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Thüringenliga: SV Schott Jenaer Glas – FC Union 5:0 (3:0)

Zuschauer: 130
Schiedsrichter: Michael Kahl (Meuselwitz)
Torfolge: 1:0 Lippold (18.), 2:0 Heuschkel (23.), 3:0 Heuschkel (30.), 4:0 Wunderling (60.), 5:0 Bengs (90.)

Der SV Schott Jenaer Glas spielte mit: Just, Henze, Schakau, Krause, Schletzke, Urbansky, Sawitzkij (65.Schulz), Lippold, Heuschkel, Kaiser(65.Richter), Wunderling (65.Bengs)

Der FC  Union spielte mit: Geuß, Baumbach (46. Morosov), Bartsch (GK), Stolze, Scholz, Beilfuß (GK), Sidgi (46. Müller), Ziegenhardt, Sellmann (72. Matschiner GK), Reinecke, Schmidt

Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Anschauungsunterricht

Auch im zweiten Auswärtsspiel erlitt Aufsteiger Union Mühlhausen eine herbe Niederlage. Beim SV Jenaer er Glas unterlag die Liebetrau-Elf mit 0:5 und konnte nur in der zweiten Halbzeit phasenweise mithalten.
Man fühlte sich an Sondershausen erinnert, als der Gastgeber von Beginn an die Initiative ergriff. Angriff auf Angriff rollte auf das Union-Tor, während die Gäste ängstlich agierten und kaum einmal den Ball über mehrere Stationen behaupteten. Einzig der engagierte Libero Bartsch, Beilfuß und Sellmann behielten im Angriffswirbel den Kopf oben und verhinderten Schlimmeres.
Dennoch schlug es dreimal ein. Zunächst traf Lippold nach Vorarbeit von Wunderling zum 1:0 (18.), dann erhöhte Heuschkel nach schöner Kombination über sieben Stationen sogar auf 2:0 (23.). Und schließlich sorgte wiederum Heuschkel nach einer halben Stunde für den Halbzeitstand. Eine Glanztat von Geuß gegen Wunderling (43.) rettete das Ergebnis für Union in die Pause und kurz vor dem Halbzeitpfiff verzeichneten die Gäste sogar ihre einzige Chance der ersten Halbzeit: Reinecke und D. Schmidt hatten sich gut durchgespielt, aber der Schuss von Reinecke war zu schwach, um Just in Verlegenheit zu bringen.
Nach dem Wechsel hatte Union-Trainer Bodo Liebetrau umgestellt. Bartsch rückte nun ins Mittelfeld, Beilfuß übernahm die Liberoposition, Müller sowie Morosov kamen neu ins Spiel. Nun erreichten die Gäste im Feldspiel zeitweilig Ausgeglichenheit, weil Bartsch auch einmal ein Pressing der Gäste organisierte. Prompt ging auch nach vorn wieder etwas mehr. Aber in der Abwehr musste Torhüter Geuß auch zweimal gegen Wunderling und Heuschkel glänzend parieren. So erschien auch der Fehler des Keepers verzeihlich, der letztlich zum Tor führte. Nach einem weiten Pass des starken Urbansky kam Wunderling vor dem zögernden Torwart an den Ball und verwandelte schließlich zum 4:0 (60.).

Nach 67 Minuten folgte dann die größte Möglichkeit der Gäste, als Ziegenhardt von rechts Sellmann bediente, doch dessen Schuss holte ein Jenaer Verteidiger von der Linie. So schien es lange, als bliebe es für den Thüringenliga-Neuling beim 0:4, zumal Geuß in der Schlussminute gegen den eingewechselten Bengs in großem Stil hielt. Wenige Sekunden später passierte es aber dann doch noch. Der fällige Eckball wurde per Kopf verlängert und Bengs traf aus Nahdistanz am langen Pfosten unhaltbar zum 5:0 (90.). Auch in diesem Spiel gab es vor allem für die jungen Spieler wieder Anschauungsunterricht in Sachen Tempo, Pressing und Handlungsschnelligkeit. Konzentationsschwächen werden in der Landesliga sofort bestraft. Mit der Leistung im ersten Abschnitt hat Union Mühlhausen in dieser Klasse nichts zu suchen, die zweite Halbzeit sollte aber Mut machen, dass man auch gegen solche Teams wie die Glaswerker aus Jena mithalten kann. Die erfahrenen Spieler im Team sind dabei gefordert, die jungen zu führen und ohne übertriebenen Respekt vor dem Kontrahenten selbstbewusst das eigene Spiel zu suchen. In Jena passierte das viel zu spät.