Samstag, August 19
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Testspiel: FC Union – Germania Wüstheuterode 2:1 (0:0)

Spielbericht von Wolfgang Marr

Quelle www.thueringer-allgemeine.de

T.: 1:0 Gallien (47./FE), 1:1 Zimmer (58.), 2:1 Gallien (63./FE). SR: Möschl (Bad Langensalza). Z.: 100

Zufriedenheit im Trainergesicht macht sich anders bemerkbar. Und so war Union-Chef Bodo Liebetrau höchstens mit dem 2:1-Resultat seiner Mühlhäuser Landesklasseelf gegen den Bezirksligisten Germania Wüstheuterode zufrieden. Der Anfang der später teils hitzigen Partie lebte von der Hoffnung. Rink zeigte keinerlei Probleme beim ersten Gastversuch. Auf der Gegenseite verhinderte das Metall des Querbalkens einen erfolgreichen Gastgeber-Auftakt nach Maß nach Mai’s Schuss auf Vorlage von Iffarth und Zahn. Und ebenso wurde der Nachschuss von Müller auf der Linie aufgehalten. Was folgte, konnte man nicht als große Offensive bezeichnen. Denn Wüstheuterode stellte seine Viererkette äußerst geschickt, und dabei dicht. Und wenn wirklich freie Schussbahn gewährt wurde, wie bei Mais zweitem Anlauf, hechtete der gute Gille im Gehäuse die Kugel aus der Gefahrenzone. Dann schaute der Schiedsrichter bei einer lupenreine Rückgabe weg, ehe Apel aus dreißig Metern um zwei Meter verfehlte, Zahn seinen Kopfball aus acht Metern über den Balken jagte. Spätestens nach einer Viertelstunde hatte auch der letzte Zuschauer begriffen, dass in der umstellten Gastgeberelf, aus der Stammformation vermisste man Bartsch, Kagramanjan, Reinecke (Urlaub), Beilfuß sowie Riemann (verletzt) keiner richtig explodieren konnte. Iffarth führte umsichtig Regie im Mittelfeld, Gallien spielte den letzten Mann vor dem Torwart sehr solide. Aber dann? So hatte sogar Rink Schwerstarbeit zu verrichten, als nach Kirschke-Freistoß aus 22 Meter seine Faust gerade noch rechtzeitig zuckte. Noch zwei Mal versuchte es Germania mit Solos über rechts, weil man merkte, dass Schlunk nicht seinen besten Tag hatte. Dann wieder Positives, Mai siegte im Sprint. Negativ aus anderer Sicht, Mai wurde nach Ecke von Müller einen Meter vor der Torlinie gestoßen – kein Elfer. Warum? Sellmann handelte sich berechtigt den gelben Karton ein. Halbzeit und Liebetraus lautstarke Forderung einfacher spielen. Berechtigt. Dazu die vereinbarte Hereinnahme von Kummer, dem Rückkehrer im Sturm, der einen Meter vor der Strafraumgrenze gefoult wurde. Den Freistoß führte Iffarth aus, wie vom Blitz getroffen, zuckte über den Köpfen der Mauer eine Hand heraus. Berechtigt Elfer, den Gallien, trotz Torwartberührung, verwandelt – 1:0 (47.). Dann überschlugen sich eine Weile die Ereignisse. Kummer foulte, zwar nicht absichtlich, aber robust. Verteidiger Thunert brüllte vor Schmerzen, man rechnete schon mit dem Krankenhaus, aber zwei Minuten später spielte er weiter und leistete sich zwei Schauspieleinlagen. Der Referee zückte vorher Gelb für Kummer und schickte ihn raus. Kurze Zeit später regierte der nun für Rink haltende Behn reflexartig, als Marschall vor ihm auftauchte. Dann stellte Behn bei einem Freistoß nur vier statt sechs Leute in die Mauer. Resultat: Käpt’n Zimmers Freistoß landete zum 1:1 (58.) vom Schützen aus im linken unteren Eck. Zuvor hatte Hilbrecht Gelb kassiert. Wüstheuterode wirkte zehn Minuten offensivfreudig, allerdings hörte man immer wieder Trainer Preis Ruf: Nehmt euch zurück, womit er nichts anderes, als Aggressivität meinen konnte. Union machte, warum immer, diese Spielweise mit, schürte sogar das Feuer. Als aber Robert Scholz, der für Kummer eingewechselte Junior im Strafraum zu Boden gestoßen wurde. zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt, was er zuvor im Mühlhäuser Strafraum bei gleicher Sachlage nicht getan, sondern auf Abseits entschieden hatte. Gallien trabte zum zweiten Mal nach vorn, verwandelte eiskalt in die vom ihm aus rechte untere Ecke – 2:1 (63.). Gille hat da das Nachsehen. Beim nächsten 25-Meter Knaller von Hilbrecht entschärfte er dessen Wirkung. Auch Schönheit’s Kopfball nach schönem Zug über Müller und Sellmann brachte keinen weiteren Jubel.

FC Union Mühlhausen: Rink (46. Behn), Schlunk, Schönheit, Gallien, Iffarth, Sellmann Zahn, Mai (46. Kummer / 53. Scholz), Müller, Apel, Hilbrecht.Iffarth