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LK-West 2004/2005: FC Union – 1. SC Heiligenstadt 0:2 (0:1)

Zuschauer: 270 Torfolge: 0:1 Ständer (29.), 0:2 Ständer (64.)

Spielbericht von Wolfgang Marr Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Die Heiligenstädter vollzogen den nächsten Schritt in Richtung Thüringenliga. Sie gewannen das Derby im Aue-Stadion verdient. Eine gute erste Halbzeit reichte aus, um die Mühlhäuser Union-Elf in Schach zu halten. Jürgen Ständer avancierte zum Matchwinner in einer Partie, die wenig Derbycharakter beinhaltete. Der Kirchgänder sorgte als zweifacher Torschütze für den Auswärtserfolg. Allerdings gewannen die Eichsfelder gegen dieses Mal erschreckend schwache Einheimische. Nach einem klugen Pass von Daniel Papst erzielte Ständer die Führung, er blieb cool vorm gegnerischen Gehäuse und auch der entgegenstürzende Keeper Rink hatte keine Chance, wurde doch der Ball über ihn hinweg ins lange Eck gehoben. Mit einem satten Schuss unter den Querbalken sorgte Ständer auch für die Entscheidung. Nach dem Seitenwechsel plätscherte das Geschehen, allerdings mit sichtbaren Feldvorteilen nun für Mühlhausen, so dahin. Die erste Chance im Spiel besaßen jedoch die Gastgeber. Kapitän Jens Kaiser (1.) traf jedoch den Ball nicht richtig nach einer Sascha-Iffarth-Ecke am langen Eck des Fünf-Meter-Raumes. Da war er wohl total überrascht. Danach bestimmten die Heiligenstädter eindeutig das Geschehen. Möhlhenrich (14./24.) und Ständer (21.) vergaben gute Gelegenheiten, wobei Möhlhenrich (38.) nach Meinung der Gäste elfmeterreif zu Fall gebracht wurde, der Pfiff blieb aber aus. Frank Reinecke (31.) prüfte für Union SCH-Torsteher Marco Hottenrott, aber in der Situation wäre wohl die Ablage auf den mitgelaufenen Sven Zahn besser gewesen. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Jan Riemann (47.) das Kunststück fertig, das Leder aus zwei Metern Entfernung nicht im Kasten unterzubringen, zuvor segelte Hottenrott an einer Eingabe von Morosov vorbei. Riemann stoppte den Ball und drückte ihn statt über die Linie von dieser weg, sehr zum Ärger von Zahn, der unmittelbar hinter Riemann gestanden hatte. Auch bei Kaisers Gewaltschuss (60.) hatte Schlussmann Hottenrott einige Schwierigkeiten. Auf der Gegenseite hätte es ebenfalls Elfmeter geben müssen, als Dominique Sellmann (72.) im Strafraum von hinten das Bein weggezogen wurde. Und das vor den Augen von Assistent und Schiedsrichter, der von da an eine Viertelstunde für die reinste Konfusion sorgte, wären nicht mitunter die Spieler beider Mannschaften sehr besonnen miteinander umgegangen, wobei Hottenrott und Wehr im Nachhinein den Elfmeter als einzig richtige, aber ausgebliebene Entscheidung bestätigten. Alle Achtung vor so viel Fair play des Gastes, der in den letzten Minuten noch den früheren Mühlhäuser Falk Wedekind brachte. Union-Trainer Bodo Liebetrau sah ebenso die bessere Heiligenstädter Leistung, sah aber auch einige Hemmungen bei seinen Leuten, vor allem im Mittelfeld und im Angriff sind nicht die erwarteten Akzente gesetzt worden. Und hinten stellte für ihn Harte nach vorheriger guter Leistung dieses Mal einen Totalausfall dar. Dass dieser nicht noch mehr ins Gewicht gefallen ist, dafür sorgte Kaiser, der mit einer souveränen Leistung nochmals zeigte, wie wertvoll er für Union in der Landesklasse ist – aber nicht mehr lange. Unterm Strich kam der Heiligenstädter Sportclub relativ einfach zu drei Punkten. Die Mühlhäuser stellten sich im ersten Abschnitt nur hinten rein, spielten nach der Pause zwar offensiver, aber echte Torgefahr strahlten sie nur ganz selten aus.

Der FC Union spielte mit: Rink; Kaiser; Schönheit; Harte; Riemann (49. Beilfuss); Iffarth; Sellmann; Morozov; Orsche; Reinecke; Zahn (70. Hilbrecht)

Der 1. SC Heiligenstadt spielte mit: Hottenrott; Siebert; Kruse; Papst; Deppe; Wehr; Apel; Ständer (75. Bohne); Möhlhenrich (87. Wedekind); Lubojanski; Grimm