2. Runde Landespokal: FC Union – FC RW Erfurt II 3:2

2. Runde Landespokal: FC Union – FC RW Erfurt II 3:2

Zuschauer: 480 Schiedsrichter: Kruse (Hundeshagen) Torfolge: 1:0 Reinecke (19.), 1:1 Kiehn (60.), 2:1 Gallien (66. HE), 3:1 Morosov (71.), 3:2 Ullmann (79.)

Spielbericht von Claudia Bachmann
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Nun gegen Pößneck – Die Unioner waren früh zum Scherzen aufgelegt. Denn das, was sie außerhalb der Kabine und neben dem Hartplatz noch wenige Stunden vor dem Spiel gesagt hatten, bestätigte sich im Spiel nicht. Früh gelang die Führung durch Frank Reinecke – und Union schaffte, was der Verstand nur bedingt wollte, das Weiterkommen.
Der kommende Samstag spielte in den Köpfen eine große Rolle: Dann schon erwartet Union den nächsten Pokalgegner, wieder einen Oberligisten, den aus Pößneck. Ein enormer Kraftakt für eine Mannschaft, die jeden Zähler aus den Landesklasse-Punktspielen braucht, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Den ersten Warnschuss freilich setzte Erfurt, eine Kopfball-Bogenlampe des besten Rot-Weißen, Nico Kiehn, an die Lattenhinterseite (4.). Mühlhausen stand von Beginn nahezu vollzählig diszipliniert in der eigenen Hälfte. Vorn störte Artur Kagramanjan frühzeitig Erfurts Aufbau. Auch die erste Ecke hatte Union: Sellmanns Kopfball ging allerdings übers Tor. In der gesamten ersten Hälfte hatte Erfurt, das das Spiel machte und viel mit hohen Bällen und Flanken arbeitete, keine hundertprozentigen Möglichkeiten. Die Schüsse gingen teils deutlich über das Behn-Tor in Richtung Parkplatz, und Trainer Bodo Liebetrau, schon früh zum Scherzen aufgelegt, fragte: „Oh, wo steht mein Auto?“ Liebetrau gab sich in der ersten Hälfte locker, lobte viel. Er hatte Grund zum Strahlen, vor allem über die Leistung seines Angriffstrios Kagramanjan, Reinecke und Sellmann. „Der Artur hat wohl von den armenischen Bergen geträumt“, scherzte er angesichts der Laufbereitschaft, die der kleine Mann im zweiten Spiel in drei Tagen zeigte. Schon in der 19. Minute leistete Morosow auf der linken Seite die Vorarbeit für Reinecke, der den Torwart ausdribbelte und von rechts völlig unbedrängt die Führung erzielte. Konterchancen boten sich Union auch im weiteren Verlauf (Morosow, Sellmann). Und in der 49. zappelte der Ball schon zum zweiten Mal im rot-weißen Tor, Reineke, der den Konter abschloss, stand aber knapp im Abseits. Erfurt boten sich in der zweiten Hälfte mehr Räume. Denn den Mühlhäusern war anzumerken: Die Kräfte schwanden, um dem Gegner auf den Füßen zu stehen. Doch Gallien, er war kaum eingewechselt, kam nach einer Eingabe von rechts frei zum Schuss – doch übers Tor. Die Erfurter, nun mit mehr Platz, glichen in der 60. durch Kiehn aus – ins linke untere Eck, ein Schuss, bei dem Behn nicht gut aussah. Das Kontern aber klappte auch weiterhin: In der 66. gab es einen Handelfmeter, den Hagen Gallien verwandelte (2:1). Eine Ballstafette über Iffarth und Kagramanjan nutzte schließlich Morosow, der von der Strafraumgrenze abzog (70. / 3:1). Der schlug dann nur noch die Hände vors Gesicht vor Überraschung über die nie für möglich gehaltene Führung. Erfurt besorgte Behn nun einen arbeitsreichen Nachmittag. Aus Nahdistanz musste er sich auszeichnen, schnell den Winkel verkürzen, konnte aber nicht verhindern, dass wenig später Rot-Weiß eine Freistoß-Kombination von der rechten Strafraumecke traumhaft sicher verwandelte (Ullmann/78.). Wie im Training. Nach Sellmann-Heber setzte Erfurt einen Freistoß knapp übers Tor, einen hielt Behn, angelte sich auch einen Abpraller. – Da zählten die Union-Fans nur noch die Sekunden.

Der FC Union spielte mit: Behn; Schlunk, Beilfuß, Iffarth (78. Apel), Kummer, Kagramanjan, Zahn, Müller, Morosow, Sellmann, Reinecke (52. Gallien)


Der FC Rot-Weiß Erfurt II spielte mit: Bach, Gauder, Gerke, Habichhorst, Kühne, R. Müller, Kiehn (68. Sander), Franz, Heim (54. Braunschweig), R. Fischer, Ullmann