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LK-West: FC Union – SG Wartburgstadt/Lok Eisenach 2:1

Erster Sieg der Rückrunde im Abstiegsknaller

 

 

Zuschauer: 260 / Schiedsrichter: Lothar Kruse (Hundeshagen) / Torfolge: 1:0 D. Schmidt (9.), 1:1 Da Dilva (52.), 2:1 Morosov (87.)

 

Kurz vor Ultimo hörte man ein großes Krachen im Auestadion. Da fiel den meisten der 260 Zuschauer und allen Unionern ein Riesenstein vom Herzen. Valery Morosov sorgte in der 87.Minute für Jubel in den Reihen der Gastgeber. Daniel Schmidt brachte sein Team bereits nach 9 Minuten in Führung, nach dem Wechsel gelang Eisenachs besten Akteur da Silva der Ausgleich

(53.)

 

Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle: www.thueringer-allgemeine.de)

Große Erleichterung

Der FC Union Mühlhausen gewann in der Landesklasse das eminent wichtige Abstiegsduell gegen den alten Rivalen aus Eisenach durch ein spätes Tor des eingewechselten Morosow mit 2:1 und verschaffte sich damit wieder ein wenig Luft im Abstiegskampf.

Sechs-Punkte-Spiele sind selten gut und auch diesmal unterstrichen beide Mannschaften eindrucksvoll, warum sie derzeit im unteren Bereich der Tabelle angesiedelt sind. Mühlhausen war das am Ende egal, es zählten nur der erste Sieg im Jahr 2009 und drei Punkte, die im Kampf um den Klassenerhalt von entscheidender Bedeutung sein können.

Union begann sehr engagiert und bereits die erste Aktion ließ die meisten der 260 Zuschauer jubeln. Mit einem langen Pass zog D. Schmidt auf und davon und schob den Ball überlegt an Sobieray vorbei zum 1:0 (5.). Der oft beschworene „Auftakt nach Maß“ gab aber keine Sicherheit, die Nervosität blieb. Grögers gehaltener Kopfball bedeutete ein erstes Achtungszeichen der Gäste (19.). Doch auch Union drückte auf das zweite Tor. Unfassbar, wie D. Schmidt die Flanke von Bartsch völlig frei aus kurzer Distanz vergab. Besser war Hilbrechts Schrägschuss aus halblinker Position, den Sobieray entschärfte (20.). Gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Gäste besser ins Spiel und erarbeiteten sich Chancen.

Einen Knaller von Leinhos entschärfte Geuß in großem Stil (36.), kurz darauf sorgte ein Solo von Hörschelmann am rechten Flügel für Gefahr. Glücklicherweise agierte der gefährliche Außen wie auch Gröger auf der anderen Seite viel zu tief, beide sorgten so nur selten für Gefahr. Ein gefährlicher Ortlepp-Freistoß und eine Rettungstat des überragenden Beilfuß gegen da Silva, dann war die erste Halbzeit Geschichte.

Nach dem Wechsel setzten die Gäste ihre starke Phase fort und wurden schnell mit dem Ausgleich belohnt. Nach einer weiten Flanke rettete Geuß noch gegen den völlig freien Griechen Lios, gegen den Nachschuss von da Silva war der Keeper dann machtlos – 1:1 (52.). Kurz darauf rettete Geuß im kurzen Eck glänzend gegen den eingewechselten Wiegand, der von da Silva freigespielt worden war. Dann legte Wiegand für Stötzel auf, doch der Ex-Mühlhäuser ist ja bekanntermaßen kein Torjäger.

Dann kam Union langsam ins Spiel zurück, und D. Schmidt wurde nun zum tragischen Helden. Zunächst köpfte er eine gute Hilbrecht-Flanke frei am Tor vorbei, dann wurde er nach Pass von Morosow abgeblockt. Nach einem weiteren Pass von Morosow scheiterte der lange Stürmer an Sobieray, und auch einen krassen Fehlpass von Sobieray konnte Schmidt nach Pass des aufmerksamen Hoffmann nicht nutzen. Schließlich landete auch sein Kopfball aus kurzer Entfernung nach Hoffmanns Flanke in den Armen des Keepers. Auf der Gegenseite zog nur da Silva einige Male an, der kleine Brasilianer war aber ansonsten bei Kummer in guten Händen. So bedeutete jene Aktion kurz vor Schluss die Entscheidung. Hilbrecht passte zu Matschiner, und der bediente mit einem tollen Pass Morosow. Der Routinier behielt die Nerven, schoss zum 2:1 ein (87.), und allen fiel ein Stein vom Herzen. Übrigens: Trainer Nemetschek lag diesmal mit den Einwechslungen goldrichtig. Alle drei Akteure brachten Schwung, auch wenn Matschiner kurioserweise bereits drei Minuten nach seiner Einwechslung gelbrot-gefährdet war. Hier wäre einfach etwas mehr Cleverness angebracht.