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Interview mit dem Käpitän der 1. Mannschaft – Stefan Kummer

Das Interview führte Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Selbst aus dem Sumpf ziehen

Donnerstagabend ereilte Union Mühlhausen beim 0:3 gegen Carl Zeiss Jena II das Aus im Landespokal; in der Liga kämpft die Elf gegen den Abstieg. Mit Kapitän Stefan Kummer sprach diese Zeitung.

Stefan, Sie waren im Pokal nach „Rot“ zum letzten Mal gesperrt. Mit welchem Gefühl haben Sie die Begegnung von draußen verfolgt ?

Es ist schon schlimm, wenn man als Kapitän draußen sitzt und nicht helfen kann. Ich weiß zwar nicht, ob es mit mir besser gelaufen wäre, aber nach wie vor ist unsere Defensive anfällig. Da hätte ich als erfahrener Spieler der Mannschaft gern etwas mehr Sicherheit gegeben.

Wie bewerten Sie die Pokalbegegnung gegen Jena ?

Da möchte ich zunächst der Mannschaft ein Kompliment machen. Natürlich war die spielerische Leistung noch nicht überzeugend, aber alle haben gebissen und kämpferisch dagegen gehalten. Unser Schwachpunkt ist immer noch das Spiel ohne Ball, wodurch oft zu wenige Anspielstationen da sind. Zudem ist nach den hohen Niederlagen auch das Selbstvertrauen vieler Spieler etwas angeknackst. Aber wir können uns nur selbst aus dem Sumpf ziehen. Das geht nur über den Kampf. Und – wir müssen an uns glauben.

Ein Ausblick auf das Heimspiel gegen Weida. Wie stehen die Chancen ?

Die Diskussion, ein Punkt würde reichen, will ich nicht hören. Ich will unbedingt drei Punkte holen. Mit dieser Einstellung sollten wir auch in das Landesligaspiel gehen.

Was haben Sie sich gegen Weida vorgenommen ?

Gegen Wacker Gotha war ich durch die Sonderbewachung von Daniel Bärwolf fast ausschließlich in der Abwehr gebunden. Gegen Weida möchte ich neben meiner Defensivarbeit auch wieder mehr Akzente nach vorn setzen. Schade, dass vorn noch Andreas Ilgmann fehlt. Mit seiner Spielweise ist er sehr wichtig für uns. Vor allem aber wollen wir endlich einmal eine erste Halbzeit ohne Gegentor überstehen. Bisher lagen wir immer nach spätestens 25 Minuten zurück. Also, die Null muss stehen !

Wie sehen Sie die Aussichten des FC Union Mühlhausen auf den Klassenerhalt ?

Wir dürfen uns nichts vormachen: Es wird eng. Zweifellos hat die Mannschaft das Potenzial, aber es muss auch ausgeschöpft werden. Es gibt keine leichten Spiele in dieser Liga; irgendwann müssen wir auch gegen die Großen punkten oder sogar gewinnen. Wir haben viele junge Spieler im Team, aber wir wollen es mit dieser Mannschaft unbedingt schaffen. Ich habe mich sehr über die Wahl zum Kapitän gefreut, weil dies Vertrauen und Respekt der Mannschaft zum Ausdruck bringen. Gemeinsam mit meinem Vertreter, Jens Beilfuß, wollen wir die Jungen führen und ihnen Sicherheit geben. Schließlich haben wir das Alter und die Erfahrung dazu.