Donnerstag, August 17
Mühlhausen/Thür.
24°C

News

LK-West 2005/2006: Glücksbrunn Schweina – FC Union 2:1 (1:0)

Schweina – FC Union 2:1 (1:0)

Schiedsrichter: Bauroth (Benshausen) Zuschauer: 300

Die SG Glücksbrunn Schweina spielte mit: Wugk, Eckelt, Reum, Schmidt, Pfeifer, Schmidt-Henning, Kolk, Walther, Voigt, Harnack, Schellenberg

Der FC Union spielte mit: Rink, Schlunk, Schönheit, Beilfuß (41. GRK), Bartsch (GK), Iffarth, Kagramanjan, Zahn, Sellmann (65. Müller), Kummer, Reinecke

Die Unioner haben in den Auftaktpartien einfach kein Glück. Trotz einer guten Leistung verlor das Liebetrau-Team in Schweina mit 1:2 – Halbzeitstand 0:1. Der FC schlug gegen die Gastgeber die feinere Klinge und hatte über weite Teile der Partie zwar ein Übergewicht, nutzte aber seine Chancen nicht konsequent. Trotzdem enttäuschte die Union-Mannschaft keinesfalls. Selbst nach der unnötigen Herunterstellung von Beilfuß nach 40 Minuten wegen wiederholtem Foulspiel und dem Torgeschenk in der 42., als Reinecke in die herauslaufende Unionabwehr einen Rückpaß spielte und sich ein Stürmer der Gastgeber „bedankte“, spielten die Mühlhäuser weiter nach vorn und waren jederzeit ihrerseits gefährlich. Die Gastgeber setzten auf Konter und hatten ihrerseits einige gute Möglichkeiten. Selbst nach dem 2:0 nach 55 Minuten machte der FC Union in Unterzahl mächtig Druck und kam zum hochverdienten Anschluß durch Müller nach 75 Minuten. Die Gastgeber waren am Ende stehend K.O., brachten aber den Sieg über die Zeit.

Schräglage nicht korrigiert / Schweina – Union Mühlhausen 2:1 SCHWEINA.

Union Mühlhausen hat am Dreizehnten einen klassischen Fehlstart hingelegt. Nicht nur einen, gleich zwei. Erst eine Buspanne zur Abfahrt und dann der Ausrutscher mit der 1:2-Niederlage beim Landesklasse-Neuling Glücksbrunn Schweina. Die Erwartungen waren hoch, vielleicht zu hoch, zumal Union in der Vorbereitung nur einmal, Mitte Juli in Haldensleben (2:3) verloren hatte. Von der Form der vorher siegreichen beendeten Landespokalpartie gegen den FC Fahner Höhe (5:4) wurde wenig in die erste Hälfte des Serienauftaktes mitgenommen. Mühlhausen startete mit einer auf zwei Positionen veränderten Formation. Ronny Rink hütete den Kasten, vorab, er verhinderte Schlimmeres, und Jens Beilfuß rückte wieder auf die linke Seite im defensiven Mittelfeld. Das brachte dem Gast kein Glück, denn nach einem eher harmlosen Foul zeigte ihm Schiedsrichter Ralf Bauroth (Benshausen), nach einer Viertelstunde Gelb und nach einer weiteren die gelb-rote Karte. Somit spielte Mühlhausen eine Stunde zu zehnt. Schweina agierte in der Anfangsphase unerwartet inhomogen, alles Einzelaktionen, meist über rechts, die selten bis an die Strafraumgrenze führten und wenn dort angekommen, mit harmlosen Schüssen endeten. Wem hatte der Platzsprecher also einen Gefallen getan, als er von großen Namen und der kampfstarken Gästeelf gesprochen hatte? Sicher nicht den eigenen Leuten. Irgendwann meinte der Glücksbrunn-Trainer zum Reporter, wir können nur lernen, wir müssen unsere Chancen aber besser nutzen. Er meinte damit garantiert nicht die zum 1:0 für Schweina führende Möglichkeit. Vorerst aber diktierte Union das Spielgeschehen, Swen Zahn setzte einen Kopfball nach Freistoß von Sascha Iffarth auf den Querbalken und Iffarth wuchtete einen 25-Meter-Freistoß so geschickt nach innen, dass Schweinas Keeper Wogk im letzten Moment mit einer Faust an den Pfosten und zur Ecke abwehren konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Dominique Sellmann, der wieder auf allen Positionen dank seiner Schnelligkeit zu finden war, zwei Fouls, und die nicht von der leichten Kategorie, eingesteckt. Dennis Bartsch, der Libero spielte, der sich aber immer wieder mit in den Angriff einschaltete, hatte auch ein Signal aus 25 Meter gesetzt. Alles ohne Wirkung – Schlunks Schuss genauso wie Iffarths Querpass, den keiner verwertete. Wirkung zeigte erst die Kartenfarbe. Denn kurz darauf leistete sich Stürmer Frank Rei-necke, der einmal bei einem abgefälschten 25-Meter-Schuss auf sich aufmerksam machte, eine Schaltsekunde mit katastrophaler Wirkung. Fast an der Mittellinie in der eigenen Hälfte produzierte er eine gestochen scharfe Rückgabe, in die der Schweinaer Stürmer Michael Schmidt spritzte, sofort schaltete, die Versuche von René Schönheit und Dennis Bartsch ignorierte und zum 1:0 (38.) vollendete. Das Publikum war aus dem Häuschen, und ausgerechnet da leistete sich Bartsch ein Foul, Kategorie mittlerer Art, der Schiedsrichter zeigte Gelb. Konsequent. Solche hatte er vorher vermissen lassen, als er ein Schweinaer Stoßen im Strafraum auf der rechten Seite nicht ahndete. Das wäre insofern nicht von Wichtigkeit, wenn nicht Referee Bauroth in der zweiten Hälfte eines der gleichen Kategorie, gleiche Stelle, andere Seite, mit Strafraum geahndet hätte. Der Stürmer grätschte und Bartsch wollte mit dem Ball nach vorn laufen. Stoßen? Jedenfalls zeigte sich Keeper Ronny Rink als Meister seines Faches, als er den halbhoch nach halblinks angesetzten Schuss glänzend abwehrte. Er hatte eine Stunde nach Anpfiff mehrere Attacken zu überstehen, als er bei zwei Kontern mit dem Fuß an der Strafraumgrenze und bei Eingaben mit den Fingerspitzen nach unten tauchte. Nach einem Fehler von Schönheit und der Annahme Abseits spielte Schweina den Ball nach innen, wo Schellenberg flach ins kurze Eck zum 2:0 (65.) vollendete. Die Erhöhung brachte trotzdem keine Ruhe in die Gastgeberreihen, die in den letzten zwanzig Minuten stehend k.o. schienen, offensichtlich der Kräfteverschleiß. Union stand minutenlang mit allen Feldspielern in der gegnerischen Hälfte. Doch es reichte nur zur Verkürzung, als Einwechsler Marcel Müller, der für den zuvor nochmals am Oberschenkel getroffenen Sellmann auf den Rasen geschickt worden war, von rechts wieder ein Solo startete, der Ball bereits die Linie überschritten hatte, ehe die Abwehr erfolgte, so dass der Assistent nach vorn zeigte (2:1 / 70.). Zu mehr fehlte Substanz, auf der Bank Torhüter Marko Behn, sein Bruder Tobias aus der Zweiten.