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Thüringenliga: FC Union – FC Thüringen Weida 5:0 (2:0)

Schiedsrichter: Jürgen Backhaus (Steinheuterode)
Torfolge: 1:0 Morosov (9.); 2:0 Müller (33.); 3:0 Schmidt (59.); 4:0 Sidgi (64.); 5:0 Baumbach (70.)
Zuschauer: 220

Der FC Union Mühlhaussen spielte mit: Geuß, Stolze, Bartsch, Ziegenhardt, Beilfuß, Kummer, Müller (64. Reinecke), Morosov (56. Baumbach), Sidgi (76. Matschiner), Sellmann, Schmidt

Der FC Thüringen Weida spielte mit: Eckardt, Eichelberger, Mußler (34. Georgi), Stoya (88. GRK), Sturm (GK), Hampel (60. Stübchen), Pohland (GK), Teileiß, Oertel, Müller, Pafel

Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Der Bann ist gebrochen

Mit einem souveränen 5:0-Erfolg über den FC Thüringen Weida erkämpfte der FC Union Mühlhausen den ersten Saisonsieg in der Landesliga. Fünf verschiedene Torschützen sorgten für das deutliche Resultat.
Vor 220 Zuschauern und herrlichem Spätsommerwetter zeigte der Aufsteiger, dass er die teils herben Schlappen der vergangenen Wochen gut verkraftet hatte. Von Beginn an wurde das Gästetor unter Druck gesetzt und bereits nach neun Minuten war es Morosov, der im Anschluss an einen Einwurf überlegt einschoss. Nach dem Treffer ließ der Druck der Gastgeber zwar etwas nach, die Unioner dominierten aber nach wie vor deutlich das Geschehen. Die schwachen Gäste hatten in der ersten Halbzeit überhaupt nur zwei gefährliche Szenen durch N. Pohland (28.) und Pafel (32.), aber beide verfehlten das Geuß-Tor knapp. Anders die Gastgeber, wobei die Entstehung des zweiten Tores sehr typisch für dieses Spiel war. In der 33. Minute erkämpfte sich Daniel Schmidt einen bereits verloren geglaubten Ball zurück und setzte Müller geschickt ein. Der erhöhte schließlich mit straffem Schuss auf 2:0. Ein gefährlicher Kopfball von D. Schmidt, der unmittelbar vor dem Wechsel knapp übers Tor strich, beendete die erste Halbzeit. Nach der Pause brauchte das Team von Trainer Bodo Liebetrau etwa zehn Minuten, um wieder ins Spiel zu kommen. Eine gefährliche Eingabe von Ziegenhardt, der diesmal im Angriff spielte, verpasste der eingewechselte Baumbach nur haarscharf (55.). Kurz darauf begann eine Phase, die man so im Aue-Stadion lange nicht mehr gesehen hatte. Zunächst ging D. Schmidt mit einem Sidgi-Zuspiel von der Mittellinie auf und davon und schob überlegt zum 3:0 ein (58.). Fünf Minuten später spielte Sellmann einen traumhaften Diagonalpass über 40 Meter auf Sidgi, der zwischen zwei Verteidigern durchlief und souverän an Eckardt vorbei das 4:0 erzielte. Nicht zufällig waren gerade diese beiden Spieler für den Treffer verantwortlich, sie zählten neben dem starken Bartsch diesmal zu den Besten im Union-Trikot. Als in der 68. Minute auch noch Baumbach mit einem tollen 20-Meter-Knaller das 5:0 erzielte, dachte mancher schon an eine Umkehrung des Sondershäuser Resultats. Aber weder Reinecke (76./ 79.) noch Baumbach, Stolze (Freistoss) oder D. Schmidt (Kopfball) konnten das halbe Dutzend voll machen – Gelegenheiten dazu gab es aber genug. Von den über weite Strecken enttäuschenden Gästen, die allerdings auf ihre Leistungsträger Hacker und H. Pohland verzichten mussten, war insgesamt sehr wenig zu sehen. Einzig Georgi traf vier Minuten vor Schluss das Außennetz. Zu allem Überfluss erhielt der bereits verwarnte Stoya kurz vor Schluss noch Gelb-Rot, weil er eine Entscheidung des Schiedsrichters kommentierte. Die Union-Kicker zeigten sich nach dem Befreiungsschlag erleichtert. Sie können nun mit neuem Selbstvertrauen und breiterer Brust nach Rudolstadt reisen.