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Köstritzer Verbandsliga: FC Union – SV BW 90 Neustadt/Orla 2:1 (1:1)

 

Es scheint sich zu bewahrheiten, wenn man oben steht hat man das Glück auch auf seiner Seite. Bei äußerst ungemütlichem Herbstwetter bekamen die Zuschauer wieder bis zum Abpfiff Spannung geboten und am Ende beendete Zakaria Zeudmi die Negativserie gegen die Ostthüringer mit dem Siegtreffer.

 

 

Vor der Pause hatte Christoph Weichert sein Team vom Strafstoßpunkt in Führung gebracht, den die spielstarken Gäste egalisieren konnten.

Wir möchten mal ein Dankeschön an die Besucher des Neustadt-Spiels loswerden. Mit dem Wissen, das unsere Mannschaft bis zum Abpfiff alles gibt, sind alle Fans trotz des starken Regens bis zum Ende geblieben und wurden dafür doppelt belohnt. Nicht nur durch den Siegtreffer in der Schlussminute, sondern auch durch den Dank des Union-Teams, die sich ebenfalls voll durchnässt, es sich nicht nehmen ließ, um sich beim Abgang bei der treuen Fangemeinde mit dem „Diver“ für ihre Unterstützung zu bedanken.

 

Schiedsrichter: Chris Rauschenberg (Wenigenlupnitz) / Zuschauer: 200 / Torfolge: 1:0 Weichert (16. FE), 1:1 Moses (31.), 2:1 Zeudmi (90.)

 

Der FC Union spielte mit: Trappe, Weichert, Baumbach (GK), Kalff, Furchtbar (46. Weis), Kümpfel, Mock (79. Frohn), Mitze, Zeudmi, Schmidt

 

Der SV BW 90 Neustadt/Orla spielte mit: Müller, Horn, Käpnick, Meyer, Opel, Nagel (79. Sattler), Gerisch (77. Köhler), Hort (GK), Boettcher (69. Rocktäschel), Wunderlich (GK), Moses

 

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Spielbericht von Gerd Tuppeit (Quelle: Thüringer Allgemeine Mühlhausen)

 

Wenn man oben steht und einen guten Lauf hat, gewinnt man auch schwächere Spiele. Diese alte Fußballweisheit bestätigte sich am Samstagnachmittag im Mühlhäuser Auestadion beim 2:1 des FC Union gegen Neustadt/Orla. Die ersten 30 Minuten der Unioner waren durchaus ansehenswert. Angetrieben vom wiederum starken Weichert, diesmal für Lucas Weis im Mittelfeld agierend, dominierte Union deutlich und erspielte sich gute Chancen für Weichert und Zeudmi. Als der agile Schmidt Nebenmann Mitze einsetzte, war der nur durch ein Foul zu bremsen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Weichert sicher zum 1:0 (16.). Im Anschluss zeichnete sich Neustadts guter Keeper Müller noch weitere Male aus, so dass das 1:0 zu dem Zeitpunkt hochverdient war. Doch völlig überraschend gelang dann den Gästen der Ausgleich. Eine Flanke von Wunderlich köpfte Torjäger Moses aus sieben Metern zum 1:1 ein (31.). Mit dem Ausgleichstreffer und dem fast zeitgleich einsetzenden strömenden Regen riss der Spielfaden der Unioner plötzlich ab und es gab einen Bruch im Spiel. Nun bestimmten die Gäste um die starken Opel, Nagel und Wunderlich das Spiel und FC-Torhüter Trappe musste auf der Hut sein.

Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild, sintflutartige Regenfälle und eine Union-Elf, die auch mit dem eingewechselten Weis nicht mehr zu ihrem Spiel fand. So spielte sich der Gastgeber in der zweiten Halbzeit keine Torchance heraus, musste jedoch hinten permanent aufpassen. Doch die Mühlhäuser Deckung um Kalf und Baumbach hielt dicht und vorn hat man ja seine „Lebensversicherung“. Schmidt und Zeudmi bilden und sind auch in schwächeren Spielphasen immer für ein Tor gut. Und auch diesmal funktionierte diese treffsichere Waffe. Weichert setzte sich in der Schlussminute mit energischem Antritt durch und bediente Torjäger Zeudmi, der den Ball technisch gekonnt über den herauseilenden Torhüter Müller in das Gehäuse hob. Ein Klassetor des schnellen Angreifers, der sich hinterher zu Recht exzessiv feiern ließ. Nicht ganz so euphorisch war nach dem Spiel Trainer Heiko Nowak. „Man hat gespürt, dass zum ersten Mal in dieser Verbandsliga-Saison von unserer Mannschaft ein Sieg erwartet wurde, scheinbar ist das Team damit nicht richtig klargekommen. Dennoch, die erste halbe Stunde war sehr gut, doch nach dem Ausgleich gab es einen Bruch im Spiel und auch die zweite Halbzeit war eher schwach. Es war heute ein etwas schmeichelhafter Sieg, aber wenn man oben steht, hat man oft auch das nötige Glück“, analysierte der Trainer der Mühlhäuser wohltuend sachlich und realistisch. Union bleibt dank Nowaks glänzender Arbeit auf Platz zwei, in der kommender Woche geht es nun zum Spitzenreiter Schott Jena. Und, ein wenig Respekt wird der wohl auch schon vor Union haben.