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Kurztrainingslager und 7:1 Testspielsieg gegen Eisenach

Am heutigen Sonntag war für die Unionmädels wohl der bisher stressigste Tag der Vorbereitung. Neben dem Trainingslager, welches ab 8:00 Uhr auf dem Programm stand, kam es bei tropischen Temperaturen um 13:00 Uhr noch zu einem Testspiel gegen die Eintracht aus Eisenach.

Aber der Reihe nach. Am Morgen ging es mit einem 3,5 km Lauf los. Danach folgte das gemeinschaftliche Frühstück mit ausreichend Vitaminen. In der anschließenden 2-stündigen Trainingseinheit standen im ersten Teil verschiedene Spielformen und danach das Trainieren von Standartsituationen auf dem Programm. Um 11:30 Uhr ging es dann zum wohlverdienten Mittagessen, dass von Mannschaftsbetreuerin Petra Haberzettel zubereitet wurde. An dieser Stelle nochmals einen schönen Dank für die tolle Betreuung den Tag über. Als dann Eisenach anreiste und die Temperaturen immer noch extrem hoch waren, einigte man sich mit dem Gast und dem Schiedsrichter auf 3 x 25 Minuten Spielzeit. Union ging durch die Belastung gehandicapt in die Partie. Außerdem fehlte Toptorschützin Susi Eichenberg, Libero Ines Fehringer und Neuzugang Sabrina Kurzner. Tina Gaspar musste nach Kreislaufproblemen auch kurzfristig das Spiel absagen. Zum Glück standen mit Jasmin Steinbrecher und Neuzugang Alexandra Worch 2 B-Juniorinnen noch zur Verfügung, die das Wechselkontingent doch noch auf 4 Spielerinnen nach oben schraubten. Aber die Partie nahm einen ganz anderen Verlauf als erwartet. Union zeigte einerseits die bessere Spielanlage, andererseits lieferte man aber auch läuferisch die bessere Leistung ab. So war es Annika Rittmeier, die nach jeweils tollen Kombinationsspiel über die Außen die ersten 2 Tore erzielte (7. / 16.). Bei den Distanzschüssen, mit denen Eisenach gefährlich blieb, zeigte Katja Tschiesche keine Schwächen. In der 23. Minute dann das Tor des Tages. Nach einer tollen Ballstaffete über Rupprecht, Preuß und Rittmeier kam Pala Meyer an den Ball. Sie ließ noch eine Gegenspielerin aussteigen und jagte das Leder aus ca. 25 m in den Winkel. So endete das erste Dittel mit einem 3:0. Im zweiten Abschnitt hatte sich Eisenach dann mehr vorgenommen. Dazu kamen 4 Wechsel auf Unionseite, die den Spielfluss anfangs erstmal etwas schadeten. Eisenach spielte nun stärker aber die Abwehr um Steinbrecher, Sekal und Groß hielt dem noch stand. So war es dann Tine Franz die nach einem verunglückten Torabstoß das 4:0 markierte (34.). In der 47. war es dann Franziska Wagner, die nach super Vorarbeit der jungen Alex Worch das 5:0 erzielte(47.). Im letzten Drittel begegneten sich beide Mannschaften weiter auf Augenhöhe. Nun merkte man den Unionerinnen nachlassende Kräfte und Konzentrationsmängel an. Pässe kamen nicht mehr so genau und Situationen wurden falsch eingeschätzt. Aber nach einer misslungenen Abseitsfalle der Wartburgstädterinenn war es nochmals Franziska Wagner die auf 6:0 erhöhte. Aber Eisenach konnte auch Ergebniskosmetik betreiben. In der 68. Minute seegelte ein langer Ball in die Schnittstelle der Unionabwehr. Mannschaftskapitänin Berndt ließ sich nicht zweimal bitten und nagelte den Ball wuchtig ins Tor. Tschiesche war hier chancenlos (68.). Kurz darauf hätte Eisenach noch 2 Tore machen können. Ein Distanzschuss landete am Außenpfosten und nach einer Ecke rettete Tschiesche blitzartig auf der Linie. In der 71. Minute machte Wagner dann ihren Hattrick perfekt. Nachdem Worch sich im Strafraum gut durchsetzte, flankte sie butterweich auf Wagner die mit dem Kopf aus 5 m einnickte. In der letzten Minute hätte Worch dann ihre gute Leistung fast noch mit einem Tor gekrönt. Die Flanke von Wagner verpasste sie aber ganz knapp. So endete die Partie mit 7:1. Es neigte sich ein anstrengender aber sehr erfolgreicher Tag dem Ende. Auch die noch nicht erwähnte Julia Busse wusste auf unbekanter Liberoposition als Fehringer-Vertretung zu überzeugen. Nun warten weitere 2 Wochen, wo die Feinabstimmungen noch erarbeitet werden müssen und dann wartet die erste Runde im Landespokal. Hier geht es zum SSV Schlotheim. Trotz des Klassenunterschiedes wird das für die Unionerinnen kein leichter Ritt, denn dieses Derby bietet immer besondere Brisanz, was die letzten Jahre gezeigt haben.

Der FC Union spielte mit: Tschiesche – Göbel, Busse (Steinbrecher), Groß (Sekal) – Rupprecht, Preuß – Meyer, Rittmeier, Görtler (Trenkelbach) – Wagner, Franz (Worch)