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LK-West 2005/2006: FC Union – SG Schweina 2:0 (1:0)

Tor mitten in die Langeweile

In einem mäßigen Landesklassespiel bezwang die Union-Elf den Tabellenletzten Glücksbrunn Schweina durch zwei herrliche Treffer mit 2:0. Damit bestätigten die Gastgeber den Aufwärtstrend vor der Winterpause und knüpften an ihre guten Leistungen in der Vorbereitung an.

Zuschauer: 150 / Schiedsrichter: Patrick Hoffmann (Sömmerda) / Torfolge: 1:0 Bartsch (42.), 2:0 Walter (90.)

Bericht Von Gerd TUPPEIT

Schwierige Bodenverhältnisse auf schneebedecktem Platz und unangenehme Kälte waren die Begleitumstände des Rückrundenauftakts im Aue-Stadion. Bereits in der zweiten Minute wurden die Tücken des Bodens deutlich, als ein harmloser Roller dem Gästetorwart größte Probleme bereitete. Danach passierte zunächst nicht viel. Ein Gästefreistoß von Quade ging knapp vorbei (8.); im Gegenzug wurde ein Schussversuch von Bartsch abgeblockt, und nach zwölf Minuten setzte sich Mai links schön durch, seine Flanke fand jedoch keinen Abnehmer. In der Folge gab es über 20 Minuten nichts Notierenswertes, erst Kolk schuf mit einem Schussversuch wieder etwas Gefahr. Mitten in die Langeweile dann völlig überraschend die Führung der Gastgeber, als ein 25-Meter-Freistoßknaller von Bartsch im Gästetor einschlug (41.).

Ein versöhnlicher Ausklang einer mageren ersten Halbzeit, in der die Gäste sogar die bessere Spielanlage verrieten (stark Spielmacher Harnack), vor dem Tor aber wie Union harmlos waren. Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde für die Gastgeber: Nach langem, von der Union-Abwehr nicht gestörten Solo von Schellenberg wurde dessen Eingabe zwar verwertet, jedoch aus Abseitsposition. Eine sicherlich knappe Entscheidung und Glück für die Gastgeber (47.). Acht Minuten später noch einmal Aufregung im Union-Stafraum, doch Bischoff konnte eine unglückliche Rink-Aktion nicht ausnutzen. Das Spiel blieb danach schwach und beide Torhüter hatten mehr mit der Kälte zu tun als mit gefährlichen Aktionen. Belebung brachte bei Union erst der eingewechselte 17-jährige Walter. Er prüfte in der 68. Minute Wugk mit einem Kopfball. Schrecksekunde dann noch einmal für die Gastgeber, als Bartsch als letzter Mann einen Ball vertändelt. Der eingewechselte Weyh kann jedoch kein Kapital daraus schlagen. Zwei gute Aktionen von Sellmann (78./Kopfball über das Tor, 86./Außennetzschuss) waren bis in die Schlussphase das einzig Erwähnenswerte. Dann jedoch der Höhepunkt des Tages: Walter nimmt einen Pass mit dem Rücken zum Tor an und nach einer schnellen Körperdrehung jagt er den Ball vehement ins linke Dreieck. Ein Klassetor des Nachwuchstalents und natürlich die Spielentscheidung. Schließlich erhielt Reum (Schweina) noch Rot für ein „Frustfoul“ (91.), dann erlöste Schiedsrichter Hoffmann Spieler und Zuschauer mit dem Schlusspfiff. – Noch etwas bleibt leider nachzutragen: Im Gegensatz zu dem, mit Ausnahme der letzten Aktion, fairen Auftreten der Gäste stand das Verhalten ihrer mitgereisten Zuschauer. Wie bereits in Schweina wurden Zuschauer, Schiedsrichter und vor allem die ausländischen Union-Spieler auf das Übelste beleidigt und provoziert. Als dann schließlich auch noch Knallkörper gezündet wurden, hätte man sich zumindest einen Hinweis des Ordnungsdienstes erhofft, der hätte Präsenz zeigen müssen.

Der FC Union spielte mit: Rink, Schlunk, Bartsch, Schönheit, Gallien, Kummer, Kagramanjan (72. Iffarth), Müller (GK), Morosov (82. Beubler), Mai (57. Walter), Sellmann

Die SG Glücksbrunn Schweina spielte mit: Wugk, Eckelt, Reum (90.RK), Schepf, Pfeiffer, Quade, Kolk, Bischoff (GK), Walther (69. Weyh), Harnack, Schellenberg

Die nachfolgenden Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung der Thüringer Allgemeine Mühlhausen (www.thueringer-allgemeine.de) zur Verfügung gestellt. – Fotos: Daniel Volkmann

 

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Von links: Artur Kagramanjan, Schiedsrichter Patrick Hoffmann, Hagen Gallien und der Schweinaer Matthias Walther

 

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Am Ball Valery Morosov – er hatte wie alle Akteure mit den Platzverhältnissen zu kämpfen.

 

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Der Schweinaer Henrik Reum (Nr.3) bedrängt hier fair Robert Walter. Später sah Reum nach einer Tätlichkeit gegen Sellmann die Rote Karte.

 

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Schwierige Bedingungen für beide Mannschaften auf schneebedecktem Boden (Auf dem Bild: Christian Schlunk liegend und der Schweinaer Patrick Schellenberg)

 

sellmann

Dominique Sellmann hat den Ball erkämpft.

 

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Auf dem Bild Dominique Sellmann im Kampf um den Ball mit einem Gästeaktuer, rechts Rene Schönheit

 

walter

An Einsatz mangelte es auf beiden Seiten nicht. Auf dem Bild springt Robert Walter fair über den Torwart der Gäste.