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Landespokal 3. Runde: FC Union – VFB Pößneck 0:3 (0:1)

Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Stefan Weber (Eisenach)
Torfolge: Woitha (45.), 0:2 Kühne (69.), Woitha (81.)

Nach der Pause mehr Mut

Spielbericht von Claudia Bachmann
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Fußball, Landespokal: Union Mühlhausen – Pößneck 0:3 (0:1)

Kraft zur Überraschung fehlte

Drei schwere Spiele innerhalb von acht Tagen waren am Ende offensichtlich zu viel für den FC Union. Allerdings stand die Partie lange Zeit auf Messers Schneide, denn Woitha hatte erst kurz vor der Halbzeit zum 0:1 abgestaubt.
Pößneck war, wie nicht anders zu erwarten, jene Mannschaft, die agierte, Union stand von Anfang an in der eigenen Hälfte. Gefahr für das Behn-Tor ging vor allem von Freistößen und Ecken aus. Doch die Kopfbälle und Schüsse gingen teils weit neben den Kasten. Behn (Rink wurde geschont) wurde in der ersten halben Stunde einzig von einem Nahdistanzschuss von Zimmermann (10.) gefordert.
Doch der Union-Angriff kam nur schwer ins Rollen; das Mittelfeld leistete sich einige Fehlpässe und verlor zu schnell die Zweikämpfe (Kummer, der später ausgewechselt wurde, und Sellmann). So blieben jene Konter, die gegen Rot-Weiß Erfurt II am Montag stachen, Mangelware. Die gefährlichste Szene kam in der 38.: Bartsch holte einen Freistoß, nahe der Strafraumgrenze; Morozows Schuss parierte Okrucky, der den Ball aber nicht festhalten konnte. Morozows zweiten Versuch hielt der Pößnecker.
Kurz vor der Pause wurde der Gästedruck größer, beispielhaft dafür eine brandgefährliche Ecke, die aber gleich drei VfBer verpassten. Das erste Gegentor für Union war allerdings eher eine „Gurke“. Zwei Abwehrspieler bekamen den Ball nicht weg, Woitha, der Aktivste der Gäste, nutzte die Eingabe von links zu einem Schuss flach ins kurze Eck.
Nach einer Stunde wurde Union kämpferischer, das Mittelfeld lauffreudiger; Pößneck erlaubte Mühlhausen mehr Platz, um selbst zu agieren. Glück hatte der VfB Pößneck in der 62. Minute, als Iffarth aus Nahdistanz nur den Innenpfosten des Gästetores traf. Dass Union schnell spielen kann, zeigte die 67.: Über drei Stationen hatte man das Feld überbrückt, Kagramanjan, Beilfuß und Sellmann, der aus 18 Meter abzog. Doch zwei Minuten später war der Traum, die Runde der besten Acht zu erreichen, ausgeträumt: Schlunck verlor den Zweikampf und Pößnecks Hurt auf der linken Seite gab in die Mitte zu Kühne (0:2). Gut zehn Minuten später war es wieder Woitha, der aus 20 Meter Entfernung einen Freistoß direkt versenkte.
Der Kampf ums Ehrentor war damit aber nicht aufgegeben: „Selle“ setzte sich auf der rechten Seite durch, doch seine Eingabe verpasste Apel im Strafraum knapp (83.). Ein herrlicher Schuss noch in der 87.: Nach einer Ecke jagt Kleinschmidt den Ball volley Richtung Pößnecker Tor.
Am Ende fehlte auf Seiten der Gastgeber nach den schweren Spielen gegen Geisa und Erfurt II eindeutig die Kraft, um nochmals zuzulegen, resümierten die Union-Verantwortlichen.

Union: Behn, Schlunck, Schönheit, Beilfuß, Iffarth (65. Riemann), Kummer (60. Kleinschmidt), Kagramanjan, Müller (76. Apel), Morozow, Bartsch, Sellmann. Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Stefan Weber (Eisenach).Tore: Woitha (45.), 0:2 Kühne (69.), Woitha (81.).