LK-West: FC Union – SV EK Veilsdorf 0:1 (0:0)

Schiedsrichter: Patrick Leining (Oechsen)

Zuschauer: 160

Tor: Tuchenhagen (78.)

 

Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle: www.thueringer-allgemeine.de)

Eine Unachtsamkeit entschied

Nach dem Auswärtsunentschieden in der Vorwoche in Geraberg konnte der FC Union in der Landesklasse gegen EK Veilsdorf seine kleine Serie nicht ausbauen und unterlag durch ein spätes Tor von Tuchenhagen mit 0:1 (0:0).

Beide Teams agierten bei sintflutartigem Regen und extrem starkem Wind auf dem Picht-Sportplatz abwartend, waren auf Sicherheit bedacht. Das Wetter beeinflusste besonders im ersten Abschnitt die Begegnung maßgeblich. So war für beide Teams kein Kombinationsspiel möglich. Es waren ganze Einwurfserien zu bestaunen, weil der Ball ständig ins Aus geweht wurde. Mit den Witterungsunbilden hatten beide Teams zu kämpfen. Vieles lief frühzeitig auf ein torloses Spiel hinaus, denn nur wenige torreife Situationen wurden auf beiden Seiten herausgespielt. Wierzewskis Durchbruch landete nach fünf Minuten am Außennetz, und kurze Zeit später verfehlte auch der beste Gästeakteur, Tuchenhagen, mit einem Kopfball das Ziel. Ein Schuss von Beilfuß nach guter Flanke von Schmidt bedeutete auch keine wirkliche Gefahr.Nach 15 Minuten aber gelang Union ein schöner schneller Angriff über den erneut starken Hilbrecht und Schmidt. Ein Gästeverteidiger lief jedoch dazwischen und schoss die Kugel scharf, aber kontrolliert, zu seinem Keeper Amend zurück. Dieser musste den Ball in die Hand nehmen und rechnete wohl schon mit einem indirekten Freistoß für Union, als der Schiedsrichter zur Überraschung beider Teams weiterlaufen ließ. Ein Morosow-Freistoß wurde dann sichere Beute von Amend (30.), der aber zehn Minuten später voll gefordert wurde, als Hilbrecht einen Eckstoß direkt aufs Tor zog. So ging es torlos in die Pause.Die zweite Halbzeit begann mit zwei Kopfbällen von Hilbrecht unter harter Bedrängnis. Doch die Gäste spielten nun mit dem starken Wind im Rücken offensiver. Schüsse von Otto und Tuchenhagen wurden zwar noch Beute von Geuß, doch es war nicht zu übersehen, dass Veilsdorf nun zeitweise das Zepter übernahm. Dazu trug sicher bei, dass Union nach der Verletzung von Gallien umstellen musste, und Hilbrecht sich nach der Einwechslung von Mai ins linke Mittelfeld zurückzog. So fehlte ganz vorn jener Spieler, der viele Bälle festmachte und behauptete. Vor allem aber agierte Veilsdorf nun mit Rückenwind geschickter, weil die Mannschaft jede Schussmöglichkeit nutzte. Dies hatte man von Union im ersten Abschnitt leider nicht gesehen.

So kam der Führungstreffer der Gäste in dieser Phase nicht einmal überraschend. Tuchenhagen zog aus 20 Metern kurzentschlossen ab, und der Ball schlug im rechten unteren Eck zum 0:1 ein (78.). Nun bäumte sich Union mit letzter Kraft auf und erspielte sich durch Schmidt (85./übers Tor) und Bartsch (87./vom Keeper stark pariert) zwei sehr gute Kopfballchancen aus kurzer Distanz. Als der einschussbereite Mai dann bei einer Flanke klar gestoßen wurde, versagte ihm der Schiedsrichter den fälligen Strafstoß, was den kleinen Stürmer noch lange nach dem Spiel aufregte. Am Ende blieb es bei der knappsten aller Niederlagen in einem eigentlich typischen 0:0-Spiel, das sehr unter den äußeren Bedingungen litt. Union-Trainer Nemetschek lobte hinterher die Einsatzbereitschaft seines Teams und bedauerte sehr, dass eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr schließlich noch den verdienten Punkt kostete.