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Thüringenliga: FC Union Mühlhausen – SV 08 Steinach 0:2 (0:1)

FC Union Mühlhausen – SV 08 Steinach 0:2 (0:1)

FC Union Mühlhausen: Geuß, Baumbach (73. Beilfuss), Stolze, Bartsch (GK), Ziegenhadt, Kagramanjan (54. Sidgi), Müller (GK), Scholz, Morosov (54. Ilgmann), Reinecke, Schmidt (GK)
SV 08 Steinach: Möller, Pflügner, Mayer, Böhm, Roß (56. Wenke), Stepanek (80. Gröger), Kemter, Büchner (85. Sesselmann,N.), Sesselmann,B., Wild, Röhr

Torfolge: 0:1 Böhm (37.Min), 0:2 Sesselmann (49.)
Zuschauer: 320
Schiedsrichter: Dirk Heiland (Gera)

Die Unioner dominierten die ersten Minuten und hatten dabei einige Hochkaräter, die Sie nicht nutzten. Nach etwa 30 Minuten übernahm Steinach immer mehr die Initiative und kam mit der 2. Chance zur Führung. Von da an dominierten die Gäste die Partie. Mit dem 0:2 kurz nach der Pause war alles entschieden. Die Südthüringer gewannen immer wieder entscheidende Zweikämpfe und entführten so verdient die Punkte aus dem Mühlhäuser Auestadion.

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Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.ede

Nur 30 Minuten gegengehalten

Gegen den hochfavorisierten Landesliga-Tabellenzweiten aus Steinach unterlag der FC Union durch Tore von Böhm und B. Sesselmann mit 0:2 (0:1) und hielt dabei wieder nur bis zum ersten Gegentreffer mit.
Nach dem desaströsen Auftritt in Schmölln hatte Trainer Liebetrau erneut umgestellt, und so kamen Scholz und Kagramanjan neu ins Team. Die Mannschaft begann sehr engagiert; selbst Liebetrau agierte am Rand lauter als gewohnt. Nach kurzem Abtasten hatte Union dann die ersten Gelegenheiten. Einen 30-Meter-Freistoß von Baumbach kratzte Keeper Möller gerade noch aus dem Winkel (7.), und eine Minute später gelangte der Ball über D. Schmidt und Müller zu Reinecke, der ihn aber verstolperte. Die Deckung des Neulings stand zunächst konzentriert und sicher.
Nachdem der Steinacher Keeper einen Heber von D. Schmidt noch über die Latte gelenkt hatte (12.), wurde der Tabellenzweite stärker. Nach einem Ballverlust von Morosov vor dem eigenen Strafraum zog der starke Büchner ab und zwang Geuß zu einer Glanzparade. Einen Fehler von Stolze, der sich lange nur um Stepanek kümmerte, konnte dieser zum Glück nicht nutzen. Ein verzogener Direktschuss von Morosov nach Eingabe von Müller und ein gehaltener Baumbach-Freistoß (27./ 28.) – das war die ganze Torgefahr, die Gastgeber Union im ersten Abschnitt ausstrahlte, während Steinach immer dominanter wurde.
Als die Deckung der Gastgeber wieder mal zu tief stand, setzte sich der aufgerückte Böhm am linken Strafraumeck durch und schoss flach ins lange Eck ein (38.). Noch vor dem Wechsel hätten Mayer ( Klasseparade von Geuß ) und Stepanek (knapp vorbei) bereits für die Vorentscheidung sorgen können.
Das besorgte dann Spielmacher B. Sesselmann kurz nach der Pause, als er eine Eingabe von rechts vor Stolze zum 0:2 ins Netz lenkte (48.). Damit war das Spiel entschieden, denn trotz allen Bemühens fehlte dem Gastgeber der Biss, um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. So war man nun zwar mehr in Ballbesitz, aber Torgefahr konnte nicht erarbeitet werden. Offensichtlich fehlte einigen Akteuren auch die körperliche Frische für ein echtes Aufbäumen. Fast wehmütig erinnerten sich die Beobachter an die Hinrunde der letzten Saison, als oft noch in den letzten 15 Minuten ein Ruck durch die Mannschaft ging und scheinbar verlorene Spiele noch gedreht wurden. Davon war diesmal wenig zu spüren. So hatten die Steinacher wenig Mühe, den Sieg über die Zeit zu bringen. Im Gegenteil, Stepanek (Außennetz, Pfosten) und Röhr (glänzend von Geuß gehalten) hätten das Ergebnis noch erhöhen können. Die „Wäldler“ stellten sich mit den beiden Tschechen Mayer und Stepanek, Regisseur B. Sesselmann und dem erst 20-jährigen Büchner als starkes Team vor. Zuweilen peinlich wirkten aber die Versuche der Gäste, nach fast jedem Zweikampf mit von lauten Schreien begleiteten Falleinlagen den Referee zu beeinflussen. Das hat diese gute Mannschaft nicht nötig.
In den nun folgenden vier Spielen gegen die unmittelbar vor ihnen platzierten Teams gilt es für die Unioner mehr denn je, als Mannschaft aufzutreten, in der einer für den anderen kämpft und läuft. Trotz der teilweise herben Schlappen: Union ist nach wie vor punktgleich mit einem Nichtabstiegsplatz.