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1. Mannschaft nur mit 1:1 Remis gegen FSG Salza

Eine große Chance vertan

FC Union – FSG 99 Nordhausen/Salza 1:1 (0:1)

Schiedsrichter: Hoffmann (Sömmerda) Zuschauer:150 Torfolge: 0:1 Schminitzki (25.), 1:1 Schmidt (64.) Die Gastgeber verpaßten eine Riesenchance, sich mit einem vollen Erfolg an die unteren Mittelfeldregionen heranzuarbeiten. Dabei standen die Vorzeichen günstig, denn die Salzaer sind das auswärtsschwächste Team der Staffel. Leider trafen sie aber auch auf die Mannschaft mit der schlechtesten Heimbilanz.Dabei begannen die Gastgeber furios, denn die Zuschauer hatten nach 60 Sekunden den Torschrei auf den Lippen, Schiedsrichter Hoffmann sah aber Nikki Sellmann im Abseits. Schmidt hatte seinen Sturmpartner in Szene gesetzt. Im weiteren Verlauf war die Partie durch Mittelfeldgeplänkel geprägt, Salza fiel nur durch ungefährliche Freistöße auf. Nach 16 Minuten mußte Union-Torwart Ronny Rink erstmals bei einem Schiminitzki-Schuß eingreifen. Die Gastgeber waren mit dem Ziel gestartet, endlich mal wieder zu Hause in Führung zu gehen, das hatte sich aber nach 25 Minuten bereits erledigt. Union bekam den Ball nicht aus der Abwehr heraus, der zu FSG-Angreifer Schiminitzki prallte, dieser zog aus 16 Metern von halbrechts ins lange Eck ab – 0:1. Die Tabellensituation belastetete offensichtlich die Union-Akteure. Statt konzentriert weiterzuspielen, folgten Unkonzentriertheiten am Fließband, die Gästespieler setzen nach, Unions Deckung wirkte desorientiert. Libero Jens Beilfuß versuchte noch zu retten, läuft aber ungestüm in der 26. Schiminitzki über den Haufen, der Schiedsrichter pfeift Elfmeter. Die Situation erinnerte an das Oberland-Match, als die Platzherren eine ansprechende Leistung in 120 Sekunden wegwarfen und zwei Tore kassierten. Diesmal hatten die Liebetrau-Schützlinge Glück, zwar schickte Verkouter Unions Keeper Rink in die falsche Ecke, das Leder aber auch über einen Meter(!) am Tor vorbei. Von da an bekamen die Platzherren wieder Oberwasser. Im Mittelfeld setzte Dennis Bartsch Impulse. Zunächst spielte er sich glänzend links zur Grundlinie durch, an seiner scharfen Eingabe rutscht Artur Kagramanjan um Zentimeter vorbei (34.). Sechs Minuten später spielt Bartsch steil auf Sellmann, dessen Flachschuß kann Gästekeeper Bukowski im Nachfassen unter sich begraben. So ging es mit einem Rückstand in die Kabine. Salza hatte nach dem Wechsel durch einen 20m-Knaller von Verkouter die erste Möglichkeit, danach fanden die Gäste bis kurz vor Schluß nicht mehr statt. Die Partie verflachte immer mehr, da auch Union eine Viertelstunde brauchte, um die eigenen Nerven in den Griff zu bekommen. Jetzt erspielte man sich wenigstens Chancen. Bartsch flankt von rechts auf Schmidt, der direkt abzieht – gehalten (58.). Wenig später war der Winkel zu spitz für Schmidt, dessen Schuß von rechts wird von Bukowski noch pariert. Dann wurde der Bann doch gebrochen, Sellmann flankt das Leder in den Strafraum, Schmidt ist per Kopf zur Stelle und sorgt für den mehr als verdienten Ausgleich (64.). Union blieb am Drücker, Gallien hämmerte kurz darauf mit links aus 16 Metern knapp über den Querbalken. Beim nächsten Angriff hatten die Sazaer Glück. Schmidt flankt von rechts in den Strafraum, der Abwehrveruch der Gäste geht knapp über die Latte (66.). Bis in die Schlußminuten blieben die Unioner im Vorwärtsgang, hatten aber bei zwei Kontern der Randnordhäuser auch Glück, das die FSG-Elf an ihrer eigenen Abschlußschwäche scheiterte. Erst rettete Jan Riemann auf der Linie für den geschlagenen Rink, danach verstolperten Verkouter und Schiminitzki (87./89.). Kurz zuvor köpfte der eingewechselte Zahn den Ball aus Nahdistanz dem Gästekeeper in die Arme. Das Happy End für den FC verpaßte der eingewechselte „Dixi“ Müller, der freistehend aus 10 Metern leider zu unplaziert schoß (90.). Für einen kleinen Sprung in der Tabelle war der zweite Heimpunkt der Unioner zu wenig.

Der FC Union spielte mit: Rink,Beilfuß, Gallien, Scholz (46.Schlunk), Kummer, Kagramanjan, Schmidt, Bartsch (GK)(79. Müller), Morosov(64.Zahn), Riemann, Sellmann

Die FSG Salza spielte mit: Bukowski, Nebelung,M. (GK) (43. Ahlert (GK)), Weber, Basse, Hirschelmann, Kachel, Nebelung,H. (GK), Quandt, Gottschalk (90. Seifert), Verkouter, Schiminitzki (GK)