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Frauen Thüringer Landespokal: FC Union – FFC Gera 4:5 n.V.

Am Sonntag, den 10.06.12 ging es ab 14:00 Uhr in der Sachsensiedlung im Viertelfinale des Landespokals gegen den FFC Gera. Die Truppe um Trainerin Martina Klepsch ist im Moment das Beste, was der Amateurfußball in Thüringen zu bieten hat. Aber die Unionerinnen hatten nichts zu verlieren und versuchten dem Favoriten ein Bein zu stellen. Nach einer 5 minütigen Abtastphase gab es aber dann die ersten Höhepunkte. In Minute 11 erlief sich Susi Eichenberg einen langen Ball und wurde im Strafraum gelegt. Eigentlich eine klare rote Karte, da keine Gegenspielerin in der Nähe war. Der ansonsten sehr gute Schiri beließ es bei Gelb und dem Strafstoß. Diesen verwandelte Christine Franz ohne Probleme. Die FFC Mädels waren darauf ein wenig geschockt. Die etwas bessere Spielanlage zeigten Sie trotzdem. Aber Union hielt mit unbendigem Willen und den flinken Offensivspielerinnen gut dagegen. So war es Annika Rittmeier, die sich den Ball toll erkämpfte und zu Eichenberg weiterleitete. Diese erhöhte auf 2:0 (26.). In der 30. Minute rieben sich dann alle verwundert die Augen. Denn wieder nach einem guten langen Ball markierte Susi Gaspar das 3:0. Aber ab diesem Zeitunkt wachten die Gerarerinnen richtig auf. Union verlor jetzt zu viele Duelle im Mittelfeld und ließ dem Gegner zu viel Platz. Dies wurde bestraft und durch 2 tolle Kombinationenn kam der Gast bis auf 3:2 heran (32./37). Bis dahin konnte der Thüringenligaspitzenreiter nur mit Fernschüssen gefährlich werden. Diese waren aber alle sichere Beute für die überragend aufgelegte Katja Tschiesche im Tor. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang knüpfte der Gast an seine gute Leistung an und bestimmte den Takt weitgehend. Aber Union blieb immer wieder durch Konter gefährlich. In der 58. Minute glich Janine Bludau zum 3:3 aus, nachdem Katja Tschiesche und Jessica Groß nach einem Zusammenprall liegen blieben. Es war eine unheimlich spannende und intensive Partie die alle Zuschauer begeisterte. Als Bludau dann nach einer langen Flanke und etwas Verwirrung im Unionstrafraum noch die 4:3 (70.) Führung erzielte, dachten viele das wäre es. Aber Union kam nochmal. Erst scheiterte Paula Meyer knapp. Kurz später erwischte Eichenberg den Ball nicht mehr richtig. Aber in der 80. Minute packte Lisa Görtler mal wieder eine Ecke aus, die man lange nicht von ihr gesehen hat. Mit viel Schnitt getreten senkte sich der Ball hinter der Torfrau im langen Winkel. Nun stand es 4:4 (80.). In der 4. Minute der Nachspielzeit parierte dann Tschiesche nocheinmal sensationell auf der Linie. Kurz danach pfiff der Schiri ab. Es gab also Verlängerung. Für Meyer und Görtler die völlig ausgelaugt waren, kamen Fröbe und Steinbrecher ins Team. Gera machte weiter viel Druck aber Tschiesche und die Unionabwehr ließ sich nicht überwinden. Bis zur 103. Minute. Nach einer Ecke kam Bludau aus 6 Meter frei zum Schuss. Tschiesche war blitzartig am Boden und lenkte den Ball zur Seite. Leider stand dort Denise Werner, die den Ball in den Winkel schlenzte. Die Akkus waren ziemlich leer bei allen. Aber gekämpft wurde bis zur 122. Minute als der Schiri abpfiff. Knapp an der Sensation vorbei, aber mit viel Beifall von Fans und Gegner beklatscht, gingen die Unionerinnen erhobenen Hauptes vom Platz. Alle Szenen kann man hier gar nicht erwähnen aber die Abwehr rund um Fehringer (Göbel, Groß, T. Gaspar) und die Doppelsechs mit Wichert und Franz ließ dem Gegner nur zu 10 Chancen über die 120 Minuten kommen. Das war vom gesamten Team eine klasse Leistung und ein toller Saisonabschluss. Wichtigste Erkenntnis nach diesem Spiel ist aber das der Kader verbandsligatauglich ist und man sich vor niemanden verstecken muss. In 2 Wochen zeigen sich die Mädels nochmal zu einem Werbespiel in Ershausen bevor es dann in die wohlverdiente Sommerpause geht.

Der FC Union spielte mit: Tschiesche – Göbel (T.Gaspar), Fehringer, Groß – Wichert, Franz – Meyer (Fröbe), Rittmeier, Görtler (Steinbrecher) – Eichenberg, S.Gaspar