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LK-West: FC Union – SG Geraberg/Elgersburg 0:1 (0:0)

Spielbericht von Gerd Tuppeit: /Quelle: www.thueringer-allgemeine.de

Ratlosigkeit bleibt
Landesligaabsteiger Union Mühlhausen verlor auch sein zweites Heimspiel nach desaströser Leistung gegen den SV 08 SG Geraberg mit 0:1 (0:1) und war mit diesem knappen Ergebnis noch gut bedient.

Nach mannschaftsinterner Aussprache am Dienstagabend hatte sich das Team des Gastgebers viel vorgenommen, um den punktlosen Auftakt mit einem Sieg vergessen zu machen, doch auf dem Platz war davon nichts zu sehen. Die Mannschaft wirkte völlig verunsichert und kam kaum zu klaren Aktionen. Fernschüsse von Kowalczyk und Bartsch, ein Kopfball von Baumbach und ein Außennetzschuss von Müller – das war im ersten Abschnitt alles, was von Union zu notieren war.Die defensiv beginnenden Gäste hatten nach 19 Minuten durch Weisleder die erste Riesenchance, doch der Geraberger verfehlte aus wenigen Metern das Tor. In der Schlussphase der ersten Halbzeit trauten die 180 Zuschauer ihren Augen dann nicht mehr: Geraberg hatte seine Zurückhaltung abgelegt und spielte sich mit dem überragenden Kohlmann ein ums andere Mal durch die Union-Abwehr. Zunächst setzte sich Kohlmann gegen Beilfuß durch, nach Behns Glanzparade beförderte Bräutigam den Nachschuss aus Nahdistanz übers Tor (35.).Zwei Minuten später schoss Y. Ben Achour völlig freistehend am langen Eck vorbei. In der 43. Minute lief Kohlmann frei durch und scheiterte am überragend reagierenden Behn, der auch mit dem Pausenpfiff noch einmal sein ganzes Können zeigte. Bräutigam hatte wiederum Kohlmann freigespielt, doch auch diesmal behielt der Union- Keeper die Oberhand. So war der torlose Pausenstand aus Union-Sicht noch das Beste; es hätte zu diesem Zeitpunkt auch 0:3 oder 0:4 stehen können.Zwei Minuten nach dem Wechsel passierte es aber dann doch: Eine Flanke von Roth nutzte Y. Ben Achour zur verdienten Gästeführung.Nun erzielte Union zwar eine optische Überlegenheit, weil die Gäste jetzt den Vorsprung verwalten wollten. Bis auf zwei Aktionen von Mai erspielte sich der Gastgeber aber kaum Chancen. Zunächst lenkte Gästekeeper Städtler einen Kopfball des kleinen Stürmers übers Tor, dann spielte D. Schmidt Mai hervorragend frei; der verunsicherte Union-Angreifer agierte jedoch viel zu zögerlich.

Auch Volker Hoffmann wurde noch zweimal abgeblockt, ansonsten bestanden die Union-Angriffe aus konzeptlosen Bemühungen ohne jede Linie und nur auf den Zufall vertrauend. Da fiel es Geraberg nicht einmal schwer, den Auswärtssieg abzusichern, Roth, Kohlmann und Bärwinkel hätten bei den wenigen Kontern sogar noch erhöhen können.

So blieb am Ende nur Ernüchterung und Ratlosigkeit beim weiterhin punktlosen Schlusslicht, bei dem einzig Torwart Behn mit einigen Glanzparaden starke Form aufwies. Die Anfälligkeit der Abwehr gegen schnelle, bewegliche Spitzen und die erschreckende Harmlosigkeit der Offensive lassen für die nächsten Wochen kaum Besserung erwarten.

Es ist wieder Abstiegskampf im Auestadion angesagt.