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LK West 2006/2007: FC Union – 1. Suhler SV 0:0 – (Thüringenligaaufstieg)

Schiedsrichter: Lutz Specht (Tiefenort)
Zuschauer: 600
Tore: Fehlanzeige

Der FC Union spielte mit: Rink, Baumbach, Beilfuß (57. Riemann), Kummer, Scholz (GK), Bartsch (GK), Morosov, Kagramanjan (72. Matschiner), Reinecke (64. Mai), Sellmann, Schmidt

Der 1. Suhler SV spielte mit: Richter, Stuetz (GK), Arnold (67. Lorenz), Skara, Carl, Paul, Brandl, Block (2. Kühnstein), Wohlfarth, Eismann, Friese (87. Müller)

Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Es hat gereicht

Nach einer eher mäßigen Leistung im Schlussspiel holt Union Mühlhausen den letzten zum Aufstieg notwendigen Punkt durch ein torloses Remis gegen Suhl. Das Freibier floss bis in den Abend hinein, und am Ende war Familie Sellmann heilfroh, dass das mitgebrachte Riesen-Bierglas den Tag unbeschadet überstanden hat.

Es war eine interessante Konstellation im letzten Spiel der Saison. Union brauchte zum Aufstieg noch einen Punkt, und Suhl musste unbedingt gewinnen, um den Abstieg zu vermeiden. Dementsprechend engagiert begannen die Gäste über die starken Eismann, Block und Brandl. Union fand nur sehr langsam ins Spiel und hatte in der ersten Halbzeit außer Schussversuchen von Morosow und wenigen gutgemeinten Ansätzen von Kummer, Bartsch und Baumbach kaum etwas zu bieten. Aber auch die Gäste erarbeiteten sich im ersten Abschnitt keine Möglichkeiten, nur ein Freistoß von Paul, der war sichere Beute von Rink. So ging es leistungsgerecht torlos in die Pause. Den zweiten Abschnitt begannen die Gäste noch aggressiver, und der überragende Eismann leitete immer wieder gefährliche Aktionen ein. In der 69. zog er nach einem groben Abwehrpatzer allein auf das Rink-Gehäuse, doch der Union-Keeper nahm dem Angreifer in großem Stil das Leder vom Fuß. Vier Minuten später parierte Rink einen Kopfball von Brandl aus Nahdistanz gedankenschnell, und in der 76. kratzte der Keeper einen Freistoß des eingewechselten Lorenz aus dem Winkel. In diesen Szenen hielt nur der Union- Kapitän sein Team im Spiel, und man kann im Interesse der Mühlhäuser Fußballanhänger nur hoffen, dass der Keeper seine Rücktrittsgedanken noch einmal um ein Jahr verschiebt.Eine letzte Chance durch Lorenz hatten die spielstarken Gäste noch, aber das Union. Tor schien vernagelt. In der offen geführten Schlussphase hatte auch Union gute Szenen durch Sellmann und D. Schmidt, aber letztlich war der eine, angestrebte Punkt an diesem Tage genug, zumal die Nachricht vom Schlotheimer Rückstand bereits während des Spiels die Angst vor einem Scheitern frühzeitig nahm.So stand am Ende grenzenloser Jubel der Unioner und ein wenig Mitleid mit den tapferen und fairen Suhlern. Der Aufstieg ist für Union der Lohn einer starken Saison, die durch eine starke erste Halbserie und eine durchwachsene Rückrunde gekennzeichnet war. Auch Pleiten und Pannen blieben nicht aus und so war der Druckfehler auf den Aufstiegs- T-Shirts fast symptomatisch. Man ist „züruck“ in der Landesliga und konnte über diesen Fauxpas herzlich lachen.Auch in der Stunde des Erfolgs blieb Trainer Liebetrau sachlich, sieht den Aufstieg vor allem als Ergebnis des guten Zusammenhalts in der Mannschaft an. Angesichts der schwierigen Altersstruktur mit vielen Routiniers und zahlreichen sehr jungen Spielern sei der Teamgeist beispielhaft gewesen und habe geholfen, auch in schwierigen Situationen nicht auseinander zu brechen. Der Trainer würdigte ausdrücklich die Akteure, die seltener zum Einsatz gekommen und dennoch enorm wichtig für das Funktionieren des Teams waren. Nach dem Spiel standen Spieler und Team lange bei Bier, Spanferkel und selbstgemachten Salaten zusammen und diskutierten intensiv die Saison. Auch viele kritische Anmerkungen kamen dabei von den Fans, manchmal war es fast schon zu viel Kritik im Augenblick des großen Erfolges.

Die nachfolgenden Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung der Thüringer Allgemeine Mühlhausen zur Verfügung gestellt.
– Alle Bilder Copyright Daniel Volkmann –
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Die – Auswechselbank – der Unioner
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Valery Morosov am Ball
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A-Junior Phillipp Baumbach spielte eine starke Rückrunde
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Jan Riemann absolvierte sein letztes Punktspiel. Danke Jan für die vielen Jahre der Einsatzbereitschaft
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kalt erwischt
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Das mußte einfach sein – Trainer Bodo Liebetrau wurde kalt erwischt
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Eingeseift !
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Der Kleinste beim Kopfball
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Ronny Rink und Mannschaftsleiter Dietmar Hahn
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Pokalübergabe durch Joachim Zeng, Mitglied des Vorstandes, des Thüringer Fußballverbandes
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Pokalübergabe durch Joachim Zeng, Mitglied des Vorstandes, des Thüringer Fußballverbandes
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22 Spieltage Spitzenreiter der Landesklasse/West – Der verdiente Lohn – Aufstieg !
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Schiedsrichter Lutz Specht (Tiefenort) pfiff seine letzte Partie.
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Kopfballduell im Suhler Strafraum
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Der -junge Dachs- Erik und der -alte Fuchs- Ronny freuen sich gemeinsam über den Aufstieg
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-Kippe- Daniel Schmidt musste auch dran glauben
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Wolle Mai und Zahni auf Spritztour