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LK-West 2005/2006: FC Union – SC Leinefelde 0:3 (0:2)

Schiedsrichter: Brenn (Oberrohn) Zuschauer: 250 Torfolge: 0:1 Madeheim (4.), 0:2 Weinrich (6.), 0:3 Brömme (FE-62.)

Betrachtung von Wolfgang MARR Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Es geht kaum schlimmer / Fußball, LK West: Union Mühlhausen – SC Leinefelde 0:3

Worte der Katastrophe in die eine Richtung und der Komplimente in die andere. Allerdings, so leicht hatte sich der SC Leinefelde den 3:0-Sieg in der Landesklasse West bei Union Mühlhausen im Aue-Stadion nicht vorgestellt. Binnen zwei Minuten war nach fünf Minuten Spielzeit alles erledigt. Chronologisch: Eine Eingabe von rechts landete direkt auf dem Fuß von Sven Zahn. Der Union-Stürmer lief drei Schritte und zielte aus 12 Mitte genau in die fangbereiten Arme von Keeper Winter. Eben harmlos. Gegenzug. Dann wurde ein Freistoß der Gäste von links zur Ecke abgewehrt, die noch erfolglos blieb. Kurz darauf Freistoßpfiff. Von rechts schwebte der Ball Richtung Strafraum, wo sich Pascal Madeheim hochschraubte und unbedrängt die Kugel mit dem Kopf zum 0:1 (3) im langen unteren Eck, unhaltbar für Union-Schlussmann Rink versenkte. Mit diesem Ronny konnte man wenigstens Mitleid haben. Denn kurz darauf war er erneut machtlos, als nach konzertierter Fehleraktion von Gallien, Kummer und Beilfuß Martin Weinrich der Ball von der Mitte auf rechts zugespielt wurde, er einige Schritte trabte und mit Flachschuss ins lange Eck das 0:2 (5.) markierte. Wiederum im Zwei-Minuten-Takt kassierte Beilfuß als Erster Gelb. Das zweite Gelb für Union folgte später nach Foul im Strafraum für Sellmann, zu dessen Ehrenrettung man aber formulieren muss, dass er zu den wenigen Kickern gehörte, die eine befriedigende Leistung anboten. Jedenfalls zeigte der sichere Schiedsrichter Sebastian Brenn auf den Elfmeterpunkt und von dort verwandelte Christian Brömme, entgegen der Auffassung seines Torwartes Winter, „den kriegt er nie rein“, diesen Strafstoß zum 0:3 (66.). Das ist zu einem eher unerheblichen Zeitpunkt geschehen. Zwar holte sich Union nach der Pause eine Viertelstunde lang leichte Feldvorteile, aber die sichere Abwehr der Leinefelder gestattete weiter kein Durchkommen. Längst war Frank Reinecke zur Pause in der Kabine geblieben. Er wollte wegen Erkältung nicht spielen, er zeigte sich als Totalausfall. Nicht nur er, auch Hagen Gallien war von sonstigem Niveau Meilen entfernt. Im Mittelfeld schleppte Sascha Iffarth Bälle, leistete sich, wie fast alle, aber auch Fehlanspiele. Seine Freistöße gelangten zwar meist zum eigenen Mitspieler, was die aber daraus machten, forderte den Begriff kläglich geradezu heraus. Bartsch, der vor der Abwehr agierte, verblasste in der Wirkung genauso wie eigentlich alle. Es grassierte die Angst. Ausgenommen die solide Vorstellung von Stefan Kummer hinten. Dort ist er besser aufgehoben. Ausgenommen auch Marcel Müller, der mit seinem Talent aber erst in der zweiten Hälfte auf der linken Außenbahn besser zur Geltung gelangte und mit einem Schrägschuss in der Schlussphase Keeper Winter zu einer Glanztat im Hechtsprung herausforderte. Ausgenommen auch Robert Walter, der nach der Pause für seinen ersten Pflichtspieleinsatz bei den Männern gebracht wurde und keineswegs enttäuschte, weil er kämpfte und Vorlagen lieferte. Dann spielte noch Pech mit, als Morosow eine Ecke brachte, Zahn köpfte und Winter mit dem Fuß auf der Linie klärte. Union geht schweren Zeiten entgegen.

Mühlhausen: Rink, Schönheit (63. Morosow), Beilfuß (G), Gallien, Sellmann (G), Iffarth (80. Kagramanjan), Zahn, Kummer, Bartsch (G), Müller, Reinecke (46. Walter).