Montag, Oktober 23
Mühlhausen/Thür.
°C

News

Thüringenliga: FC Union – FC Motor Zeulenroda 0:1 (0:0)

Schiedsrichter: Stefan Weber (Eisenach)
Zuschauer: 200
Tor: 0:1 Seebauer (61.)

Die Zuschauer sahen eine auf äußerst mäßigem Niveau stehende Begegnung zweier Mannschaften, von denen eigentlich keine den Sieg verdient hatte. Die Unioner strahlten lediglich in den ersten 15 Minuten der 2. Hälfte etwas Torgefahr aus. Hier wurde auch ein Kopfballtreffer von Kummer, zumindest umstritten, nicht gegeben. Die Gäste nutzten einen Konter zum Tor des Tages als Seebauer allein auf Geuß zulief und bei seinem 15 Meter-Schuß an den Innenpfosten und von dort ins Tor noch etwas Glück hatte.

Der FC Union spielte mit: Geuß, Stolze, Kummer, Bartsch (GK), Scholz, Sellmann, Gallien, Sidgi (23. Ziegenhardt), Müller (GK), Reinecke (46. Beilfuss), Ilgmann (80. Mai)

Der FC Motor Zeulenroda spielte mit: Hutter, Scholz (GK), Bittner, Goebel, Leussner (GK) (87. Baumert), Schlegel (GK), Schulz, Wittig, Seebauer (90. Kroll), Pohl (66. Maurer), Thaeder

……………………………………………………………………………………..

Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Fußball-Landesligist FC Union Mühlhausen unterlag in einem schwachen Spiel dem mitbedrohten FC Motor Zeulenroda mit 0:1 (0:0) und übernahm nach dem Sieg von Schlusslicht Weida die rote Laterne.

Im Vorfeld war viel und vielleicht zu viel vom Sechs-Punkte-Spiel die Rede gewesen. So konnte man zumindest einen mitreißenden Abstiegskampf erwarten. Doch zu sehen war vor allem Angst. Union begann, völlig unverständlich in einem so wichtigen Heimspiel, vorsichtig und abwartend. Das überraschte selbst die völlig destruktiven Gäste, die offensichtlich ebenso viel Angst hatten wie Union. So entwickelte sich eine grottenschlechte erste Halbzeit, in der Chancen Mangelware waren. Sellmanns 22-Meter-Schuss nach zehn Minuten, ein Schussversuch von Ilgmann und zwei harmlose Kopfbälle von Sellmann und Reinecke – das war es bereits. Zudem musste der hinter den Spitzen aufgebotene Sidgi bereits nach 23 Minuten verletzt ausscheiden. Die Ostthüringer Gäste brauchten 30 Minuten bis zu ihrem ersten Angriff und hatten nur unmittelbar vor der Pause durch Pohl (Außennetz) und Schlegel halbwegs gefährliche Aktionen.Nach dem Wechsel verfehlte Lenssner für die Gäste zunächst mit einem Volleyschuss das Ziel. Symptomatisch für das Spiel dann die Szene, als Zeulenrodas Schlegel eine Sellmann-Flanke an den eigenen Außenpfosten setzte. Nun begann die beste Union-Phase. Kummers Kopfball holte ein Abwehrspieler von der Linie (53.), Kummers nächster Kopfball landete im Tor, doch Schiedsrichter Weber annullierte den Treffer wegen Foulspiels des Schützen – eine zumindest stark diskussionswürdige Entscheidung. Einen Freistoß von Bartsch lenke Hutter zur Ecke, dann hielt der Gästekeeper einen 25-Meter-Schuss von Ziegenhardt (60.). Als alle auf den erlösenden Führungstreffer von Union warteten, kam die kalte Dusche: Mit einem Lenssner-Pass ging Seebauer zentral völlig allein auf das Union-Tor zu und ließ Geuß keine Chance. Dieses 0:1 war bereits die Entscheidung.Unions planloses Anrennen brachte danach kaum Torchancen und über irgendwelche vielleicht elfmeterreifen Szenen zu diskutieren, geht am wirklichen Problem vorbei.Die Gäste brachten mit teils dreistem Zeitspiel die Begegnung problemlos über die Runden und hatten am Ende mit ihren Kontern sogar noch Möglichkeiten, die Führung auszubauen (Seebauer/Außennetz/ 74.). So kam Zeulenroda zu einem hochwichtigen Auswärtssieg, und bei Union blieb nur Resignation. Das ohnehin sehr kritikfreudige Publikum ging früh nach Hause, die Mannschaft saß nach dem Spiel noch lange enttäuscht auf dem Rasen, und auch Trainer Liebetrau verbreitete eher Ratlosigkeit. Der Beobachter fragte sich am Ende schon, wieso in einem derart wichtigen Spiel eine Halbzeit komplett verschlafen wurde.Gegen einen ebenso verunsicherten Gegner wäre ein aggressives Auftreten von Beginn an nötig gewesen, um auch die Zuschauer sofort hinter sich zu bringen. Stattdessen regierte nur die Vorsicht. Selbst in den letzten Minuten konnte kaum Druck erzeugt werden, die Verunsicherung ließ kaum Passspiel zu, und viele technische Fehler unterbanden alle Versuche. Selbst in den Zweikämpfen agierte der Gegner aggressiver.