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1. Runde im Oddset-Landespokal: FC Union – SV Fahner Höhe 1:1 (5:4 n.E.)

Teuer bezahltes Weiterkommen

Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Ostrin (Eisenach)
Torfolge: 1:0 Reinecke (41.); 1:1 Polasek (51.)

Der FC Union spielte mit: Behn; Schönheit (83. GRK); Sellmann; Bartsch (GK); Schlunk; Iffarth; Kagramanjan; Morosov (33. Müller GK); Zahn; Mai (10. Kummer 112. Scholz)

Der FC Fahner Höhe spielte mit: Mehler; Rosenstengel (GK); Harnisch (GK); Laufer; Hartung (65. Skibbe); Fojtik (GK) 46. Schäfer; Geisler; Knäbe (GK); Hartung; Oslar (RK); Polasek (GK) 116. Gensbügel (GK)

Das erste Pflichtspiel der neuen Saison sah die Unioner am Ende als (un-) glücklichen Sieger. Zwar gewann man gegen das Landesklassenteam aus der Oststaffel, jedoch landeten zwei Unioner schwer verletzt im Krankenhaus. Aber zunächst zur Chronologie des Geschehens. Der FC Union begann selbstbewußt mit sehenswerten Kombinationen. Wolfang Mai’s Chance nach 8 Minuten, als er von Reinecke frei angespielt wurde, mußte eigentlich bereits das 1:0 bedeuten. Gästekeeper Mehler konnte jedoch Mai’s Schuß noch zur Ecke lenken. Bereits beim nächsten Unionangriff verletzte sich dann Mai schwer, als er elfmeterreif im Strafraum per Check zu Fall gebracht wurde – Endergebnis: Krankenwagen und Schlüsselbeinbruch. Weitere rüde Attacken der Gäste fanden durch Schiedsrichter Ostrin keine entsprechende Ahndung – so auch eine klare Tätlichkeit an Sellmann (vor den Augen des Linienrichters), als dieser per „Brustschlag“ zu Fall gebracht wurde. Hier hätte es bereits zwingend „Dunkelrot“ statt Gelb geben müssen. Als nächsten Unioner erwischte es in der 32. Morosov, der nach einem Kopfball bewußtlos liegen blieb. Was war passiert ? Ohne erkennbare Chance an den Ball zu kommen stieg sein Gegenspieler hoch und beide schlugen mit den Köpfen aneinander. An dieser Stelle sei angemerkt, daß sicherlich in dieser Szene keine Absicht vorlag, wohl aber ein gutes Stück Übermotivation – Endergebnis Krankenwagen und stationärer Krankenhausaufenthalt für Morosov. Erst jetzt, als ihm die Spielkontrolle zu entgleiten drohte, begann der Schiri etwas konsequenter zu pfeifen, fällte aber in der Folge hüben wie drüben weitere seltsame Entscheidungen. Ach ja, es wurde auch noch Fußball gespielt. Nach einem Strafraumfoul an Schönheit zeigte Ostrin in der 41. auf den Punkt. Reinecke vollendete sicher zum hochverdienten 1:0. Aber so richtig freuen mochte sich keiner. Was folgte, war eine zweite Halbzeit mit einer überängstlichen Unionelf, kaum noch Spielfluß, wen wunderte es – dies nutzten die Gäste in der 51. Minute, als Radek Polasek aus 8 Metern von halblinks zum 1:1 einschob. Die nächste erwähnenswerte Szene war in der 60. die Herunterstellung des Gästestürmers Oslar, nachdem dieser nach einem völlig überflüssigem Foul an Torwart Behn zunächst Gelb und kurz darauf Rot sah.
Die Partie quälte sich in der Folge dahin. Schönheit’s gelbe Karte in der 65. sollte für diesen noch Folgen haben, denn in der 83. sah er nach einem weiteren Foul die Ampelkarte.
Die 150 Zuschauer sahen dann in der Verlängerung jeweils eine Großchance auf beiden Seiten. Behn im Uniontor konnte zunächst einen scharfen Schuß aus Nahdistanz halten und in der 119. Minute jubelten eigentlich schon alle Unioner als Bartsch mit einem kapitalen 30-Meter Schuß die Lattenunterkante traf und Zahn das zurückspringende Leder per Kopf ins Tor brachte. Schiedsrichter Ostrin wollte den Treffer schon geben, doch Assistent Ciosna hatte ein passives Abseits von Robert Scholz gesehen.
Anmerkung: Die Fifa hat in ihrer Sitzung am 26.02.05 das passive Abseits abgeschafft. Zitat: „Künftig soll wie vor Einführung der Regel nur dann das Spiel unterbrochen werden, wenn ein Spieler im Abseits steht, der den Ball erhält oder in anderer Art und Weise direkt ins Spielgeschehen eingreift“.

Zurück zum Spiel – das Elfmeterschießen:1:2 Skibbe; 2:2 Kagramanjan; 2:3 Knäbe; 2:3 Schlunk (vorbei); 2:3 Schäfer (Pfosten); 3:3 Reinecke; 3:4 Harnisch; 4:4 Bartsch; 4:4 Mehler (drüber); 5:4 Iffarth