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Thüringenliga: FSV Wacker Nordhausen – FC Union 2:2

Mit toller Moral einen Punkt geholt FSV Wacker Nordhausen – FC Union Mühlhausen 2:2

Nach dem 4:0 Heimsieg gegen Ilmenau gelang den Schützlingen von Trainer Thomas Geuß bei den Rolandstädtern ein 2:2. Dabei lag unsere Mannschaft mit 0:2 zurück, bevor Antreiber Dennis Bartsch und sieben Minuten vor Schluß Daniel Schmidt der umjubelte Ausgleich gelang.
Torfolge: 1:0 Pohl (19.), 2:0 Klaus (24.), 2:1 Bartsch (28.), 2:2 Schmidt (83.)

Aufstellung: FSV Wacker Nordhausen: Schönberger – Elle, Wiegleb, Töpfer, Taute, Ebert, Pistorius (80. Henning), Brack (59. T. Steinberg), Pohl, Lattmann, Klaus

FC Union Mühlhausen: Behn – Baumbach, Stolze, Ziegenhardt (89. Morosov), Beilfuß, Gallien, Scholz (45. Sidgi), Bartsch, Walter, Schmidt, Sellmann

Schiedsrichter: Backhaus (Steinheuterode), Zuschauer: 256

Infos: nnz-online.de Not gegen Elend

Es war noch keine halbe Stunde gespielt, da lag der Tabellenachte aus der Rolandstadt schon standesgemäß mit 2:0 In Front. Die Stürmer Lars Pohl und Torsten Klaus hatten in der 19. und 24. Minute für Wacker eingenetzt. Aber als die halbe Stunde herum war, hatte der schwache Gegner schon den Anschlusstreffer durch Bartsch erzielt (28.). Augenzeugen der Partie berichten von einem Grottenkick, Wacker-Präsident Zeitler bezeichnete das Match als das schwächste, das er in dieser Saison gesehen hat. So kam es wie es kommen musste: Wacker erbettelte sich den Gegentreffer zum Ausgleich durch Schmidt in der 83. Minute. Auch wenn die Spielzeit gelaufen ist, haben die treuen Anhänger des Vereins eine engagiertere Wacker-Mannschaft verdient. Die junge Mühlhäuser Truppe hat es heute vorgemacht. Die Jungs haben gekämpft und sich am Ende den Ausgleich redlich verdient. Bei Wacker bleibt viel Arbeit und sicherlich vermisste nicht nur Präsident Zeitler seinen Spielmacher Jacek Ciesla schmerzlich. Der ist übrigens in der Reha und quält sich täglich, um spätestens im Sommer zur Mannschaft zurück zu kehren. Es wird Zeit. Bericht: Jens Feuerriegel (TA/Nordhausen) Wacker 90 verschenkt den Sieg Wackers Anhänger müssen zurzeit sehr tapfer sein. Noch nicht einmal gegen den Tabellenletzten gelingt den Nordhäusern momentan ein Heimsieg. Es gibt Unentschieden, die fühlen sich wie Niederlagen an. Dieses hier ist so eines. Geduld ist wieder einmal gefragt. Die Erinnerung an Zeiten, in denen Wacker in ein Heimspiel startete wie die Feuerwehr, verblasst allmählich. Der Beginn ist schleppend. Wie vor zwei Wochen gegen Heiligenstadt (2:2). Und beinahe hätte auch Mühlhausen das erste Tor vorlegen können. Aber Schmidt ist selbst überrascht, so frei zum Kopfball zu kommen (6.). Plötzlich steht es 1:0. Und es ist ein Geschenk der Gäste. Lars Pohl läuft in einen missglückten Rückpass, umkurvt noch den Torwart und schiebt den Ball ins Netz (18.). Der Treffer wirkt wie ein Aufputschmittel. Alexander Töpfers kraftvollen Schuss kann der Keeper nur nach vorn prallen lassen. Hauke Lattmann ist zur Stelle und schmettert das Leder über den Balken (21.). Dann lässt Sven Pistorius seine Klasse aufblitzen und setzt sich links außen durch. Adressat seiner Flanke ist Torsten Klaus, dessen Vollstrecker-Qualität eine Augenweide ist – 2:0 (23.). „Wacker auf Kurs , steht zu dieser Zeit im Logbuch. Und die ersten Zuschauer träumen schon von der Höhe des Sieges. Wackers Bruder Leichtfuß heißt diesmal Töpfer. Der 21-Jährige verliert den Ball in zentraler Position. Bartsch hat freie Bahn und lässt Dominik Schönberger keine Abwehrchance – 1:2 (28.). Geschockt sind die Nordhäuser nicht. Klaus stürmt auf der rechten Seite. Statt einer Flanke wählt er den Torschuss. So wird es für den Keeper eine leichte Beute (33.). Auch Daniel Wiegleb beherrscht den Flügellauf. Seine Eingabe erreicht Pohl. Doch der Empfänger zögert. Ein Verteidiger haut dazwischen und schießt Pohl an. Der Ball senkt sich erst knapp hinter dem Querbalken (37.). Cornelius Brack gelingt ein perfekter Steilpass auf Klaus, der nicht lange fackelt. Aber der Treffer zählt nicht. Weil der Schiedsrichterassistent eine Abseitsposition gesehen haben will (39.). Die Pause stört. Wacker hat das Spiel im Griff. Weitere Tore liegen schon in der Luft. Das Gefühl haben die meisten Zuschauer auch zu Beginn der zweiten Halbzeit. Obwohl die Schüsse von Töpfer (53.) und Steven Ebert (56.) dem Torhüter keine größeren Sorgen bereiten. Die Nordhäuser binden den Sack nicht zu, weil sie den Faden verlieren. Die Kraft lässt nach. Das Zittern beginnt. Vorn passiert nichts mehr. Abgesehen von Klaus´ scharfer Eingabe, die fast zum Eigentor führt (71.). Die Mühlhäuser, die eine Dreiviertelstunde auf Tauchstation waren, haben auf einmal wieder festen Boden unter ihren Füßen. Schmidts Schuss ist das Signal (75.). Baumbach scheitert noch an Schönberger (80.). Als die Nordhäuser Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen kann, zündet Schmidt aus 18 Metern eine Rakete, die unhaltbar einschlägt – 2:2 (83.). Wackers Antwort fällt aus. Klaus´ Freistoß ist die einzige Aktion, der man den Siegtreffer zutraut, aber der Torhüter hält den Flachschuss (84.). Eine Schluss-Offensive findet nicht statt. Wackers Versuche bleiben schon im Ansatz stecken. In der Tabelle wächst zwar die Nordhäuser Bilanz um einen Pluszähler. Aber ein Punktgewinn fühlt sich anders an. Unterm Strich dominiert das Empfinden, einen Sieg verschenkt zu haben. Bericht: gt (TA/Mühlhausen) Belohntes Aufbäumen Nach einem 0:2-Rückstand erkämpfte sich der FC Union Mühlhausen beim FSV Wacker Nordhausen doch noch ein 2:2-Unentschieden. Bartsch und Schmidt markierten die Treffer für den Tabellenletzten. Zu Beginn blieb der erwartete Druck der Gastgeber fast völlig aus, ohne die Spielmacher Ciesla und Hoffmann fehlten dem Team die Ideen. So hatte Union die erste Großchance, doch Schmidt verfehlte das Tor mit einem Kopfball aus Nahdistanz. Union-Keeper Behn konnte sich erstmals auszeichnen, als Pistorius einen Freistoß Richtung Tor lenkte. Nach 18 Minuten war Behn dann doch geschlagen, als sich Beilfuß einen katastrophalen Fehlpass im eigenen Strafraum leistete und Pohl die Chance zum 1:0 nutzte. Fünf Minuten später gar das 2:0, nachdem sich Pistorius am linken Flügel durchsetzte und Klaus seine Eingabe per Direktschuss verwandelte. Entgegen früheren Begegnungen hielt Union diesmal auch nach dem Rückstand dagegen. Bartsch nutzte einen missglückten Schlag von Töpfer, behielt vor Schönberger die Nerven und schob zum 2:1-Anschluss ein (30.). Bis auf eine Chance von Pohl (37.) passierte bis zum Wechsel nichts mehr. Nach der Pause begannen die Gastgeber aktiver und Union Mühlhausen hatte bei zwei gefährlichen Eingaben von Klaus etwas Glück. Dann hielt Behn einen Schuss von Ebert und Lattmann scheiterte ebenfalls, nachdem ihn Klaus mit einer Finte glänzend freigespielt hatte. Die unglückliche Verletzung des bis dahin überragenden Bartsch nach einer Stunde ließ nichts Gutes ahnen, aber Union steckte auch jetzt nicht auf und wehrte sich. Schüsse von Schmidt und Baumbach strichen noch am Tor vorbei, aber in der 82. Minute schlug Schmidts Geschoss aus 20 Metern im linken oberen Eck zum 2:2-Ausgleich ein. Auch eine Freistoßserie der Gastgeber in den Schlussminuten änderte nichts mehr am Resultat. Leider spielten die mitbedrohten Teams ebenfalls erfolgreich, so dass sich an der prekären Lage wenig änderte. Augenscheinlich waren erneut die enormen Leistungsunterschiede im Team, wobei sich Beilfuß und Gallien nach schwacher erster Halbzeit später steigerten. Schmidt bewies nicht nur wegen seines Tores ansteigende Form. Insgesamt gab es aber wieder zu viele Schwachpunkte, so dass vieles auf den Schultern von Bartsch lastete. Umso erwähnenswerter war allerdings dann das finale Aufbäumen ohne ihn. Nun empfängt Mühlhausen am kommenden Wochenende Schmölln – gerade gegen diesen Kontrahent hat man viel gutzumachen.