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LK-West 2005/2006: FC Union – FSV Steinbach Hallenberg 1:0

Schiedsrichter: Marcel Unger (Nordhausen) / Tor: 1:0 Kagramanjan (29.) / Zuschauer: 200 /

Der erste Heimsieg / Von Claudia BACHMANN / Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

„Egal, wie. Hauptsache drei Punkte“. Stefan Kummer war beim Gang in die Kabine die Erleichterung anzumerken. Ein Sieg im Duell der Kellerkinder zählt doppelt. Und er war, nach zwei Unentschieden, der erste Heimdreier der Saison. Die erste Viertelstunde auf dem Hartplatz gehörte Union, das von Beginn an versuchte, das Spiel zu gestalten. Sellmann auf der linken und Schmidt auf der rechten Seite rackerten, erkämpften sich die Bälle zum Flanken, erspielten sich selbst Schussgelegenheiten. In der 22. kam nach einer Morosow-Ecke Kummer im Strafraum frei zum Schuss. Steinbachs Abwehr konnte für ihren Torwart gerade noch auf der Linie klären. Der einzige, der in den ersten Minuten nicht zurecht kam, war Artur Kagramanjan; er brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Spätestens nach einer halben Stunde war er drin. Aus 18 Metern zog er in der 31. Minute volley ab, aus der leichten Drehung. Der etwas zu weit vor dem Tor stehende Keeper Nattermann hatte beim Schuss ins lange Eck keine Chance

Union nahm die Zweikämpfe an. Beispielgebend die Szene nach 36 Minuten, als Sellmann sich gegen Kirchner durchsetzte und frei zum Flanken kam; Daniel Schmidt konnte köpfen. Überhaupt: Der junge Kerl verdiente sich bis zu seiner Auswechslung zur Pause die besten Noten beim Gastgeber. Woran es ihm mangelte, das war die Cleverness beim Abschluss. Er hätte schon vor dem Wechsel das zweite Tor besorgen können, als Artur ihn mit einem langen Pass bediente, Schmidt aber den Torwart anschoss. Die Gäste waren nur mit ihren Freistößen gefährlich. Bei einem flach geschossenen musste in der 24. Minute Rink seine einzige Großtat der Halbzeit eins vollbringen. Sein Abwehrchef Beilfuß hatte aber auch dafür gesorgt, dass nicht viele Bälle bis zu ihm durchkamen. Lange Zeit spielte Union mit hohem Laufeinsatz, ehe die Luft knapp wurde. Dennis Bartsch, der aber manchmal zu leicht auszurechnen war, schaltete sich sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite in den Angriffsaufbau ein. Kagramanjan, der im Angriff im Mittelfeld noch den Ball verloren hatte, bügelte seinen Fehler aus und rettete am eigenen 5-Meter-Raum. Die zweite Halbzeit bot allerdings nicht durchgängig jenen Angriffsschwung der ersten, denn Bauer konnte Schmidt nicht ersetzen. Unions Spielanteile wurden geringer. Die Gäste rochen Lunte, und die 200 Zuschauer fühlten förmlich den Ausgleich. Dass der nicht fiel, lag an Rink, der am 5-Meter-Raum gegen Schindler Kopf und Kragen riskierte (67.), und zwei Minuten später am Aluminium, das nach einer Ecke noch den Kopfball abfing. Manko in diesem kampfstarken, aber fairen Spiel: Union schlamperte zu sehr mit seinen Freistößen, die selbst aus aussichtsreicher Position weit übers Tor gingen. Gelb-Rot gab es für Sellmann. Dem wurde in der ersten Hälfte eine Schwalbe angehangen, er war aber geschubst worden, und er sah die zweite Gelbe für ein Foul in der 82.

Der FC Union spielte mit: Rink, Schönheit, Bartsch, Kummer, Beilfuß, Müller, Morosov (74. Reinecke), Zahn, Kagramanjan, Sellmann (82. GRK), Schmidt (46. Bauer)

Der FSV GW Steinbach/Hallenberg spielte mit: Nattermann, Kirchner, Fischer, Endter (74. Reumschüssel 90.RK), Nummer, Keller, Hoffmann, Schindler.S, Luck, Ehrle, Schindler.D (61. Thiem)