Mittwoch, Juli 26
Mühlhausen/Thür.
13°C

News

FC Union – Normania Treffurt 0:2 (0:0)

Schiedsrichter: Swen Eichler (Erfurt)  / Zuschauer: 350 /  Torfolge: 0:1 Venter (79.) , 0:2 Feike (89.)


 

Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle www.thueringer-allgemeine.de)

Viel zu wenig nach vorn

In einem hochbrisanten, aber fairen Abstiegsderby unterlag Union Mühlhausen dem mitbedrohten, von Ex-Union-Trainer Geuß betreuten, SV Normania Treffurt mit 0:2 (0:0) und verbleibt damit in der gefährdeten Tabellenregion.

Mit Spannung wurde dieses „Sechspunktespiel“ von beiden Seiten erwartet. Bereits vorab zeigten sich die Gäste hocherfreut, denn die Wahl des kleinen Hartplatzes spielte der Elf mit seiner taktischen Ausrichtung voll in die Karten. Selbst wenn die Bodenverhältnisse diesmal ein Spiel auf dem Hauptplatz nicht zuließen, eine Stadt wie Mühlhausen sollte hier Alternativen bieten können.

Die Partie begann sehr intensiv und mit hohem Tempo, das spielerische Niveau blieb aber über die gesamte Begegnung sehr begrenzt. Union startete stärker, Treffurt verengte die Räume und beschränkte sich zunächst aufs Abwarten. Der Gastgeber agierte sehr bemüht, doch zunächst kam bis auf einige Schussmöglichkeiten von Schmidt und einen Bartsch- Versuch am Tor vorbei wenig zustande. Erste Signale setzte dann der agile Kowalczyk. Zunächst strich sein Scharfschuss knapp übers Tor, dann sahen viele seinen Kopfball schon hinter der Linie. Nicht jedoch der gute Referee Swen Eichler.

In den Minuten vor der Pause wurde Treffurt plötzlich aktiver und erspielte sich gleich zwei Riesenchancen. Zunächst rettete Geuß glänzend gegen den allein vor ihm auftauchenden Kaufhold (34.) und nur zwei Minuten später jagte Venter einen Kopfball nur Zentimeter über die Latte. Kurz vor dem Wechsel schied zu allem Überfluss auch noch Kowalczyk mit Verdacht auf Außenbandriss aus, was die Angriffswirkung der Gastgeber fortan erheblich einschränkte.

Im zweiten Abschnitt lief bei Union nichts mehr zusammen, und die Gästeführung deutete sich früh an. Noch rettete Geuß bravourös gegen Müller, der von Kaufhold glänzend freigespielt wurde (53.). Auch Mönches Versuch (60.) blieb noch erfolglos, doch in Minute 78 passierte es schließlich doch noch: Bei einem Gewühl vor dem Strafraum sprang Stolze übermotiviert und unnötig so in den Zweikampf, dass der Schiedsrichter auf Freistoß für Treffurt entschied. Ruhende Bälle sind bekanntermaßen die Stärke der Treffurter. Venter nutzte diese Gelegenheit mit einem abgefälschten Schuss zum 0:1. Das erhoffte Aufbäumen der Gastgeber blieb Stückwerk, und Treffurt baute die Führung zwei Minuten vor dem Ende aus. Der eingewechselte Torjäger Dietrich setzte sich im Laufduell clever gegen Stolze durch und passte auf Venter. Dessen scharfes Zuspiel kam zu Feike, der sich die Chance zum 0:2 nicht entgehen ließ.

Am Ende war der Sieg der Gäste nicht einmal unverdient. Union versäumte es, seine starke Anfangsphase zu nutzen. Mit der Verletzung von Kowalczyk und dem konditionellen Nachlassen des anfangs enorm starken Bartsch verlor das Union-Spiel jeglichen gefährlichen Zuschnitt. Nach dem guten Auftritt in Bischleben war dieses Spiel ein klarer Rückschritt, und die Verletzung von Kowalczyk wird sich sicher noch in den nächsten Wochen auswirken. Hoffentlich dann nicht mehr auf Schlacke.