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Köstritzer Verbandsliga: Wismut Gera – FC Union 0:3 (0:2)

 

Union überrennt Wismut beim klaren Auswärtssieg – Das war ein Klasse-Auftritt der Nowak-Schützlinge im Stadion der Freundschaft. In einer gutklassigen Partie überraschten die Unioner die Platzherren beim 3:0 Erfolg. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal. Zahlreiche Verletzungen und durch berufsbedingte Ausfälle mussten die Verantwortlichen mit einem dezimierten Kader zurecht kommen.

Doch im Moment scheinen alle Maßnahmen zu greifen.  Vereinsvize Guido Schwab brachte mit seinem Privat-PKW Stephan Montag berufsbedingt hinterher, am Freitag gelang noch der Transfer von Alex Kowalczyk zurück zu seinem Heimatverein. Dieser schießt in seinem ersten Spiel gleich ein Tor, dazu der Doppelschlag von Raoul Mitze, der schon in der Vorbereitung auf sich aufmerksam machte – so stand am Ende ein klarer 3:0 Auswärtssieg zur Mühlhäuser Kirmes. Dazu erfreuliches auch für die Defensive, erstmals gelingt es der jungen Truppe um Keeper Sören Trappe hinten zu Null zu spielen.

 

Die BSG Wismut Gera spielte mit: Just, Scholze (GK), Schakau, Lange (GK), Steinbach, Roy, Jahn, Neumaier, Heuschkel, Hartmann (75  Puhan), Schmidt

 

Der FC Unon spielte mit: Trappe, Weichert, Kümpfel, Weis, Montag, Ilgmann (GK), Kowalczyk (84. Al-Ani), Mitze, Furchtbar, Frohn, Schmidt

 

Schiedsrichter: Dirk Läsker (Pößneck) / Zuschauer: 280 / Torfolge: 0:1 Mitze (2.), 0:2 Kowalczyk (10.), 0:3 Mitze (66.)

 

Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle: Thüringer Allgemeine Mühlhausen)

 

Der Höhenflug von Union geht weiter. Auch im ersten Auswärtsspiel unterstrich der PC Union seine Qualität und gewann bei der BSG Wismut Gera deutlich und ungefährdet mit 3:0. Raoul Mitze (2) und Rückkehrer Alexander Kowalczyk erzielten die Tore. Beide Teams wurden gegenüber der Vorsaison stark umformiert, Union ist in seinem Findungsprozess schon deutlich weiter. Auch ohne Baumbach, Zeudmi, Mock und Ibojan dominierte das Team in Gera die Begegnung. Gleich zu Beginn der vielzitierte „Auftakt nach Maß“. Mitze nutzte ein genaues Zuspiel in die Gasse zum wichtigen 0:1 (2.). Das gab Union Selbstvertrauen und verunsicherte die Gastgeber. So konnten die Gäste gleich nachlegen. In der 10. Minuten wuchtete Kowalczyk eine präzise Flanke von Montag per Kopf in die Maschen zum 0:2. Der Torschütze ist „sportlich“ aus Bayern zurückgekehrt und steht den Müntzerstädtern zumindest sporadisch wieder zur Verfügung. Seine Klasse ist unbestritten, er ist endlich verletzungsfrei und gerade während der Abwesenheit von Zeudmi kann diese verpflichtung Gold wert sein. Nach der frühen Führung beherrschte Union das Spiel. Die Viererkette mit Ilgmann, Weichert, Furchtbar und Kümpfel stand so sicher, das Wismut während der gesamten 90 Minuten nur eine einzige echte Tormöglichkeit hatte. Heuschkel scheiterte dabei aber am glänzend reagierenden Trappe. Diese Chance bildete den einzigen Höhepunkt der kleinen Druckphase von Wismut nach der Pause. Spätestens der Union-Treffer zum 0:3 beendete jedoch jegliche Ambitionen der Schützlinge von Udo Korn. Daniel Schmidt hatte präzise den heranstürmenden Mitze bedient, der mit sattem Schuss für die Entscheidung sorgte (0:3 / 66.). Damit war das Spiel gelaufen. Korn forderte seine Männernur noch zur Schadensbegrenzung auf. Trotz des deutlichen Sieges sollte man sich vor Euphorie hüten, dafür war das Gesamt-Niveau des Spieles zu bescheiden. Wer aber eine gestandene Verbandsliga-Vertretung in deren Stadion so beherrscht, hat allen Grund, optimistisch und entspannt in die nächsten Spiele zu gehen. Die gute taktische Arbeit von Trainer Heiko Nowak, der in extrem kurzer Zeit auf eine funktionierende Viererkette umgestellt hat, sollte der jungen Mannschaft das Grundgerüst geben, weiter eine gute Rolle in der Liga zu spielen. Zumindest der erste Platz nach zwei Spielen spricht dafür. Nächsten Samstag gilt es, diesen gegen Eisenach zu verteidigen.

 

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Spielbericht aus Sicht der BSG Wismut Gera von Dietmar Kayser (Quelle: http://www.wismutgera.de )

 

Beim ersten Heimauftritt der neuen Saison im Stadion der Freundschaft wurde die Wismut-Elf gleich zu Beginn kalt erwischt. So mußten die 270 Zuschauer, unter ihnen Geras Oberbürgermeisterin Dr.Viola Hahn, die den Ehrenanstoß ausführte, mit ansehen, wie die Gäste bereits mit dem ersten Angriff in Führung gingen. Nach exakt 120 Sekunden wurde der freistehende Mitze angespielt, der mit einem Heber den herauslaufenden Wismut-Torwart Alexander Just überwand. Und die Gäste legten gegen eine löchrige Wismut-Abwehr sofort nach. Nach einer Rechtsflanke war Kowalczyk per Flugkopfball erneut erfolgreich – 0:2 (10.). Damit war das Spiel für Mühlhausen maßgeschneidert. Mit einer kompakten Abwehr verengten sie die Räume und blieben mit ihren agilen Angreifern Schmidt und Mitze immer torgefährlich. Vor allem Mitze wirbelte die Geraer Abwehr gehörig durcheinander.

Die Platzherren, die nach dem Ausfall von Marcel Peters (Fußbruch) auch auf Andy Warning (berufsbedingt) verzichten mußten, waren nach dem 0:2 wie gelähmt. Sie fanden keine spielerischen Mittel, um das Gäste-Tor in Bedrängnis zu bringen. Ideenlos im Angriff, dazu viele Fehlpässe im Spielaufbau ließen die Korn-Schützlinge kaum zu zwingenden Chancen kommen. Und wenn man im Gäste-Strafraum auftauchte, wurden die Möglichkeiten kläglich verstolpert (Neumaier / 31.).

Auch nach dem Pausentee änderte sich nicht viel im Spielgeschehen. Mühlhausen zog sich in die eigene Hälfte zurück, ließ Wismut immer wieder an der massierten Deckung abprallen. Die versuchten sich mit einigen Distanzschüssen, Rico Heuschkel (57.), der eingewechselte Oliver Hoffmann (63., 68.), aber ohne ernsthafte Torgefahr für Mühlhausen. Im Gegenteil, den Gästen gelang sogar noch der dritte Treffer. Als Schmidt am Geraer Strafraum nicht energisch attackiert wurde, leitete er mit seinem Paß auf Mitze das 0:3 (66.) ein. Die einzige Geraer Gelegenheit zum Ehrentreffer vergab Rene Neumaier (77.) aus Nahdistanz.

„Wir wurden heute regelrecht vorgeführt, haben nie Zugriff auf das Spiel bekommen. Nach zwei ordentlichen Pflichtspielen hat meine Mannschaft heute den harten Alltag der Verbandsliga zu spüren bekommen. Leider sind aber auch unsere personellen Alternativen begrenzt.“, analysierte Trainer Udo Korn die neunzig Spieminuten.