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LK-West 2005/2006: FC Union – SV Empor Erfurt 0:1 (0:0)

Schiedsrichter: Rene Schmidt (Sondershausen) / Zuschauer: 120 / Tor: 0:1 Wisoki (66.)

Die wenigen Zuschauer sahen in der ersten Stunde eine Partie ohne große Höhepunkte. Erwähnenswert lediglich Reineckes Schuß an die Querlatte in der 13. Minute. Der zurückspringende Ball wird von einem Erfurter Abwehrspieler beim Versuch zu klären erneut an die Querlatte gesetzt. Ansonsten Erfurt im Spiel nach vorn harmlos und Union planlos im Aufbauspiel, Fehlpässe zu hauf, von einem funktionierenden Mittelfeld war ein weiteres Mal nichts zu sehen. Das Gästetor resultiert aus einer schönen Einzelleistung von Wisoki, der 2 Unioner ausspielt und überlegt einschiebt. Ausgangspunkt war ein gewonnenes Laufduell gegen Mirko Schmidt. Trainer Liebetrau brachte 15 Minuten vor Schluß die 18-jährigen Schmidt und Beubler, dies sollte sofort Wirkung zeigen. Die Erfurter standen jetzt unter Dauerdruck, ein Tor wollte aber nicht mehr gelingen. Nachfolgend der Spielbericht der TA.

Spielbericht von Gerd Tuppeit / Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

In einer schwachen, aber äußerst fairen Begegnung bei widrigen äußeren Bedingungen unterlag der FC Union dem Tabellenletzten Empor Erfurt mit 0:1. Der erstmals wieder mitwirkende Gästetorjäger Wisocki erzielte nach 66 Minuten den entscheidenden Treffer. Für die Gäste ging es in diesem Spiel schon um die allerletzte Chance auf den Klassenerhalt. So war man froh, nach dem Nichtantreten in Leinefelde und zuletzt akuter Personalnot wieder einige Leistungsträger dabei zu haben, vor allem der Wiedereinsatz von Wisocki ließ die Chancen der Gäste steigen. Zunächst jedoch kam der Gastgeber, bei dem auf Grund der Verletzungen von Bartsch und Schönheit erstmals Routinier Mirko Schmidt eingesetzt wurde. Erst verpasste Reinecke eine Kummer-Eingabe knapp, dann traf der gleiche Spieler die Lattenunterkante (6./12.). Die Gäste konterten zu Beginn zaghaft und mit nur wenig Torgefahr. Union war noch durch Mai (18./37.) und Beilfuß (Fernschuss in 27. Minute) gefährlich. Insgesamt fehlte jedoch der Zug im Spiel. So wurde Empor mutiger und hatte durch Maulhardt, Jagana (Kopfball) und Strauß (Freistoss) gute Szenen. Nach dem Wechsel hofften die Besucher auf eine Steigerung der Gastgeber und Kagramanjan begann gleich mit einem guten Hinterhaltschuss (46.). Das war’s aber auch schon und so konnten die Gäste über den starken Kahlert, Wisocki und Czekalla gefährliche Konter aufziehen. Einen davon nutzte Wisocki, als er nach Pass von Dörner zwei Abwehrspieler verlud und überlegt zum 0:1 einschob (66.). Nun folgte das erwartete Anrennen der Gastgeber, aber die Angriffe wurden zu planlos und unpräzise vorgetragen. Stereotype hohe Flanken waren an diesem Tag das falsche Mittel. So machte man es den Gästen leicht, ihren Vorsprung zu verteidigen und sogar noch durch Kahlert und Maulhardt (67./ 68.) torgefährlich zu werden. Gefährlich für die Gäste wurde es noch einmal in der 81. Minute, als nacheinander Reinecke, D. Schmidt und Gallien (Kopfball) die Ausgleichschance vergaben. Selbst als es wie zu Beginn des Spiels erneut wie aus Kübeln goss, vermochten es die Unioner trotz ständiger Bemühungen nicht, die sichere Gästeabwehr zu überwinden. So zogen enttäuschte Zuschauer durchnässt nach Hause und diskutierten noch lange nach dem Spiel die schwache Vorstellung. Die kleine Negativserie sollte schnell verarbeitet werden, um für das Duell am Mittwoch (18.30 Uhr) beim starken Aufsteiger Siemerode wieder gerüstet zu sein.