Mittwoch, November 22
Mühlhausen/Thür.
°C

News

LK-West: 1. Suhler SV – FC Union 6:1

Schiedsrichter: Tim Annemüller (Schleusingerneundorf)
Zuschauer: 120

Torfolge: 1:0 Seyfarth (7.), 2:0 Wank (17.), 3:0 Lorenz (39.), 4:0 Wohlfahrt (44.), 4:1 Wank (75./ET), 5:1 Reuter (83.), 6:1 Müller (89.)

Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle: www.thueringer-allgemeine.de)

 

Zu viel Respekt

 

Ohne Chance war der FC Union Mühlhausen auf dem Kunstrasen bei der 1:6-Niederlage im Suhler Haseltal. Selbst den Ehrentreffer erzielten die Suhler per Eigentor auch noch selbst.

Nach den guten oder zumindest akzeptablen Auftritten der Union-Elf in den vergangenen Wochen war das Spiel in Suhl ein Rückfall in bereits überwunden geglaubte Zeiten. Von Beginn an agierte Union ängstlich und mit übertriebenem Respekt vor den Gastgebern. Nichts erinnerte an die selbstbewussten Auftritte bei den Spitzenteams in Leinefelde und Geraberg, als hochverdiente Punktgewinne geholt werden konnten. Zaghafte Angriffsbemühungen ohne jede Präzision konnten den Gastgeber nie erschrecken, und das desolate Abwehr-Verhalten lud die Suhler zum Toreschießen ein. Dabei agierte Suhl spielerisch nicht einmal überragend, aber die glänzend besetzte Offensive um Reuter, Wohlfahrt, Lorenz, Seyfarth und den eingewechselten Torjäger Reich zeigte eine solche Effektivität in der konsequenten Ausnutzung der Chancen, dass man zur Halbzeit um Union fürchten musste.

Den Torreigen eröffnete Seyfarth, der einen Abpraller mit straffem Schuss verwandelte. Wenig später brachte Wank eine Ecke von Paul volley mit einem Aufsetzer unter die Latte im Gehäuse unter. Kurz darauf gelangen den Gästen die beiden einzigen erwähnenswerten Offensiv-Aktionen der ersten Hälfte. Doch Wierzewskis Kopfball strich über die Latte (22.), und auch Morosows Schuss nach einer Flanke von Hilbrecht flog über das Tor (24.). So legte Suhl kurz vor der Pause nach: Der kopfballstarke Lorenz kam unbedrängt an eine Freistoßflanke von Müller und erhöhte auf 3:0 (42.), bevor er nur drei Minuten später einen Pass von Reuter zum 4:0-Pausenstand nutzte.

Die zweite Halbzeit eröffneten die Gäste gleich mit einem Tor von Wierzewski, doch wegen eines Fouls an Torhüter Richter fand der Treffer keine Anerkennung. Nur eine Minute später klärte der kleine Pole schon wieder auf der eigenen Torlinie bei einem Kopfball des eingewechselten Reich. Ein weiterer Kopfball, diesmal von Wohlfahrt, traf das Außennetz (50.). Hilbrecht hätte kurz darauf fast den ersten Union-Treffer markiert, sein geschickter Ablenker eines Passes von Morosow landete allerdings nur am Außenpfosten. Wenig später vergab Wierzewski nach gutem Durchspiel überhastet.

Dann passierte fast 20 Minuten auf beiden Seiten nichts. Immerhin stand die Union-Deckung nun etwas konzentrierter, und auch Suhl agierte nicht mehr so zielstrebig. So gelang Mühlhausen der Ehrentreffer, allerdings musste der Gastgeber auch dies selbst besorgen, als Wank eine gute Eingabe von Jacob unter Bedrängnis durch Mai zum 4:1 ins eigene Tor lenkte (78.). Reuter per Kopf nach abgefälschter Flanke von Maiberg (5:1/85.) und Müller mit einem sicher nicht unhaltbaren 25-Meter-Knaller (6:1/90.) beschlossen dann den Torreigen in einem Spiel, das man schnell abhaken sollte. Das Team hat im Frühjahr bereits ein anderes Gesicht gezeigt, daran gilt es nach Ostern unbedingt anzuknüpfen.