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LK-West: VfL Meiningen – FC Union 1:1 (0:1)

In der 81. Minute wurden die Unioner um den Sieg gebracht. Auch für die Gastgeber völlig überraschend ahndete der Schiedsrichter einen Zweikampf im Union-Strafraum als Foul und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Damit gelang den Platzherren der glückliche Ausgleichstreffer. Zu allem Überfluß erhielt Daniel Schmidt für dieses „Foul“ die Ampelkarte. Die Liebetrau-Schützlinge gingen vor der Pause nach einem Schuß von Valeri Morosov, der von einem Meininger Spieler abgefälscht wurde in Führung.

Schiedsrichter: Dominik Eisenbrand (Sömmerda)
Zuschauer: 120
Torfolge: 0:1 (16. Marek ET), 1:1 Heim (82. FE)

Endlicher; Schade; Siebling (GK); Reuß (GK); Fehringer (65. Winterstein); Grams (GK); Marek ( 67. Hirth); Werrbach,M (GK); Werrbach,D.; Heim, Koch

Der FC Union Mühlhausen spielte mit: Rink, Bartsch (GK), Stolze, Beilfuß, Kummer, Kagramanjan (87. Müller), Zahn (82. Gallien), Morosov, Sellmann, Mai (60. Apel), Schmidt (GK)

Der Spitzenreiter begann nach 3 Niederlagen in Folge vorsichtig gegen die heimstarken Meininger und überließ diesen in der Anfangsphase die Initiative. Immer wieder machten die Mühlhäuser die Räume eng, ließen die Gastgeber in deren Hälfte gewähren und warteten auf Konterchanchen.

Bis auf einen 30-Meterschuss von Heim in der 4. Minute, der Rink vor keine Probleme stellte, ließen die Unioner in der Anfangsphase so auch nichts zu und kamen in der 6. selbst zur ersten Chance, als Kummer’s Fallrückzieher nach einem Eckball über das Tor streift. Wiederum ist es dann Heim, der sich in der 8. Minute erneut mit einem 30-Meter Knaller versucht, knapp drüber. Union wird jetzt aktiver, der stark spielende Morosov versucht sich in der 12. nach Beilfuß-Flanke mit einem Kopfball, der nichts einbringt. In der 16. fängt Mai ein Zuspiel der Gastgeber im Mittelfeld ab, spielt auf den frei stehenden Morosov, der den zu lang geratenen Pass noch vor der Eckfahne erläuft, einen Meininger umkurvt und flach nach innen flankt. Beim Versuch die Flanke im Fünfmeterraum abzuwehren, rutscht dem Meininger Marek das Leder „über den Schlappen“ – 0:1. Die Gastgeber wirkten in der Folge sichtlich geschockt. Die Unioner versäumten es nun, den Sack zuzubinden. Weder der Bartsch-Freistoß in der 39. noch die Großchance von Mai führen zum Erfolg. Letzterer läuft nach Zuspiel in der 42. allein auf Endlicher zu, schießt diesen aber aus 12 Metern nur an. Bereits in der Nachspielzeit der 1. Hälfte haben die Unioner nach einem Freistoß von Linksaußen allerdings Glück, als der Ball im Fünfmeterraum zunächst an Freund und Feind vorbei geht und dann Siebling erreicht, der aus 6 Metern aber nur das Außennetz trifft.
Auch in der 2. Hälfte ändert sich nichts an der Spielanlage, die Meininger laufen sich ein ums andere Mal an der Unionabwehr fest und versuchen sich daher mit Fernschüssen. Aber sowohl der Schussversuch vom auffälligsten Akteur der Gastgeber Heim in der 52. als auch der 35-Meterschuss von Schade in der 54. sind eine sichere Beute von Routinier Rink. In der 63. allerdings braucht dieser die Hilfe von Stolze, nachdem der Unionkeeper überflankt wurde und der Youngster vor der Torlinie vor einem einschussbereiten Meininger klärt. Der VfL drängt jetzt auf den Ausgleich und die Unioner versäumen es in dieser Phase erneut, bei einigen verheißungsvollen Kontern die Überzahl auszuspielen.
Wieder ist es dann Heim in der 78. mit einem 22-Meterschuss, der – von einem Unioner abgefälscht – knapp am Toreck vorbeigeht. In der 82. folgt eine der wenigen, aber dafür folgeschwere Fehlentscheidung durch Schiri Eisenbrand. Daniel Schmidt fängt im eigenen Strafraum ein Zuspiel der Gastgeber ab und wird beim folgenden Schuss gefoult. Für alle – auch für die Gastgeber überraschend – zeigt der Schiri aber auf den Elfmeterpunkt und zeigt Schmidt Gelb-Rot. Heim lässt sich das Geschenk nicht entgehen und vollendet zum 1:1.
Am Ende sicherlich ein gerechtes Ergebnis mit kurios zustande gekommenen Toren.

 

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Wolfgang Mai im Meininger Strafraum

 

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Der Abwehrversuch des Meiningers Marek wird zum „Querschläger“