Mittwoch, Juli 26
Mühlhausen/Thür.
16°C

News

Thüringenliga: SC 1903 Weimar – FC Union 0:1 (0:1)

Schiedsrichter: Michael Kahl (Meuselwitz)
Zuschauer: 150
Torfolge: 0:1 Erik Stolze (6.)

Der SC 1903 Weimar spielte mit: wird nachgereicht

Der FC Union spielte mit: wird nachgereicht

……………………………………………………………………………….

Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Eindrucksvolle Rückmeldung

Mit einem überraschenden 1:0-Auswärtssieg in Weimar meldete sich der FC Union Mühlhausen in der Landesliga zurück. Erik Stolze erzielte früh das Goldene Tor, das nach großer kämpferischer Leistung am Ende für drei Punkte reichte.

Wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist meist irgendwo ein Licht zu sehen. Nach den Enttäuschungen und Turbulenzen der letzten Wochen waren die Erwartungen an das Spiel in Weimar gedämpft. Bereits kurz nach dem Zeulenroda-Spiel hatte sich das Team zusammengesetzt und gemeinsam neu eingeschworen. Die Trainingsbeteiligung in der Woche war gut und auch die Stimmung erstaunlich locker. Man hatte ja nichts mehr zu verlieren und so hieß die Devise nur „jetzt erst recht“. Trainer Bodo Liebetrau sorgte dann für einige Überraschungen in der Aufstellung. Sidgi, Kagramanjan, Müller, Reinecke und Schmidt standen nicht zur Verfügung. So war Improvisation gefragt. Niels Berndt erhielt das Vertrauen für die zentrale Rolle hinter den Spitzen. Der Angriff wurde mit Candy Schmidt aus dem Kreisligateam und Hagen Gallien völlig neu besetzt. Im zweiten Abschnitt kam auch noch Tomasz Wierzewski aus der Zweiten zum Einsatz. Bereits in den ersten Minuten wirkten die Gäste engagierter und spritziger als der Gastgeber. Eine Einstellung, die früh belohnt wurde, als Sellmann eine weite Flanke aus dem Halbfeld schlug und der heranstürmende Stolze den abgewehrten Ball mit einem fulminanten 25-Meter-Schuss zum 0:1 ins Weimarer Tor knallte (6.). Mit dem ungewohnten Gefühl, endlich einmal auswärts zu führen und nicht einen Rückstand aufholen zu müssen, agierte der FC Union Mühlhausen zunächst sehr souverän und ließ bis zur Pause kaum Torchancen zu. Leider scheiterten aber auch die eigenen Konterversuche.
Nach dem Wechsel musste Kapitän Kummer mit einer Oberschenkelverletzung ausscheiden. Doch der befürchtete Bruch im Spiel der Gäste blieb aus, obwohl Weimar stärker wurde und den Druck erhöhte. Nun kam die große Zeit des jungen Keepers René Geuß. In den letzten 25 Minuten vereitelte er eine ganze Reihe von Großchancen in souveräner Manier. Seine Glanzparaden gaben den Vorderleuten Sicherheit. Und als Geuß wirklich einmal geschlagen war, rettete Berndt auf der Linie. Anders als noch vor Wochenfrist gegen Zeulenroda war das kämpferische Bemühen jedes Einzelnen zu spüren. Jeder wollte diesen Sieg unbedingt. Diese Einstellung fand nicht nur den Respekt der Weimarer Zuschauer, sie brachte am Ende drei Punkte. Unions Mannschaftsleiter Hahn lobte am Ende das gesamte Team, „aus dem niemand abfiel.“ Torhüter René Geuß, Jens Beilfuß und auch Hagen Gallien in ungewohnter Rolle verdienten sich ein Sonderlob. Da auch die Abwehr um den gewohnt engagierten Antreiber Bartsch und die kampfstarken Baumbach und Kummer stand, konnte das Team die Rückfahrt mit drei Punkten im Gepäck antreten und zudem Mut für die anstehenden zwei Heimspiele tanken. Denn, der Anschluss ist wieder da und Totgesagte leben bekanntlich länger.