Mittwoch, Juli 26
Mühlhausen/Thür.
16°C

News

LK-West 2004/2005: FC Union – SC 1912 Leinefelde 4:3 (1:2)

Harmonierendes Sturmduo

Zuschauer: 210 Schiedsrichter: Specht (Tiefenort) Torfolge: 0:1 Schuchardt (16.); 1:1 Reinecke (34.); 1:2 Werner (42. FE); 2:2 Reinecke (60.); 3:2 Reinecke (65.); 4:2 (Iffarth 72.); 4:3 (Werner 82.)

Spielbericht von Wolfgang Marr Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Die Fans waren zufrieden. Zwar hatte der Gast bei drei Möglichkeiten eine optimale Trefferquote, doch Union Mühlhausen siegte verdient mit 4:3 gegen den SC Leinefelde und kletterte auf Rang acht in der Landesklasse, Union – nicht mit dem stärksten Aufgebot aufgelaufen, weil bespielsweise Zahn einen doppelten Nasenbeinbruch erlitten hat – brauchte eine Weile, um den Rhythmus zu packen. In diese Findungsphase hinein gehörte den Gästen im Nordderby die etwas überraschende Führung, als Leinefelde eine Eingabe von rechts brachte, Keeper Rink abwehrte, aber, wer anders als ein Ex-Mühlhäuser, nämlich Christian Schuchart, goldrichtig stand und den Ball zum 0:1 (16.) über die Linie drücke. Zwei Minuten später hätte der Ausgleich fallen müssen, als Reinecke marschierte, es selber versuchte, wobei der mitgelaufene Hilb-recht zweifelsohne die bessere Position hatte. Fortan gehörte Mühlhausen die Spielgestaltung. Das Sturmduo Dominique Sellmann/ .Frank Reinecke wurde von Minute zu Minute stärker, weil Benjamin Orschel und Sascha Iffarth im Mittelfeld die Zügel an sich rissen, überlegte Passe lieferten. Einer erreichte Reinecke außen, der flankte und volley prüfte Sellmann den Leinefelder Keeper Winter, Da hatte dieser Glück. Als aber Frank Reinecke durchstartete, zwei Leute umspielte und flach aus vierzehn Metern zielte, jubelte Union -1:1 (34.). Beim nächsten Antritt von Sellmann konnte sich Winter bei den eigenen Fäusten bedanken, allerdings war der Winkel für den Schützen ziemlich spitz. Zwischenzeitlich war Farbe in das Spiel eingezogen. Gelb für Werner (SCL), Gelb für Riemann (Union) und keine Karte für Schönheit, der nach eigenem Bekunden schon am Boden gesessen hatte, aber Elfmeter durch Schiedsrichter Lutz Specht (Tiefenort), weil der Verteidiger den Stürmer aufgehalten haben soll. Marc Werner verwandelte kaltschnäuzig gegen Rink zum 1:2 (42.), ein Resultat, das Leinefelde glücklich mit in die Kabine nehmen konnte. In der zweiten Dreiviertelstunde hat Union vielleicht die beste Leistung der Serie auf eigenem Rasen nachgewiesen. Dank eines quirligen Orschel, dank eines endlich seine Klasse unter Beweis stellenden Iffarth, dank Sellmann, der über die Außen seine Sprintvorteile ausnutzte, und eben dank Reinecke, der endlich seinen Torinstinkt wiederentdeckt hat. Reinecke schoss zwei weitere Tore, von insgesamt drei und katapultierte sich in der Torjägerliste der Landeklasse auf den zweiten Platz. Bis zur Grundlinie war Sellmann über rechts davongezogen und trotz Bedrängnis brachte er eine Superflanke in die Mitte des Strafraumes, wo Reinecke den Keeper ins Leere laufen ließ und zum 2:2 (60.) vollendete. Das 3:2 (65.) bedeutete fast eines Kopie des vorherigen Tores. Sellman schüttelte den Verfolger ab, flankte nach innen, wo ein Leinefelder dane-bensenste. Reinecke hatte alle Zeit der Welt zur Markierung seines dritten Treffers. Dei nächste Versuch ist auf dieselbe Weise und durch dieselben Akteure geschehen, aber der Torwart rettete im letzten Moment. Dann zielte Seilmann knapp neben den Pfosten. Als Christian Apel von links zur Mitte rannte, wurde er gefoult. Freistoß. Entfernung 20 Meter. Halblinks. Keeper Winter dirigierte seine Abwehr. Sascha Iffarth läuft an und ver- wandelt den Freistoß im Stil von Günter Netzer mit einem Heber über den Gästeblock hinweg direkt ins Netz – 4:2 (72.). Union stürmte weiter. Zu offen. Plötzlich liefen zwei Leinefelder allein auf weiter Flur, und Werner zirkelte den Ball vorbei an Rink ins lange Eck – 4:3 (82.). Hände schütteln vorher und Rosen hinterher für den Kapitän. Jens Kaiser geht von Bord.

Der FC Union Mühlhausen spielte mit: Rink, Kaiser, Schönheit, Beilfuß, Harte, Orschel, Riemann, Iffarth, Hilbrecht (68. Apel), Sellmann, Reinecke

Der SC Leinefelde spielte mit: Winter; Wummel (72. Raabe); Wegener (67. Schmidt); Schuchardt; Jagemann (Brömme (63. Winkel); Rhein; Keppler; Werner; Munser; Siegmund