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Germania Ilmenau gewinnt Sigelhaus-Hallencup 2007

Bericht von Claudia Bachmann
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Minimalisten vorn

Die Landesligisten blieben im Finale unter sich. Ilmenau sicherte sich den 2. Sigelhauspokal in der Mühlhäuser Georgiihalle vor Heiligenstadt. Aus dem kleinen Finale ging Gastgeber Union Mühlhausen als Sieger hervor.

Acht Sekunden fehlten. Nach exakt 11:52 Minuten traf Daniel Papst für die Heiligenstädter. Der ersten Mannschaft des FC Union Mühlhausen hätte gegen den Landesligisten bereits ein Unentschieden gereicht, um ins Endspiel einzuziehen. Für den ersten Treffer der Eichsfelder hatte im Übrigen einer gesorgt, der auch schon einige Male das Union-Trikot getragen hat: Benjamin Orschel. Aus den 20 Vorrundenspielen kam keine Mannschaft ungerupft. Die Ilmenauer erwiesen sich als Minimalisten. Sie verloren den Auftakt gegen sehr junge Schlotheimer, bezwangen Lengenfeld mit zwei Treffern sowie Bollstedt und Union II mit einem Tor Unterschied. Bollstedt fiel das 2:2 gegen den späteren Turnierneunten Lengenfeld auf die Füße. Dass die Kleinen gegen die Höherklassigen in der Halle durchaus mithalten können, zeigte auch der Sigelhauspokal. Mit einem Tor von Nils Berndt behielt Großengottern die Punkte aus dem Vergleich gegen Heiligenstadt, das den technisch besten Fußball der gut fünfstündigen Veranstaltung bot. Einzig Grabe, der Vertreter der 1. Kreisklasse, musste zwei klare Niederlagen hinnehmen, hielt sich aber gegen Großengottern achtbar. Das wohl beste Spiel des Turniers bot das kleine Finale zwischen Union und Bollstedt. Da probierten es beide Mannschaften mit konsequentem Doppelpassspiel und zeigten das, was Hallenfußball eigentlich ausmachen sollte. Kargarmanjan, der am Spieltag 36 wurde, und Bartsch hatten für den Gastgeber, Kalusche, der beste Torschütze des Turniers, für Bollstedt getroffen. Das Finale dagegen begann übervorsichtig. Ilmenau, vorher von vielen nicht als starkes Hallenteam eingeschätzt, zeigte sich den Heiligenstädtern als gleichwertig, lief aber über elf Minuten einem Rückstand hinterher.

Wenn auch böse Fouls die Ausnahme bildeten, es war zu spüren, dass das ausgelobte Preisgeld nicht gerade gering war. Insgesamt ging es um 750 Euro. Und das verleitete doch schon zu einigen Nickeligkeiten, aber auch zu verbalen Ausrastern gegen die beiden Schiri Armin Stollberg und Stefan Kleinschmidt aus der Schiri-Wohngemeinschaft an ihrem Studienort in Göttingen.
Sichtbar wurde aber auch das Torwart-Problem der Unioner. Für deren erste Mannschaft stand Florian Saager im Kasten, der sich verbessert zeigte gegenüber der Vorwoche beim Weinbergenpokal; bei der Zweiten wechselte der Keeper, denn Marcel Müller hatte sich am Fuß verletzt, dafür rückte Robert Scholz, ebenfalls ein Feldspieler, in den Kasten. Die beiden etatmäßigen Torleute Rink und Behn waren wegen Verletzung und Krankheit nicht einsetzbar. Erstmals das Union-Trikot trug Tomasz Wierszewski, der zuletzt für Langula auflief, dort auch Spielertrainer war und in der Vogtei weiterhin eine Kindermannschaft betreut. Er soll wie auch der Hüpstedter Tobias Braun die Kreisliga-Mannschaft verstärken.