zahn die Mitte beanspruchte, konnte nur zwei Mal Akzente setzen. Zur Halbzeit tauschte Trainer Liebetrau Riemann und Schönheit gegen Iffarth und Herpe aus, die einiges mehr für die Offensive taten. Herpe setzte Reinecke und Gallien in Szene (50.). Nichts. Reineckes Schuss – nichts. Fischer auf Zahn, dessen Sprungversuch nur eine Ecke brachte. Nach Herpe-Freistoß fischte sich Torhüter Brüning, wie Rink sehr sicher, das Leder (60.). Dann kassierte Fischer Gelb als erster für Union und zwei Minuten später Beilfuß Gelb-Rot – berechtigt. Allerdings hätte vor der Pause der Ruhlaer Angreifer Wagner diese Karte nach zwei brutalen Fouls von hinten gegen Kaiser sehen müssen. Warum nicht, das weiß nur Schiedsrichter Hauthal (Artern), der keinerlei Schuld an der Union-Niederlage trägt. Ruhlas Trainer holte den Sünder vom Platz. Binnen dreißig Sekunden verletzten sich Gallien an der Seiten – und Iffarth an der Torauslinie nach Attacken. Oliver Rackwitz wurde eingewechselt. Doch wenn eine Mannschaft nicht das bringt, was man erwartet, wie soll es Nummer 13 richten? Mindestens die letzten zwanzig Minuten beobachtete man das Anrennen des FC Union ohne Konzept, weil nur wenige am oberen Limit spielten, so Kagramanjan, so Kaiser, teils Harte, aber noch nicht Fischer beim ersten Auftritt nach der wochenlangen Verletzungspause.

Mühlhausen: Rink, Kaiser, Schönheit (46. Iffarth), Beilfuß (67. GR), Gallien (78. Rackwitz) , Riemann, (46. Herpe), Kagramanjan, Harte, Fischer, Zahn, Reinecke.