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Thüringenliga: FC Union Mühlhausen – SV 1913 Schmölln 1:3 (1:0)

FC Union Mühlhausen – SV 1913 Schmölln 1:3 (1:0)

Zuschauer: 220
Schiedsrichterin: Torsten Jauch (Bernshausen)
Tor: 1:0 Kummer (18.), 1:1 Wagner (48.), 1:2 Neumeier (50.), 1:3 Rettberg (59.)

Die Unioner bestimmten bis zur roten Karte für D. Schmidt (33.) deutlich die Partie und hätten zur Halbzeit deutlich führen müssen. Schmölln drehte nach dem Wechsel binnen 10 Minuten das Spiel. Die Mühlhäuser verstanden es nicht, eine Vielzahl von Chancen in Tore umzumünzen. Das Ergebnis gibt nicht den Spielverlauf wieder, Schmölln spielte aber wesentlich effektiver

Der FC Union Mühlhausen spielte mit: Geuß, Baumbach, Stolze,  Ziegenhardt, Beilfuß, Kummer (GK), Bartsch (GK), Sidgi (71. Mai), Walter, Sellmann (52. Scholz), Schmidt (RK)

Der SV 1913 Schmölln spielte mit: Mehlhorn, Podlesak (46. Senf), Merkl, Hußner, Östreich, Helbig (55. GRK), Wagner, Neuber, Neimeier, Bartejs (87. Schwenk), Bräutigam (46. Bräutigam GK)

 

Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle: www.thueringer-allgemeine.de)

Jetzt wird´s eng

In einem für den Abstieg vorentscheidenden Duell unterlag Landesligist Union gegen Schmölln nach ganz starker erster Halbzeit noch mit 1:3 (1:0). Kapitän Kummer erzielte die zwischenzeitliche Führung.

Bereits vor dem Anpfiff wurde eine Trainerentscheidung heiß diskutiert: Anstelle des in den letzten beiden Spielen fehlerlosen Torwarts Behn wurde ohne Not wieder die eigentliche Nummer Eins, René Geuß, aufgeboten. Eine Entscheidung, die den jungen, in der ersten Halbserie überzeugenden Keeper spürbar unter Druck setzte, zumal er nach seinen zuletzt gezeigten Leistungen ohnehin verunsichert war. Hier wurde einem talentierten Torhüter kein Gefallen getan, René konnte einem ob der teils unsachlichen Diskussionen fast Leid tun. Zunächst jedoch war der Torhüter nicht gefordert; das Geschehen spielte sich ausschließlich vor dem Schmöllner Tor ab. Union agierte aggressiv und erspielte mit guten Kombinationen Chancen im Minutentakt, aber noch scheiterten Bartsch (11.), Schmidt (Kopfball völlig freistehend/ 12.), Kummer (16./ Drehschuss) und wiederum Bartsch (17./ Volleyknaller). Das 1:0 war nur eine Frage der Zeit. Nach 18 Minuten dann der erlösende Treffer, als Schmidt eine Ecke von Baumbach verlängerte und Kummer zur Führung einschoss.Die bis dahin einzige Möglichkeit der völlig harmlosen Gäste vereitelten Geuß und Sellmann gemeinsam gegen Bartejs (23.). Der Torjäger wurde über weite Strecken von Sellmann völlig abgemeldet. Bartsch und der sehr engagiert spielende Walter vergaben weitere Gelegenheiten für die Hausherren, ehe es in der 33. Minute zum ersten Knackpunkt der Begegnung kam: Aufgrund einer Rangelei an der Seitenlinie nach dem Pfiff erhielt Schmidt die Rote Karte. Der Stürmer erwies seinem Team damit einen Bärendienst und zeigte sich zudem hinterher noch uneinsichtig. Auch in Unterzahl drückte Union zunächst weiter, aber Kopfbälle von Bartsch und Walter verfehlten das Ziel. Mit einer hochverdienten Führung ging es in die Pause.Nach dem Wechsel kippte das Spiel innerhalb von drei Minuten. Zunächst setzte sich Merkl am rechten Flügel durch, bei seiner Flanke verharrte Geuß regungslos auf der Linie, so dass Wegner zum Ausgleich einköpfen konnte (46.). Im Anschluss an einen Freistoß nutzte Neumaier im Nachschuss die Gelegenheit zur Gästeführung (48.). Helbigs Gelb-Rote Karte sorgte nach 53 Minuten zumindest wieder für personelle Gleichheit, und Union bäumte sich gegen die drohende Niederlage auf. Kopfbälle von Kummer und Walter gingen aber knapp übers Tor. Die Entscheidung fiel dann in der 58. Minute, als Rettberg einen Konter gegen den zu zögerlichen Geuß zum 1:3 nutzte. Ein Lattenschuss von Rettberg bedeutete die letzte Szene der Gäste (78.), während Union bis zum Schlusspfiff vergeblich anrannte. Positiv bleibt zu erwähnen, dass Union auch nach dem Rückstand nicht, wie so oft vorher, einknickte, sondern bis zum Schluss fightete. Angesichts der total überlegenen ersten Hälfte, der besten der Saison, war die Niederlage besonders bitter und völlig unnötig. So richtig wussten die Gäste wohl auch im Bus noch nicht, wie sie hier zu den Punkten kamen. Übrigens, zu cleverem Teamverhalten zählt auch, nicht zur Auswechslung zu laufen, wenn der Gegner einen Freistoß bekommt. Die Entstehung eines der Tore bedeutete auch hier bitteres Lehrgeld.Ungeachtet des Ergebnisses, spielerisch und kämpferisch hat das Team nicht enttäuscht. Walter, Sidgi, Baumbach und Kummer sorgten im Verein mit Bartsch immer wieder für Druck und hinten brannte eine Halbzeit lang überhaupt nichts an. Dann kam die Zeit nach der Pause.