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Thüringenliga: FC Einheit Rudolstadt – FC Union 2:0 (0:0)

Schiedsrichter: Tim Blöthner (Zeulenroda)
Zuschauer: 190
Torfolge: 1:0 Thomas Gäbler (52.), 2:0 Steven Hiersche (61.)

Eine unnötige Niederlage mussten die Unioner beim Tabellenzweiten aus Rudolstadt hinnehmen. Verlief noch die erste Halbzeit auf eher mäßigem Niveau ohne große Höhepunkte, so mussten sich die Unioner nach der Verletzung von Sidgi erst wieder finden. Diese Phase nutzten die Gastgeber, um die Begegnung zu entscheiden. In den letzten 15 Minuten versuchte der Aufsteiger nochmals alles. Trotz einiger Hochkaräter fiel der Anschlusstreffer aber nicht und so standen die engagiert spielenden Gäste am Ende mit leeren Händen da. Da war mehr drin …

Spielbericht aus Sicht des FC Einheit Rudolstadt
Bericht von Hartmut Gerlach
Quelle: www.einheit-rudolstadt.de

Am Ende zählte für die Einheit nur der fünfte Saisonsieg
Einheimische fanden nur selten Spielrhythmus/Dennoch ein verdienter Erfolg

„Das Positive an diesem Spiel, in dem wir nach gutem Beginn vor allem im ersten Durchgang immer mehr verkrampften, waren die drei Punkte.“. Einheit-Trainer Uli Göhr blieb trotz des nunmehr schon fünften Saisonsieges seiner Elf kritisch und sah ach 90 fairen Minuten bei sehr guten Platzverhältnissen keinen Grund zur Euphorie. Dabei hatten die Einheimischen furios begonnen. Schon nach vier Minuten wurde Richter frei gespielt. Doch der nach langer Verletzungspause erstmals wieder Mitwirkende jagte die Kugel weit am Gästegehäuse vorbei (4.). Kurz (6.) darauf lag das Spielgerät im Netz. Aber beim Abstauber von Geburtstagskind Seibel (23 Jahre) soll der Schütze im Abseits gestanden haben, nachdem der gegnerische Schlussmann den Wachsmuth-Freistoß prallen lassen musste. Unmittelbar darauf dann ein „Riese“ für den jungen Gäbler, der das Tor aus fünf Metern nicht traf (7.).

Es sollten für die längere Zeit die einzigen gefährlichen Aktion der Hausherren bleiben. Von Minute zu Minute zerfiel das Spiel der Einheimischen. „Da war ja jedes dritte Zuspiel ein Fehlpass“, monierte auch Einheit-Vorstand Renè Just, der sich die Partie vom Beobachtungsposten Sprecherturm ansah, zur Pause. An der Gegenwehr der Gäste konnte das nicht gelegen haben, denn die waren zunächst darauf aus, kein Gegentor zuzulassen und die Zweikämpfe zu gewinnen. Im Vorwärtsgang wirkten sie allerdings keineswegs furchterregend. Ein 35-Meter-Freistoß von Baumbach, der für Steinborn kein Problem darstellte (23.), blieb bis zur 29.Minute die einzige Gelegenheit für den Aufsteige. Doch just in diesem Moment war die Einheit im Glück, als derselbe Schütze einen Kopfball aus fünf Metern über den Balken setzte. Davor lag ein Heber von Lorenz (28.).Mit einem Tor für Rudolstadt, das wiederum keine Anerkennung fand (45.+2) „Hiersche zog ab, doch Seibel soll beim Kopfballduell zuvor nach Ansicht des Unparteiischen Foul gespielt haben“ endete eine erste Halbzeit, die zu den bislang schwächsten der Platzherren in diesem Spieljahr zählte. Gästetrainer Bode Liebetrau war indes beim Kabinengang zufrieden. „Bei uns stimmte bis dahin die Kombination zwischen Einsatz und Spielerischem, selbst wenn wir zu Beginn bei der Abseitsentscheidung etwas Glück hatten.“

Sieben Minuten nach Wiederbeginn dann die Erlösung für Spieler und Zuschauer. Rudolph, einer der Auffälligsten im Einheit-Trikot, zirkelte einen Freistoß von der rechten Seite exakt auf den Kopf von Gäbler und der setzte ihn aus kurzer Distanz in die Maschen. Der Treffer legte Kräfte frei und die nächsten zehn Minuten waren an diesem windigen Nachmittag sicher die besten der Grün-Gelben im gesamten Spiel. Denn es folgten eine Direktablage von Seibel (54.), ein gefährlicher Freistoß von Rudolph (58.) und schließlich das 2:0 durch Hiersche. Der unermüdlich rackernde Angreifer wurde von Sturmkollegen Seibel auf die Reise geschickt, hatte freie Bahn und vollendete eiskalt (61.). Dass der Tabellenzweite danach die sich bietenden Räume nicht konsequenter nutzte, wird Göhr in der Auswertung wohl auch ansprechen. Denn nun warf Mühlhausen, das das Leder zwar ab und an gefällig laufen ließ, die Einheit-Deckung aber bis auf zwei Ausnahmen (65., 69.) kaum vor ernsthafte Probleme stellte, alles nach vorn. Wiederholt gab es bis zum Ende für die Heidecksburgstädter Möglichkeiten, das Resultat im Überzahlspiel noch nach oben zu schrauben. Aber wie schon in Halbzeit eins ließen Abspielfehler und Ungenauigkeiten viele Angriffszüge im Nichts enden.

Der Erfolg der Rudolstädter gehe in Ordnung, resümierte Bodo Liebetrau. Er sei vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen. Sein Gegenüber Uli Göhr fasste seine Eindrücke so zusammen: „Wir hatten mit der unkomplizierten Spielweise des Gegners viel Mühe, machten uns das Leben mit fehlerhaftem Spiel jedoch selbst schwer. Vielleicht spielte im Unterbewusstsein der Gedanke mit, dass dies heute ein Selbstläufer wird, zumal wir ja zu Beginn sehr gute Chancen herausarbeiteten.“

 

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Erik Stolze im Zweikampf im Mittelfeld

 

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Spieleransammlung im Unionstrafraum – In der 1. Spielhälfte selten

 

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Die Rudolstädter haben gerade das 1:0 erzielt.

 

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Auch die Unioner hatten ihre Chancen