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Thüringenliga: SV Germania Ilmenau – FC Union 2:0 (0:0)

Schiedsrichterri: Lutz Laube (Vachdorf)
Zuschauer: 120
Torfolge: 1:0 Volkmar (61.), 2:0 Volkmar (80.)

Spielbericht von Claudia Bachmann
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Probleme bei Kopfbällen

Eine spielerische Steigerung brachte erneut keinen Lohn. Nach der 0:2-Niederlage in Ilmenau sitzt Union Mühlhausen weiterhin im Tabellenkeller der Landesliga fest. Denn auch im Hammergrund wurden die Chancen nicht genutzt.
Die Unioner hatten ein gutes Gefühl, schienen Gastgeber Ilmenau im Griff zu haben. Doch erneut waren es Probleme bei Standards und eine mangelhafte Verwertung der Chancen, die der Mannschaft auf die Füße fielen. Abwehrspieler Johannes Volkmar zerstörte per Kopf die Gäste-Träume.Chancen waren im ersten Abschnitt für beide Mannschaften Mangelware. Man rieb sich in Zweikämpfen auf, so dass Strafraumsituationen an einer Hand abzuzählen waren. Bezeichnend: Union-Keeper René Geuß bekam nur vier Bälle aufs Tor. Die stärkste Phase erlebten die Gäste in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit. Ilmenau hatte kaum mehr eine Möglichkeit, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Drei Großchancen waren die Folge: Valerie Morosov setzte nach Vorarbeit von Hagen Gallien, der auf der linken Seite eine ordentliche Leistung ablieferte, den Ball nur an den Pfosten. Gleiches tat Gallien selbst wenig später, der einen Schuss in der Nähe des Dreiangels platzierte. Und auch ein Bartsch-Freistoß rasierte die Querlatte.
Die Tore fielen auf der anderen Seite: Nach einem Ilmenauer Konter bekamen die Gastgeber einen Freistoß zugesprochen, Volkmar wird beim Kopfball völlig allein gelassen und hat wenig Mühe, Geuß zu überwinden. Nach diesem Rückstand gelang es Mühlhausen aber nicht mehr, Ilmenau in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Die Luft war raus, der letzte Zug nach vorn fehlte. Nach einem Freistoß in der 80. fehlte die Abstimmung zwischen Torwart und Libero. Volkmar traf erneut per Kopf. Schon gegen Erfurt, Jena und Rudolstadt hatten Kopfbälle nach Standards im Union-Kasten eingeschlagen.
„Wir haben erneut Lehrgeld gezahlt, gut mitgespielt, aber die Chancen nicht genutzt. Auch wenn sich ein positiver Trend abzeichnet: Es darf uns nicht mehr befriedigen, gute Kritiken zu erhalten“, forderte Trainer Bodo Liebetrau. Seine Männer nahmen aus dem Spiel fünf Gelbe Karten mit (Beilfuß, Bartsch, Sellmann, Kummer, Morosov) mit und ärgerten sich auch über teilweise nicht nachvollziehbare Schiedsrichter-Entscheidungen. – Kommende Woche erwartet der FC dann Nordhausen an der Aue.

SV Germania Ilmenau spielte mit: Schmidt, Volkmar, Huck, Skibbe, Bonsack (88. Schlott). Dobrocki, Anas Ben Achour, Jüngling, Kiehn, Pilz (58. Finn), Yasin Ben Achour (27. Priefer),

Der FC Union spielte mit: Geuß, Ziegenhardt, Beilfuß, Sidgi, Gallien (74. Baumbach), Kummer, Müller, Bartsch (84. Scholz), Morosov (81. Berndt), Sellmann, Schmidt.

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Spielbericht von der Homepage von Germania Ilmenau
www.germania-ilmenau.de

Bei der Spieleinweisung bemängelte Germanias Trainer Erhard Mosert die durch die Suhler Sportredaktion gewählte Überschrift „Tadelsfreie Leistung“ zum letztwöchentlichen Spielbericht in Sondershausen und stellte fest, dass tadelsfrei letztlich auch ein positives Ergebnis beinhalten muss. Das wurde nicht erreicht. Deshalb verlangte er von jedem Einsatz und Disziplin, um gegen Mühlhausen zu gewinnen. Der Mühlhäuser Trainer wiederum forderte von seiner Mannschaft  das Letzte, weil sonst die Uhr für den Erhalt der Thüringenliga abgelaufen sei. So kam es von Beginn an zu einem kampfbetonten Spiel, in dem einige Male der Einsatz überzogen wurde. Dabei traf es vor allem Yasin Ben Achour, der zunächst mit dem Union-Keeper zusammenprallte und dann später von den Beinen geholt wurde, so dass er ausge¬wechselt werden musste. Schiedsrichter Lutz Laube hatte viel zu tun, um das Spiel im Rahmen zu halten. Er traf dabei nicht immer auf Zustimmung. In der ersten Halbzeit versuchten zunächst beide Mannschaften das Spiel von ihren Strafräumen fernzuhalten. Gefahren drohten vereinzelt durch Standards. So schoss Dennis Bartsch einen Freistoß, knapp vor dem 16-Meterraum verhängt, am rechten Pfosten vorbei und Stefan Kummer köpfte einen Eckball über die Querlatte. Auf der gegenüberliegenden Seite hob Tobias Huck einen an Oliver Priefer verschuldeten Freistoß vor das Gästetor und den nachfolgenden Kopfball von Johannes Volk¬mar entschärfte Gästetorwart René Geuß. Nach der Pause versuchten die Gäste die Ent¬schei¬dung herbeizuführen und spielten verstärkt nach vorn. Sie kamen auch zu Gelegenheiten. Hagen Gallien wurde auf der linken Seite freigespielt, verfehlte aber das Tor. Ein 25-Meter Freistoß, von Kummer getreten, ging knapp am rechten Pfosten vorbei ins aus. Danach kamen die Gastgeber wieder besser ins Spiel. Nico Kiehn konnte auf der rechten Angriffsseite nur durch ein Foul gebremst werden. Marcus Finn hob den Ball in den Strafraum, Johannes Volkmar stieg am höchsten und köpfte den Ball in die rechte Torecke zum 1:0. Union versuchte zwar der drohenden Niederlage zu entgehen und kam zu drei Eckbällen, die aber durch die aufmerksame Ilmenauer Hintermannschaft abgewehrt werden konnten. Germania sicherte den Vorsprung und konterte. Einige Gegenangriffe konnten nur durch Fouls unterbunden werden.
Einen daraus resultierenden 18Meterfreistoß schoss Huck über den Querbalken. Dann brachte er fast von der Mittellinie einen weiteren Freistoß vor das Gästetor. Volkmar, im Strafraum postiert, war vor Geuß am Ball und köpfte ihn über den Torwart hinweg zum 2:0 ins Netz. Der Gegner hatte danach nicht mehr die Kraft, das Ergebnis zu korrigieren. Germanias Teamleiter Khaled Ben Achour stellte nach dem Spiel fest: „Durch die letzten Ergebnisse bedingt, fehlte unseren Spielern zu Beginn die nötige Lockerheit. Das sollte sich später geben, die Mannschaft zeigte Geschlossenheit, sowie Moral und gewann verdient.“ Gästetrainer Bodo Liebetrau konnte seine Enttäuschung nicht verbergen: „Tatsache ist, Ilmenau hat 2:0 gewonnen. Für unsere optische Überlegenheit können wir uns nichts kaufen. Die Zeiger stehen nun nach zwölf.“