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Thüringenliga: FC Union – FSV Wacker Nordhausen 1:3 (1:1)

Schiedsrichter Schröter (Jena)
Zuschauer: 290
Torfolge: 1:0 Schmidt (39.), 1:1 Ciesla (40.), 1:2 Ebert (69.), 1:3 Hoffmann (78.)

Der FC Union spielte mit: Geuß, Stolze, Ziegenhardt, Beilfuß (72. Morosov), Sidgi (66. Baumbach), Kummer, Reinecke, Schmidt, Müller, Bartsch, Sellmann (60. Mai)

Der FSV Wacker 90 Nordhausen spielte mit: Finsterbusch, Elle, Töpfer, Ebert, Taute, Hoffmann (90. Juchmann), Pohl (80. Pascheit), Pistorius, Ciesla, Steinberg, Lattmann (65. Wenzel)

Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemine.de

Führung schnell verspielt

290 Zuschauer erlebten bei herrlichem Herbstwetter eine herbe Enttäuschung, weil der FC Union Mühlhausen trotz 1:0-Führung dem Gast aus Nordhausen am Ende noch deutlich 1:3 unterlag.
Spannung lag über dieser wichtigen Begegnung, beide Teams begannen reserviert. Doch bereits hier zeigten sich die Nordhäuser souveräner, zweikampfstärker und ballsicherer, ohne jedoch zunächst Torgefahr auszustrahlen. Dies gelang nach 23 Minuten erstmals Union. Ein Schussversuch von Sidgi wurde abgeblockt, der Ball kam am rechten Strafraumeck zum freistehenden Ziegenhardt. Dessen Schuss ließ Finsterbusch prallen, den Nachschuss von Sidgi aus wenigen Metern holte ein Verteidiger noch von der Linie. Zwei Minuten später kratzte der Wacker-Torwart einen Reinecke- Kopfball noch unter der Latte heraus. Nach 33 Minuten verpasste Kummer einen gefährlich angeschnittenen Sidgi- Freistoß nur knapp, der Ball strich am langen Eck vorbei.
Nach einer Doppelchance für die Gäste, die Geuß vereitelte, konnte Union schließlich doch noch jubeln: Sidgi trat im Mittelfeld mit dem Ball an, seine Ablage nutzte Schmidt zu einem Solo, das er überlegt zum 1:0 abschloss (39.). Der Jubel war groß, dauerte aber wohl etwas zu lange, denn bereits im Gegenzug wurde Pohl gerade noch abgeblockt. Der Ball kam zum starken Ciesla, der mit einem Flachschuss postwendend den Ausgleich erzielte (40.).
Nach dem Wechsel wurden die Gäste stärker, ohne spielerisch zu überzeugen. Einzig der polnische Regisseur Ciesla und Pistorius sorgten für Niveau im Wacker-Spiel. Das reichte den Nordhäusern zum verdienten Sieg, denn Union ließ immer mehr nach. Zunächst konnte Geuß aber noch gegen Ebert Steinberg und Pohl das Remis retten. Nachdem Müller für Mühlhausen verstolperte und Beilfuß den Nachschuss übers Gehäuse jagte, standen Ciesla und Pohl erneut vor dem 1:2.
Bei Union musste der grippegeschwächte Sellmann ausgewechselt werden, zudem nahm Coach Liebetrau überraschend Sidgi vom Feld, der bis dahin zu den Aktivsten zählte. Ehe sich der neue Abwehrblock gefunden hatte, war es schon passiert: Einen Pass von Töpfer verwandelte Ebert völlig freistehend zum 1:2 (69.). Neun Minuten später dann die endgültige Entscheidung, als nach einer schönen Kombination Pistorius frei vor Geuß stand. Dessen resolute Rettungsaktion bestrafte der Referee mit Strafstoß. Hoffmann verwandelte im Nachschuss, nachdem Geuß den Elfmeter pariert hatte. Beim Gastgeber überzeugten an diesem Nachmittag nur Geuß, Bartsch und Kummer. Von den Außenbahnen kam nichts, im Angriff herrschte bis auf die 20 Vorpausen-Minuten fast Funkstille. So traten die Besucher schließlich äußerst nachdenklich den Heimweg an.