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Köstritzer-Liga: FC Union – Wismut Gera 0:1 (0:0)

Schiedsrichter: Marco Schneider (Viernau), Zuschauer: 280 / Tor: 0:1 Neuber (76.)

Der FC union spielte mit: Kawcznski, Rauer, Janda, Schönheit, Schneider, Frohn, Montag, Meyer, Ilgmann, Ibojan, Schmidt (Hilbrecht, Kümpfel)

Wismut Gera spielte mit: Just – Scholze, M. Urbansky, Lange, Steinbach, Lippold, Helbig, Nong-Hoang (ab 69. Neuber), Hoffmann (ab 87. Gerold), Heuschkel, S. Urbansky

In einer intensiv geführten Partie hatten die Unioner in Halbzeit Eins klare Möglichkeiten um in Führung zu gehen. Die zweite Halbzeit dominierten dagegen die Gäste, ohne dabei im Angriff zwingend zu wirken. So ging dem Siegtreffer der Geraer ein Fehler der Gastgeber voraus. Die Niederlage im vorletzten Heimspiel der Saison war durchaus vermeidbar.

Spielbericht von vON Gerd Tuppeit (Quelle: Thüringer Allgemeine Mühlhausen)

Es sind diese Begegnungen zum Saisonende, bei denen es für niemanden um etwas geht. Der Druck ist mittlerweile weg und nun könnten die Teams relativ befreit aufspielen und dadurch schönen Fußball zeigen. Oft passiert aber gerade das leider nicht. In dem Bewusstsein, das alles gelaufen ist, bieten viele Mannschaften leider nur bessere Freundschaftsspiele an. Ganz so schlimm war es diesmal im Mühihäuser Auestadion nicht, dennoch gingen sehr viele Besucher unzufrieden nach Hause, nicht nur ob der knappen 0:1-Niederlage des FC Union gegen Wismut Gera. Den besseren Start erwischten die Gäste aus Gera, ohne jedoch wirklich zwingend oder überzeugend zu agieren. Aber immerhin gelangen zumindest einige torgefährliche Aktionen. Mit der ersten hätte Heuschkel aus ganz spitzem Winkel fast Mühlhausen Keeper Kawczynski überrascht, der mit einer Flanke gerechnet hatte. Hoffmann (Heber), Heuschkel sowie erneut Hoffmann mit einem Kopfball, das war es schon, was aus dem ersten Durchgang zu notieren war. Die Mühihäuser standen in der Defensive gewohnt sicher, nach vom jedoch passierte vor der Pause wenig. Schmidt und phasenweise Ibojan standen stets einer defensiven Übermacht gegenüber, das Nachrücken aus dem Mittelfeld funktionierte nur selten.
Nach der Pause wurde das für einige Zeit deutlich besser und Union stand zweimal vor einer Führung. Zunächst verzog der junge Ibojan völlig frei vor dem Kasten. Nur wenig später spielten sich Schmidt und Ibojan im Doppelpass durch, doch auch der Union-Torjäger brachte die Kugel nicht im Gehäuse unter. So passierte das, was in der Regel in solchen Fällen immer passiert, der Gegner macht das Tor. Die tief stehende Union-Defensive brachte den Ball nicht richtig aus dem Strafraum heraus, im Rückraum lauerte der eingewechselte Neuber vollkommen frei und beförderte den Ball mit sattem Vollspannschuss in die Maschen zum 0:1 (77.). Das Fehlen von Göschick war deutlich zu spüren. Trotz aller Bemühungen war Union danach nicht mehr in der Lage, den Ausgleich zu erzielen. Das Fehlen der spielstarken Göschick und Verner war deutlich zu spüren, Meyer und Routinier Schneider allein waren nicht in der Verfassung, für das nun nötige spielerische Ubergewicht zu sorgen. Dennoch, Gera zählt zu den besseren Teams der Liga und eine knappe Niederlage ist kein Weltuntergang. In Mühlhausen wird auch im nächsten Jahr Verbandsligafußball gespielt – das hat sich das Team um Trainer Bernd Nemetschek hart erarbeitet.
Noch eine Notiz zu den Begleitumständen: Wieder einmal musste ein großes Polizeiaufgebot in Verbindung mit der Security die mitgereisten Schlachten-bummler der Gäste geleiten. Bis auf zwei Rauchbomben, die kurioserweise nur den Gästeblock selbst einnebelten, passierte zum Glück nicht viel — es blieb meist friedlich. Immer wieder stimmt es jedoch nachdenklich, dass bereits in Liga sechs ein solch großer Aufwand betrieben werden muss, um Spieler und Fans zu schützen und den Fußballgenießern einen erbaulichen Nachmittag zu bereiten.

Bilder folgen …