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LK-West 2006/2007: SV Grün-Weiß Siemerode – FC Union 1:3 (1:3)

Schiedsrichterin: K. Wettmann (Erfurt)
Zuschauer: 370
Torfolge: 0:1 D. Schmidt (8.), 0:2 D. Schmidt (27.), 0:3 D. Schmidt (29.), 1:3 Osburg (40.)

Spielbericht von Gerd TUPPEIT
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de (Lokalteil Mühlhausen)

Auch in Siemerode war der Union-Express nicht zu stoppen. Ein lupenreiner Hattrick von Daniel Schmidt innerhalb von 21 Minuten entschied bereits früh die Begegnung. Mit diesem Sieg baut Union den Abstand zu den ärgsten Verfolgern weiter aus.Auf dem kleinen Platz in Siemerode entwickelte sich von Anfang an ein sehr intensives Spiel. Beide Teams mussten einige Leistungsträger ersetzen, doch Union ging dennoch mit viel Selbstvertrauen ins Spiel. Bereits in der 3. Minute war Rink gefordert. Den ersten der gefürchteten Freistöße von A. Thüne kratzte Rink in großem Stil aus dem unteren Eck. Doch dann kam der Spitzenreiter. Zunächst hält Hottenrott noch gegen Müller, der von Mai freigespielt worden war (7.). Eine Minute später jedoch nutzte D. Schmidt ein Gewühl nach einem Eckball zur 1:0-Führung der Gäste. Ein erneuter Thüne-Freistoß übers Tor war die Reaktion der Gastgeber, dann dominierte weiter Union. Stolze mit sattem 25-Meter-Schuss (22. / gehalten) und Morosov (26. / vorbei) zeigen deutlich, dass Union nichts zu verschenken hatte, dann ist wieder D. Schmidt am Zug.

Zunächst verwandelt er im Nachschuss nach einem Lattenknaller von Mai zum 0:2 (27.), dann schließt er zwei Minuten später ein Solo zum 0:3 ab. Ein weiterer Alleingang von ihm in der 32. Minute wird gerade noch kurz vor dem Tor gebremst.
Eher überraschend und wohl auch etwas glücklich dann der Ehrentreffer der Hausherren. Dölle schießt auf das Tor und der am Boden liegende Osburg fälscht den Ball unhaltbar für Rink zum 1:3 ins Tor ab (40.). Kurz darauf verpasst Hüther einen weiten Einwurf vor das Tor nur knapp. Die letzte Aktion vor dem Wechsel gehörte dann wieder Union, doch Mais Schuss auf Vorlage von D. Schmidt wird gehalten.
Nach dem Wechsel beschränkte sich Union, nun ohne den gelb-rot-gefährdeten Stolze, auf das Verwalten des Vorsprungs. Dabei stand man aber teilweise zu tief, so dass Siemerode zu Chancen kam. Zunächst scheitert T. Leineweber nach Solo am groß reagierenden Rink (68.), dann trifft ein Thüne-Freistoß die Latte (69.). Einen Kopfball von Osburg aus Nahdistanz holt Rink mit Blitzreaktion aus dem Eck (75.), aber nach 77 Minuten wäre auch der an diesem Tage äußerst starke Union-Keeper machtlos gewesen. Kleineberg nimmt eine Hüther-Eingabe direkt und knallt sie an den rechten Innenpfosten. Aber auch hier gilt die alte Fußball-Weisheit: Wenn du oben stehst, hast du auch das nötige Glück.
So geriet der Union-Sieg nicht mehr in Gefahr, zumal Kagramanjan, D. Schmidt und Kowalczyk am Ende doch noch einige gefährliche Konter zeigten und Kummer den Macher Thüne weiter sicher kontrollierte. Angesichts der ersten Halbzeit war es ein verdienter Sieg, aber Union versäumte es im Gefühl der Führung, im zweiten Abschnitt konsequenter nach vorn zu spielen. So brachte man Siemerode unnötig ins Spiel.
Die zahlreichen Zuschauer kamen in jedem Fall auf ihre Kosten und es bleibt zu hoffen, dass auch zu den Heimspielen bald noch mehr Mühlhäuser den Weg ins Aue-Stadion finden. Ein solch guter und ansehenswerter Fußball wie derzeit wurde in Mühlhausen schon viele Jahre nicht mehr gespielt.

SV GW Siemerode spielte mit: Hottenrott; R. Leineweber, Lippold, T. Leineweber, Dölle, Hüther, Rindermann, Kleineberg, Osburg, Honek, A. Thüne (Baumgarten, Bogdzinsky, Fiedler)

Der FC Union Mühlhausen spielte mit: Rink; Stolze, Mai, Kummer, Kagramanjan, Zahn, Müller, Bartsch, Morosov, Riemann, D. Schmidt (Scholz, Matschiner, Kowalczyk)

Spielbericht von Harald Mühlenbeck
Quelle: www.thueringer-allgemeine (Lokalteil Heiligenstadt)

Nervenflattern in ersten 30 Minuten bestraft

Siemerode. (tlz) „Wenn man vorne steht hat man auch das berühmte Quentchen Glück. Das haben wir in der zweiten Halbzeit in Anspruch genommen“, erklärte Mühlhausens Trainer Bodo Liebetrau nach Spielschluss. Mit 3:1 (3:1) setzte sich Tabellenführer FC Union Mühlhausen gestern vor 370 Zuschauer im Spitzenspiel bei Grün-Weiß Siemerode durch. Spielerisch wurde die Partie den Attributen eines Spitzenspiels allerdings nicht gerecht. Zu sehr stand der Kampf im Mittelpunkt, war aber nie unfair.
Im ersten Abschnitt waren die Siemeröder 30 Minuten lang überhaupt nicht im Bilde. Kaum ein Zweikampf wurde gewonnen, die Abwehrreihe produzierte einen Fehler nach dem anderen. Nutznießer war der Mühlhäuser Daniel Schmidt, der die Möglichkeiten zu einem lupenreinen Hattrick in der 10., 24. und 27. Minute dankend annahm. „Das waren ärgerliche Gegentore, weil sie jeweils individuellen Fehlern vorausgingen“, kritisierte Siemerodes Trainer Andre Thüne. Und: „Wir haben die ersten 30 Minuten total verschlafen, waren zu nervös“.
„Auf Grund unserer starken ersten Halbzeit haben wir auch verdient gewonnen“, resümierte zu recht Gästecoach Bodo Liebetrau. Zumal Daniel Schmidt (30.) und Wolfgang Mai (45.) hochkarätige Einschusschancen vergaben. Erst als Manuel Dölle – sein Schuss wurde vom Rücken Christoph Osburg´s ins Netz gelenkt – in der 38. Minute das 1:3 markierte, wurden die Siemeröder stärker.
Das setzte sich in der zweiten Halbzeit fort. Die Gäste wurden nun unter Druck gesetzt. Aber der starke Mühlhäuser Torwart Ronny Rink war einfach nicht zu bezwingen. Mehrmals reagierte er hervorragend. Und dann hatte er und seine Mannschaftskameraden das bereits zitierte Quentchen Glück, als Andre Thüne (74.) mit einem Freistoß die Latte und Matthias Hüther (78.) nur den Pfosten trafen.

 

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