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LK-West 2006/2007: SV EK Veilsdorf – FC Union 0:0

Zuschauer: 155
Schiedsrichter: Sören Lumm (Rauschwitz)

Spielbericht von Michael Jakob

Gerechte Punkteteilung

Die Unioner reisten ohne Gallien, Riemann, Reinecke und Stolze in das fast 3 Busstunden entfernte Veilsdorf. In einer umkämpften Partie trennte sich der Spitzenreiter bei äußerst schwierigen Platzverhältnissen im Veilsdorfer Weihbachgrund am Ende torlos vom Gastgeber. Beide Mannschaften hatten auf dem tiefen, seifigen Platz, der mit zunehmender Spielzeit am Rande der Bespielbarkeit war, immer wieder mit Standproblemen zu kämpfen und sehenswerte Aktionen blieben Mangelware. So war es nicht verwunderlich, dass die Anfangsminuten von vielen Zweikämpfen geprägt waren.
Den ersten Hochkaräter verzeichneten die Veilsdorfer in der 11. Minute, als eine weite Flanke der Gastgeber zu D. Hoffmann kommt und dieser plötzlich allein vor Rink steht. Anstatt zu schießen, entscheidet der sich aber zum Querpass auf den besser postierten Mitspieler und Bartsch kann klären. Die Mühlhäuser brauchten etwa 20 Minuten um nach der von viel Hektik geprägten Anfangsphase eigene Akzente zu setzen und übernehmen nun zunehmend die Spielkontrolle. Die erste Unionchance ist dann aber gleich ein Hochkaräter, Daniel Schmidt setzt sich in der 21. Minute links durch, die folgende Flanke erreicht Mai, dessen Kopfball an die Latte klatscht. Mai erkämpft sich nochmals den zurückspringenden Ball, trifft aber freistehend aus 7 Metern mit seinem schwachen linken Fuß neben das Tor. Nach 26 Minuten haben die Unioner dann erneut den Torschrei auf den Lippen. Nachdem Kummer im Vorwärtsgang auf der rechten Seite gefoult wurde, erreicht sein Freistoß in der 26. Minute D. Schmidt, der per Kopf ins Tor trifft. Der Treffer wird aber wegen umstrittener Abseitsstellung nicht gegeben.
Die Gastgeber kommen in dieser Phase lediglich bei 2 Freistößen zu nennenswerten Aktionen. Bringt der erste Freistoß in der 33. noch keine Gefahr, so lenkt Rink in der 38. den scharfen 22-Meter-Schuss von Balleininger über die Latte. In der 40. setzt sich der nach anfänglichen Problemen stärker werdende Matschiner rechts durch, seine Maßflanke erreicht Mai,
der aus 10 Metern sofort abzieht, Müller im Gastgebertor verhindert aber mit tollem Reflex
das 0:1.
Nach dem Wechsel prüft D. Schmidt in der 47. per Kopfball nochmals Keeper Hoffmann. Dann dauert es bis zur 64. ehe erneut D. Schmidt nach Beilfuß-Flanke Hoffmann aus Nahdistanz prüft.
Die aufgrund der Platzverhältnisse immer zerfahrener werdende Partie wird nun immer mehr von vielen Einzelaktionen und Unterbrechungen geprägt. Konstruktiver Spielaufbau  ist kaum noch möglich. Unionkeeper Rink zeichnet sich nochmals in der 73. aus, als er nach Steilpass dem durchgelaufenen Kapitän der Veilsdorfer, Keller, den Ball vom Fuß nimmt. In der 76. zieht Balleininger aus 40 Metern einfach mal ab, sein Verzweiflungsschuss landet für alle überraschend auf der Torlatte der Unioner. 10 Minuten vor Schluss spielt sich nochmals D. Schmidt rechts durch, dessen Eingabe kommt über den Torwart im Fünfmeterraum zum eingewechselten Müller. Im letzten Moment wird dieser aber geblockt. Die Unioner versuchen in den letzten Minuten nochmals alles, die Gastgeber setzen dem unbändigen Einsatz entgegen. Trainer Liebetrau’s Kommentar nach dem Spiel: „Man muss auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“ ist nichts hinzuzufügen, zumal einige der ärgsten Verfolger des Spitzenreiters völlig leer ausgingen.

Der SV EK Veilsdorf spielte mit: Müller,A; Otto (64. Leipold); Keller; Kreußel; Balleininger; Langguth (GK); Höfer; Goldschmidt; Thiel (64. Wirsing); Trier; Hoffmann,D.

Der FC Union spielte mit: Rink; Bartsch; Beilfuß (GK); Kummer; Zahn; Kagramanjan (GK); Schmidt,M. (58. Müller); Mai (78. Ilgmann); Matschiner (GK); Sellmann; Schmidt,D.

[IMG=center]../Bilder/pics/1M-2006-2007-Veilsdorf-Union-Bartsch_s.jpg[/IMG] [CENTER]Dennis Bartsch (Nr. 15) organisierte de Abwehr der Unioner[/Center]

[IMG=center]../Bilder/pics/1M-2006-2007-Veilsdorf-Union-Freistoss_s.jpg[/IMG] [CENTER]Der Freistoss der Gastgeber wird in der 38. Minute von Keeper Rink im nächsten Moment über die Latte gelenkt[/Center]

Spielbericht aus Gästesicht:
Quelle: www.thueringer-fussball.de

Gerechtes Remis im Weihbachgrund

Gegen den Spitzenreiter aus Nordthüringer zeigten die diesmal „hell wachen“ Veilsdorfer am vergangenen Samstag eine überzeugende Leistung und lassen so die Fans im Weihbachgrund wieder hoffen.
Zwar musste Udo Westhäuser für diese Partie ohne die Unterland-Connection Jank (Gelbsperre), Weikard (Bundeswehr) und Rudzinski (Verletzung) planen doch besonders im defensiven Bereich hatte er an diesem Tage gleichwertige Alternativen gefunden. So befasste sich der diesmal wieder stark auftretende Robin Keller von Beginn an mit dem Topscorer der Gäste Daniel Schmidt und ließ diesem über 90 Minuten kaum von der Leine. Da sich auch Dirk Hofmann mit dem oft theatralisch fallenden Dominique Sellmann rassige Duelle im Mittelfeld lieferte, aus denen der Veilsdorfer meist als Sieger hervorging, konnte sich die gefürchtete Angriffsabteilung der Gäste nicht entfalten. Sowohl die Einheimischen als auch die Unioner suchten zunächst ihre Möglichkeiten über die Außenbahnen und so entwickelte sich trotz schwieriger Platzverhältnisse eine sehenswerte Partie. Bereits nach 10 Minuten landet eine weite Flanke von Dominique Kreußel aus dem rechten Mittelfeld beim links freistehenden Stefan Trier, der aus 10 Metern das Leder nicht richtig unter Kontrolle bekommt. Anstatt zu schießen, entscheidet sich Trier aber zum Querpass auf den besser postierten Mitspieler und so konnte Dennis Bartsch noch in höchster Not klären. Besonders das Veilsdorfer Mittelfeld zeigte in dieser ersten halben Stunde viele gelungene Aktionen in der Aufbauphase, ließ aber in Strafraumnähe den direkten Zug zum Tor vermissen. Natürlich sahen sich besonders die Veilsdorfer Angreifer einer beinhart deckenden Gästeabwehr gegenüber in der sehr lautstark und schlagsicher Jens Beilfuss klug Regie führte. Höchste Alarmstufe auf der Gegenseite als aus einer Spielertraube Wolfgang Mai (22.) per Kopfball nur den Querbalken traf und im Nachschuss den Ball neben den rechten Pfosten des Veilsdorfer Tores setzte. Viele Freistöße zerstörten in dieser Phase oft den Spielfluss, während bei der folgenden Ausführung aus der Distanz Christoph Langguth einige Male knallhart Maß nahm. Hierbei bemerkte Ulli Hoffmann aus Römhild am Rande „der Youngster schießt sich immer besser ein.“. Hofmann hatte als Mitarbeiter im Spielausschuss des TFV vor der Partie die Veilsdorfer im Wettbewerb „WM-Kampagne im Verein“ mit 10 Adidas-Fußbällen ausgezeichnet und beobachtete mit MdL Uwe Höhn sehr aufmerksam das Spiel. Dass er mit seiner Bemerkung Recht behalten sollte, bewies der aufstrebende Langguth (37.) wenig später als er aus 25 Metern einen Freistoß vehement abschoss, doch Ronny Rink mit toller Parade das Leder vor dem Einschlag  noch über den Querbalken bugsierte. Auch sein Gegenüber Alexander Müller im Veilsdorfer Tor konnte sich wenig später mit toller Fußparade auszeichnen, als erneut der von der Veilsdorfer Abwehr oft übersehene Mai (41.) freistehend aus 12 Metern den Torerfolg suchte.
Auch nach dem Seitenwechsel suchten die Gastgeber mit einem laufstark fightenden Roman Thiel im Sturmzentrum die Spielentscheidung und so setzte dieser (50.) mit seinem Schuss aus der Drehung der nur um Zentimeter über das Tor strich ein erstes Zeichen, das aber von seinen Nebenleuten nicht richtig verstanden wurde. Immer besser stellten sich im weiteren Verlauf die Beilfuss, Schmidt und Bartsch auf die oft zu überhastet und ungenau vorgetragenen Angriffe der Gastgeber ein und ließen so im zweiten Abschnitt vor Rink kaum noch etwas anbrennen. Da auch Andreas Höfer seine Abwehr ausgezeichnet organisierte neutralisierte sich die Partie mit nur noch sehenswerten Passagen im ungefährlichen Mittelfeld. Durch viele beinharte Zweikämpfe und daraus folgende Unterbrechungen des durchwachsen pfeifenden Sören Lumm kam  so kaum noch ein konstruktiver Spielaufbau zu Stande und Torchancen blieben in der Schublade stecken. Pech für die Keramiker, als Dirk Hofmann (76.) aus 35 Metern den Gästekeeper zu weit vor dem Tor sah, doch sein Schuss landet nur auf der Torlatte der Unioner. In der letzten Viertel Stunde forderte dann das Spiel  bei äußerst schwierigen Platzverhältnissen kräftemäßig seinen Tribut und ein Tor hätte für beide Seiten die Spielentscheidung bedeutet. Am Ende können zwar die Gäste mit der Punkteteilung besser leben, wobei aber die Gastgeber ihren nicht ganz unzufriedenen Trainer keineswegs enttäuschten.