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Einschätzung Landesklassenspiel FC Union – Ruhla vom Allgemeinen Anzeiger

Artikel von * piek *
Quelle: Allgemeiner Anzeiger
Homepage: www.allgemeiner.anzeiger.de

FC Union Mühlhausen gewinnt 1:0 gegen Ruhla – Das war zu wenig!

 

Das Wichtigste zuerst: Die Fußballer von Union haben auch das letzte Heimspiel des Jahres gegen den EFC Ruhla 1:0 (1:0) gewonnen. Der Abstand zum Tabellenzweiten Viernau beträgt vor der Winterpause komfortable neun Punkte, auf den Drittplatzierten Siemerode sind es sogar zwölf Zähler.

Für den zwölften Dreier sah der Mühlhäuser Trainer Bodo Liebetrau zwei Ursachen. Zum einen bewahrte Keeper Ronny Rink sein Team mit tollen Paraden, darunter ein gehaltener Elfer, vor dem möglichen Rückstand. Und dann erzielte ausgerechnet „Mister Hundertprozent“

 

 

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vor der Pause mit einem Distanzschuss den Siegtreffer. Dass an diesem Tag längst nicht alles nach Wunsch lief, konnte und wollte der FC-Trainer in seiner Spielanalyse nicht verheimlichen. „Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Fans entschuldigen. Das war insgesamt zu wenig.“ Recht hatte der Verantwortliche. Dabei hätte der Tabellenführer mit einem Hurra-Sieg für sich und für die neuen Aufgaben werben können. Über 300 Zuschauer waren am Sonnabend ins Aue-Stadion gepilgert. Abhaken und nach vorn schauen, lautet die Devise der Unioner!

Nur die kühnsten Optimisten hätten der Mannschaft eine solche Hinrunde zugetraut. Liebetrau sieht zwei Gründe, die möglicherweise zu dieser Dominanz führten. Da war zum einen das faire Klima innerhalb der Mannschaft. Jeder der 22 Spieler wusste, dass er gebraucht wird. Konsequenz: Kein anderes Team konnte Verletzungen, Urlaub oder auch Sperren so problemlos wegstecken, wie die Mühlhäuser. Der zweite, vielleicht noch wichtigere Aspekt, ist das intakte, fast schon optimale Umfeld. Der Zusammenhalt zur zweiten Mannschaft ist so gut wie nie. Und dann sind da die Personen hinter den Kulissen, die in keiner Mannschaftsausstellung auftauchen: der Vorstand, die medizinische Betreuung durch Dipl.-Med. Udo Jacobi, der Physiotherapeut Uwe Kirchner, der Mannschaftsleiter und „Mental-Trainer“ Dietmar Hahn und nicht zu vergessen Co-Trainer Andreas Schramm.

Die Super-Hinrunde wurde am Abend in der Kulturfabrik mit der Weihnachtsfeier abgeschlossen. Der Trainer verschwand als einer der ersten kurz nach Mitternacht. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, meinte der Coach gegenüber dem Allgemeiner Anzeiger. Typisch für Union 2006/2007: Die zweite Mannschaft feierte mit.