LK-West: FC Union – 1.Suhler SV 3:4 (3:0)

Union machte das halbe Dutzend voll

FC Union – 1.Suhler SV 3:4 (3:0)

Auch im sechsten Spiel hintereinander reichte es für die Unioner zu keinem Punktgewinn.

Dabei sahen die über 200 Zuschauer im ersten Abschnitt ein Gastgeberteam, welches nichts mit dem Tabellenplatz zu tun hatte, auf dem es auch nach dem Match steht.

Dabei waren die Suhler mit den drei Treffern durch Daniel Schmidt (2x) und Alex Kowalczyk gut bedient.

Nach der Pause wurden die Gäste spielstärker und kamen immer stärker auf. Nach dem Doppelschlag von Thomas Reuter wurden die Unioner zusehens unsicherer , der wie entfesselt aufspielende Suhler Angreifer schoß mit weiteren zwei Toren die Platzherren fast im Alleingang ab -3:4.

Ein bitteres Erlebnis für alle Mühlhäuser , denen der Fußballsport am Herzen liegt.

 


Viererkette als Torso

Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle: www.thueringer-allgemeine.de)

Der Tabellenletzte Union Mühlhausen bleibt auch nach dem sechsten Spiel punktlos. Gegen den 1. Suhler SV kassierte die Mannschaft nach einer 3:0-Pausenführung noch eine ganz bittere 3:4-Niederlage.

Am Ende suchten alle nach Erklärungen. Es war schon niederschmetternd, was sich an diesem Nachmittag im Aue-Stadion tat. Zunächst jedoch begann Union Mühlhausen bei schönem Herbstwetter zielstrebig und mit dem festen Willen, die ersten Punkte einzufahren.

Von Beginn an agierten die Gastgeber überlegen. Kowalczyk hatte nach einer Viertelstunde eine Riesenchance, zögerte aber zu lange und schoss übers Tor. Zwei Minuten später folgte dann der erste Warnschuss der Gäste, aber der kleine Ex-Oberländer Reuter verzog freistehend. So kam Union nach 23 Minuten zur Führung, als D. Schmidt mit einem Klassepass von Kowalczyk auf und davon zog und im zweiten Versuch traf. Acht Minuten später lief Kowalczyk nach einem Ilgmann-Zuspiel allein auf Keeper Richter zu, vermochte die Chance aber nicht zu nutzen.

Nach 33 Minuten hätte es erneut im Gästetor einschlagen müssen: Nach einer Flanke von Cyckajtys landete ein Hechtkopfball von Kowalczyk aus Nahdistanz aber nur am Pfosten. Kurz darauf war dann endlich auch der junge Stürmer erfolgreich. Mit einem langen Pass aus dem Mittelfeld zog Kowalczyk auf und davon und verwandelte diesmal sicher (37.). Die Verwundbarkeit der Union-Innenverteidigung zeigte sich in der 40. Minute, als Lorenz völlig frei am stark reagierenden Schlussmann Behn scheiterte. Kurz vor der Pause konnte Union Mühlhausen sogar noch erhöhen. Nach einer herrlichen Kombination verwandelte D. Schmidt eine Ilgmann-Flanke zum 3:0.

Was immer in der Kabine passiert sein mag, beide Teams kamen völlig verändert aus der Kabine. Suhl wirkte nun aggressiver und entschlossener, Union musste dem hohen Aufwand der ersten Halbzeit Tribut zollen. Inzwischen hatte Suhls renommierter Trainer Axel Wittke natürlich auch die Schnelligkeitsdefizite in der engeren Mühlhäuser Abwehr analysiert und seine Stürmer Reuter und Reich entsprechend eingestellt. Bereits unmittelbar nach Wiederbeginn lief Reuter allein auf den gut reagierenden Behn zu. Dann hatte Union bereits die letzte Riesenchance, als drei Spieler frei vor dem Torwart standen, D. Schmidt jedoch nach Bartsch-Pass kläglich und leichtfertig vergab. Ein 20-Meter-Schuss von Kowalczyk noch (55.) – danach war es mit der Herrlichkeit vorbei. Doch statt angesichts der nachlassenden Kraft den Vorsprung zu sichern, agierte man weiter naiv und offen mit einer „Viererkette“, die von den Südthüringern nun komplett demontiert wurde. Mit einer 3:0-Führung ausgekontert zu werden, spricht von wenig taktischer Cleverness. Reuter lief bei einem schnellen Gegenzug unbedrängt zum Tor durch (3:1/ 57.), eine Minute später nutzte er ein Solo durch die Deckung zum 3:2-Anschluss. Behn rettete noch großartig gegen F. Wilhelm (60.), doch wenig später traf erneut Reuter nach Vorlage von Reich zum Ausgleich (71.).

Zu allem Überfluss verhängte die unberechenbar pfeifende Kuchmann noch einen Foulstrafstoß, als Behn den Ball vor Seyfarth wegspitzelte. Reuter nutzte die Chance zu seinem vierten Tor (79.). So blieb eine deprimierende Niederlage mit Langzeitwirkung. Über mögliche Konsequenzen bei Union wird diese Zeitung berichten, der Vorstand beriet noch im Stadion kurz nach dem Spiel.