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Männer Thüringenliga: FC Union – Eintracht Sondershausen 0:4 (0:2)

Unter Wert geschlagen

FC Union – Eintracht Sondershausen 0:4 (0:2)

Schiedsrichter: Eugen Ostrin (Eisenach), Zuschauer: 290
Torfolge: 0:1 Caspar (17.), 0:2 Rießland (31.), 0:3 Wattrodt (75.), 0:4 Kollmann (90.)

Zum Jahresausklang mußten sich die Unioner auf dem Nebenplatz des Auestadions mit 0:4 geschlagen geben. Der Sieg der cleveren Gäste war verdient, fiel aber um zwei Treffer zu hoch aus.

Der FC Union spielte mit: Geuß, Baumbach, Bartsch, Stolze (GK), Ziegenhardt, Sellmann (GRK 36.), Beilfuß (GK), Gallien, Berndt (46. Schmidt), Kummer (76. Mai), Müller (GK)

BSV Eintracht Sondershausen spielte mit: Greschke, Braun (76. Treuse), Rasch, Gollnow, Rießland, Caspar (79. Fischer), Duft (GK), Wattrodt, Piesche, Demmer, Bohne (67. Kollmann)

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Spielbericht von Gerd Tuppeit
Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Erneutes Desaster

Nach einer desolaten Leistung unterlag Landesligist Union Mühlhausen dem favorisierten Team aus Sondershausen klar 0:4 (0:2) und enttäuschte dabei in allen Belangen der Partie. Es war ein Nachmittag, der allen Beobachtern die Freude am Fußball nehmen konnte, obwohl das Dezemberwetter erträglich war. Sogar die Sonne zeigte sich längere Zeit. Das war aber auch das Einzige, was an diesem Tage strahlte. Bereits zu Beginn verblüffte Union die erwartungsfrohen Besucher, als man de facto auf Stürmer verzichtete und sich ängstlich vor dem eigenen Tor aufbaute. Das Team agierte plan- und konzeptlos. Die wenigen Angriffszüge versandeten, sodass die Anfangsphase ohne Chancen blieb. Die cleveren Sondershäuser merkten schnell, dass ihnen die defensive Einstellung der Union-Elf Möglichkeiten eröffnete, weil ihre Abwehr nicht gefordert wurde. Bereits die erste nutzte Torjäger Caspar, der nach einem Einwurf die Vorarbeit von Duft zum 0:1 verwertete (18.). Ein Kopfball von Gallien nach Berndts Ecke war kurz darauf die einzig nennenswerte Szene der Gastgeber in Hälfte eins. Zwei Schüsse von Duft nach haarsträubenden Ballverlusten brachten weitere Gefahr. Dazwischen lag eine der vielen dreisten Schauspieleinlagen von Rießland, der seinen Erfolg bei Referee Ostrin jeweils mit hämischem Lachen Richtung Publikum quittierte. Eben jener Rießland war es aber dann auch, der nach einer halben Stunde einen 25-Meter-Freistoß flach zum 0:2 vollstreckte. Vorausgegangen war ein unnötiges Foul von Bartsch, der diesmal schwach spielte und nicht an seine guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen konnte. Nach 36 Minuten dezimierte sich Union auch noch selbst. Nachdem er bereits zehn Minuten vorher wegen eines Handspiels Gelb gesehen hatte, reagierte Sellmann auf einen ausbleibenden Freistoßpfiff mit einem lauten „He“, was Schiedsrichter Ostrin zu Gelb-Rot greifen ließ. Der etwas arrogant auftretende Referee verblüffte die Akteure beider Teams mit überraschender Regelauslegung und oft kurioser Zweikampfbeurteilung. Als Grund für die enttäuschende Leistung der Gastgeber allein taugte der schwache Spielleiter allerdings nicht. Nachdem Caspar aus spitzem Winkel das leere Tor verfehlte, ging es in die Halbzeitpause.
Mit Wiederbeginn hatte der eingewechselte Daniel Schmidt die Riesenchance zum Anschluss, traf aber aus zehn Metern nur den Parkplatz. Fortan spielte Union Mühlhausen in Unterzahl zwar sogar feldüberlegen, aber weiterhin mit langatmigen Ballstafetten und ohne jegliche Torgefahr. Anders die Gäste, die durch Wattrodt (75.) und Kollmann (89.) zwei schulmäßig vorgetragene Konter zum 0:4 Endstand nutzten.
Am Ende blieb leider nur das Fazit, dass Union Mühlhausen mit solch ängstlichen Auftritten und derart kläglichen Offensivbemühungen keine Berechtigung besitzt, in der Landesliga zu spielen. Wiederum traten die taktischen Defizite deutlich zu Tage und verhinderten, dass die Spieler ihr Potenzial auch nur ansatzweise ausschöpften. Wer in ein Heimspiel nur mit der Devise geht, kein Tor zu kassieren, macht am Ende den Kontrahenten stark. Eintracht Sondershausen war es egal, man nahm das Angebot gern an und schließlich auch die drei Punkte mit.